Wolford reduziert sein Umsatzminus

Der angeschlagene Wäsche- und Strumpfhersteller Wolford AG legt die Zahlen für das erste Quartal vor. Demnach konnte der Verlust gesenkt werden und der Umsatz in den ersten drei Monaten, die Mai – Juli 2017 betreffen, währungsbereinigt um 4,9 Prozent auf 29,09 Millionen Euro gesteigert werden. 

Wolford kann seine Umsatzzahlen stabilisieren. - Wolford

Die Investorensuche seitens Wolford läuft, die stabilisierten Zahlen sollten dies begünstigen: Im Zuge der Umsatzsteigerung verbesserte sich auch das operative Ergebnis. Der EBIT lag bei -7,22 Millionen Euro nach -8,08 Millionen Euro im Vergleich zum schwachen Vorjahresquartal. Ebenso konnte sich das Ergebnis nach Steuern mit -6,91 Millionen Euro, nach -8,03 Millionen Euro im Vorjahr, verbessern. 

Das Wholesale- und Retail-Geschäft verzeichnete in den ersten drei Monaten auch einen Umsatzanstieg von 6,0 Prozent bzw. von 2,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das Onlinegeschäft konnte dabei mit 27,9 Prozent am stärksten von dem Plus profitieren.

Umsatzstärkster Markt waren die USA, die durch das eigene Online-Geschäft zweistellige Zuwächse erzielen konnten. Auch Spanien, die Niederlande und die Osteuropäischen Märkte konnten jeweils zweistellige Wachstumsraten verzeichnen. In Italien, Skandinavien, Asien, Österreich, Deutschland und in der Schweiz konnte Wolford seine Umsätze einstellig steigern.

Als Grund nannte das Unternehmen die bessere Produktverfügbarkeit, die Etablierung einer zentralen Vertriebsplattform für die EMEA-Region, sowie erfolgreiche Marketingkampagnen.

Einstelligen Umsatzrückgang meldet Wolford für Frankreich und Belgien und für UK war das Minus sogar zweistellig. Hier benannte das Unternehmen den Brexit und die Abwertung des britischen Pfunds sowie die Schließung dreier Standorte als Auslöser.

Ausblick
Die Investorensuche für Wolford läuft weiter auf Hochtouren. Wolford braucht nach anhaltenden Verlusten dringend weitere Geldspritze von einem neuen Eigentümer. Das Management unterstützt aktiv das von den Hauptaktionären eingeleitete Verfahren zur Auswahl von Interessenten für ihre Mehrheitsbeteiligung. Mit dem Erwerb des Aktienpakets durch einen künftigen Kernaktionär soll eine Eigenkapitalmaßnahme verbunden werden, die die Liquidität der Gesellschaft auch mittel- und langfristig stärkt. 

Weitere Restrukturierungsmaßnahmen sollen die Ergebnislage in den nächsten zwei Jahren verbessern. Das Unternehmen bestätigt jetzt erst einmal die Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Demnach wird ein leichtes Umsatzwachstum und ein erneut negatives Ergebnis gegenüber dem Vorjahr erwartet. Erst ab dem Geschäftsjahr 2018/19 plant man seitens Wolford mit einem positiven operativen Ergebnis.



 
 

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