Unilever: Umsatzrückgang im dritten Quartal

Der niederländische Lebensmittel- und Kosmetikkonzern Unilever erwirtschaftete im dritten Quartal einen Umsatzrückgang um 1,6 Prozent. Gründe dafür sind ungünstige Wechselkurseffekte (-5,1 Prozent), das schlechte Wirtschaftsklima in Europa und Naturkatastrophen in Amerika.


AFP/JOHN THYS

Der Umsatz des Konzerns, der in der betreffenden Periode keinen Nettogewinn veröffentlicht, belief sich auf EUR 13,2 Milliarden, und verfehlte damit den von Unilever ermittelten Analysten-Konsens von EUR 13,7 Milliarden und einem Wachstum um 2,3 Prozent.

Unilever hält an seinen Jahresprognosen fest und "erzielt gute Fortschritte hinsichtlich der strategischen Ziele, die wir für 2020 gesteckt haben", so CEO Paul Polman am Donnerstag. Mit dem Kostensenkungsprogramm "Connected 4 Growth" soll "Unilever zu einem resistenteren, wettbewerbsfähigeren und rentableren Unternehmen werden". Ziel bis 2020 ist eine Einsparung von EUR 6 Milliarden.

Der an der Börse Amsterdam notierte Konzern rutschte kurz nach 9 Uhr (7 Uhr GMT) um 3,35 Prozent auf EUR 50,50 ab, wobei der AEX-Index um 0,28 Prozent auf 546,17 Punkte fiel.

Währungs- und strukturbereinigt stieg der Quartalsumsatz von Unilever gestützt auf einen Preisanstieg um 2,5 Prozent auf 2,6 Prozent – die Analysten waren von 3,9 Prozent ausgegangen. Der währungs- und strukturbereinigte Umsatz wurde durch einen Rückgang des Absatzes in den "entwickelten Märkten" um 2,3 Prozent gebremst. Aufgrund der schlechten Witterungsbedingungen sank auch der mit Eis erzielte Umsatz in Europa und Nordamerika. In den aufstrebenden Märkten hingegen ergab sich ein Plus von 6,3 Prozent und ein volumenmäßiger Anstieg um 1,8 Prozent.

Für das Gesamtjahr geht der Konzern weiterhin von einem währungs- und strukturbereinigten Anstieg um 3 bis 5 Prozent, sowie einer Verbesserung der operativen Marge um 100 Basispunkte und einem starken Cashflow aus.
 

Übersetzt von Aline Bonnefoy

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