Warmes Wetter setzt KappAhl zu

Der schwedische Modekonzern KappAhl veröffentlichte am Montag seine Quartalsergebnisse. Die Rechtfertigung, dass die Marktbedingungen im ersten Quartal des Geschäftsjahrs schwierig gewesen seien, war für die Investoren enttäuschend. In der Folge sank der Aktienwert des Unternehmens zeitweise um über 20 Prozent.


KappAhl

Noch vor einem Monat beteuerte das Unternehmen, der Turnaround verlaufe planmäßig, doch nun gibt KappAhl zu, dass die Ergebnisse von September bis November unter den Erwartungen liegen. Dies dürfte auch den Betriebsgewinn beeinträchtigen. Grund dafür seien die schwache Marktsituation Ende September, was in der schwedischen Modebranche insgesamt zu einem sechsprozentigen Umsatzrückgang führte.

Die Gewinnprognosen liegen nun unter dem Vorjahresniveau, da die Strategie des Unternehmens die Umsatzentwicklung nicht wie geplant verbesserte, so CEO Danny Feltmann. Auch mit dem gesteckten Margenziel von 10 Prozent könnte das Unternehmen Schwierigkeiten haben.

Feltmann erklärte weiter, dass die Kundennachfrage für wärmere Kleidung aufgrund der unerwartet milden Temperaturen nachließ, was sich auf die Gesamtkonsumentwicklung auswirkte.

Diese Erkenntnis wurde auch in anderen nordeuropäischen Ländern mehrfach gemacht. Länder, in denen zu dieser Jahreszeit normalerweise kalte Temperaturen vorherrschen, kamen stattdessen in den Genuss unerwartet milder Herbsttage. Konsumenten in diesen Märkten kaufen tendenziell erst dann Winterkleidung, wenn die Temperaturen entsprechend sinken, vielleicht auch in der Hoffnung, mit den Käufen bis zum Winterschlussverkauf warten zu können.

Das Unternehmen veröffentlicht seine kommenden Quartalsergebnisse am 20. Dezember und rechnet nun mit einem Betriebsgewinn von rund SEK 100 Millionen (EUR 85 Mio.). Vor einem Jahr betrug dieser Wert noch SEK 145 Millionen (EUR 124 Mio.).
 

Übersetzt von Aline Bonnefoy

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