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DPA
Veröffentlicht am
13.08.2009
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3 Minuten
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'Aus Liebe zum Schuh und zum Sport' - Adidas wird 60 Jahre alt

Von
DPA
Veröffentlicht am
13.08.2009

HERZOGENAURACH (dpa-AFX) - Um den Erfinder der drei Streifen, Adi Dassler, ranken sich viele Legenden und Histörchen. Das Wunder von Bern, als die deutsche Nationalmannschaft bei Dauerregen Fußballweltmeister 1954 wurde, soll er mit seinen Schraubstollen möglich gemacht haben.

Adidas
Foto: dpa

Jesse Owens wurde 1936 in seinen Schuhen erfolgreichster Athlet der Olympischen Spiele in Berlin. Als Geburtsstunde von Adidas gilt der Eintrag in das Fürther Handelsregister am 18. August 1949. Schon Jahre zuvor hatte der Sohn eines Schuhmachers aber Athleten zur Gold-Medaille verholfen. Anfangs noch mit seinem Bruder Rudolf zusammen. Ende der 40er Jahre gingen dann beide getrennte Wege. Rudolf nannte seine Firma Puma, Adi seine Adidas.

Heute ist Sport ein Milliardengeschäft und Adidas der zweitgrößte Hersteller von Sportartikeln weltweit. In Hightech-Labors arbeiten Wissenschaftler daran, Materialien noch leichter, schneller, windschnittiger zumachen. Die ersten Lederschuhe Adi Dasslers wirken dagegen schwer und klobig. Und doch habe Adi Dassler die Sportwelt mit seinen Tüfteleien immer wieder revolutioniert, findet Karl-Heinz Lang.

Lang ist so etwas wie ein Adidas-Veteran. 30 Jahre arbeitete der inzwischen 67-Jährige für das Unternehmen aus Herzogenaurach. Die ersten Jahre noch mit dem Firmengründer persönlich. Inzwischen ist Lang pensioniert, doch die Firma lässt ihn nicht los, und so widmet er sich der Aufarbeitung der Adidas-Historie, sammelt Dokumente und pflegt die historische Schuhsammlung, die auch die allerersten Muster enthält. "Ich bin ein absoluter Schuhmann", erklärt Lang seine Passion. Adi Dassler sei auch so einer gewesen - ein Schuhmann, besessen davon, noch das Letzte herauszuholen, um die Sportler besser zu machen.

'UNGLAUBLICHE BEOBACHTUNGSGABE'

"Die Liebe zum Schuh und zum Sport, das war sein Antrieb", sagte Lang bestimmt. Jeden Morgen habe Dassler die wenigen Meter von der "Villa", so nannten sie das Wohnhaus der Familie, zur Firma zurückgelegt. An den Schuhen wurde so lange getüftelt, bis Dassler zufrieden war. Zum Teil bediente er sich dabei recht unkonventioneller Methoden, erinnert sich Lang. Die Rutschfestigkeit von Schuhen testete er schon mal hinter dem Haus mit einer Gummimatte, die er mit Wasser und Spülmittel präparierte.

"Er hatte eine unglaubliche Beobachtungsgabe", erinnert sich Lang und hat dafür prompt auch eines von vielen Beispielen parat. Am Fernseher habe Adi Dassler die Vorläufe zu den Olympischen Spielen in Montreal 1976 verfolgt, wobei ihm ein Sportler ins Auge stach, der aus seiner Sicht unrhythmisch lief: Alberto Juantorena. Eine Überprüfung der Schuhe gab Dassler recht und mit nachgebessertem Schuhwerk erlief der Kubaner dann zwei Medaillen. Auch Hochsprunglegende Dick Fosbury profitierte vom Erfindungsreichtum des Franken. Mit dem Amerikaner, der mit seiner Sprungtechnik rücklings über die Latte den Hochsprung revolutionierte, werkelte Dassler an einem neuen Schuh. "Die Dornenanordnung an der Sohle ist heute noch Standard", sagt Lang.

Adidas
Adi Dassler in 1978, Foto: dpa

BRUDER-HASS

Was den Adidas-Veteran ärgert sind die vielen Halbwahrheiten, die rund um Adi Dassler kursieren. "Die drei Streifen sind so ein Fall", sagt Lang. "Die hatten nie eine stabilisierende Funktion, wie manche gedacht haben. Es ging allein um den Wiedererkennungseffekt." Dassler habe verschiedene Varianten ausprobiert. Die Dreier-Kombination war aus der Ferne am besten zu sehen.

In Frage stellt Lang auch den viel kolportierten Bruder-Hass. "Sie standen im Wettbewerb mit einander. Doch sie waren immer noch Brüder." Aber es sei auch verständlich, dass die beiden stets miteinander verglichen wurden. "Es gab ja anfangs in Deutschland keinen anderen Konkurrenten." Das sollte sich allerdings ändern, als ab den 70er Jahren Nike auf den Plan trat. Die Amerikaner aus Oregon schwammen erfolgreich auf der Jogging-Welle nach oben und sind inzwischen die Nummer eins in der Welt. "Diesen Sporttrend haben wir damals verschlafen", räumt Lang ein. "Vielleicht lag das ja auch an unserer 'Bierdeckel-Mentalität'." In dem beschaulichen Herzogenaurach eingebettet in Wiesen und Wälder hätte sich keiner vorstellen können, dass es einmal 'in' sein sollte auf dem Asphalt der großen Städte zu joggen.

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