hnGeno will zweiten Übernahmeversuch wagen

 
Die Genossenschaft hnGeno hat einen Konsortialvertrag mit dem Mittelstandsinvestor Deutsche Industrie-Holding (DIH) unterzeichnet und will damit die Weichen für die bereits einmal gescheiterte Übernahme von hessnatur stellen. Das Konsortium, an dem die hnGeno zu 51% und die DIH 49% beteiligt ist, will der Primodo Speciality Group (PSG) in den kommenden Wochen eine Übernahmeofferte machen. Das Konsortium ist zuversichtlich, einen „angemessenen Kaufpreis“ für das hessnatur aufbringen zu können.
Sollte PSG an einem Verkauf interessiert sein, hat die hnGeno schon große Pläne für das Unternehmen aus Butzbach. Das gemeinsame Konzept sieht die Weiterentwicklung mit Fokus auf den Bereich Textilien und das Stationärgeschäft sowie die Forcierung der nachhaltigen Ausrichtung von hessnatur vor. Auch der Eintritt in neue Märkte ist vorgesehen. Dabei kann das Konsortium von der Erfahrung des Investors profitieren, schließlich hat die DIH auch das Modehaus SinnLeffers aus der Insolvenz geführt und erfolgreich am Markt platziert. Wichtig ist beiden Partnern, dass das soziale und ökologische Konzept von hessnatur nicht verwässert, sondern weiter gestärkt wird. „Ungeachtet der Tatsache, dass wir mit hessnatur profitabel wirtschaften wollen, wissen wir, dass die enorme Entwicklung des Unternehmens mit seiner Glaubwürdigkeit und seiner Transparenz zusammenhängt. Diese wollen wir erhalten und sinnvoll ausbauen“, erläutert Matthias von Tettau, Geschäftsführender Gesellschafter der DIH.
Die hnGeno war Mitte letzten Jahres bei ihrem Übernahmeversuch wegen eines zu geringen Kaufpreises und eines angeblich nicht tragbaren Businessplans gescheitert. Wenig später wurde der Verkauf komplett von der PSG abgeblasen.  Mit der DIH hat die Genossenschaft nun Know-How und Finanzkraft im Rücken, so dass die Chancen diesmal besser stehen.

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