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Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
25.11.2020
Lesedauer
3 Minuten
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Abercrombie & Fitch schließt Flagship-Stores in München, London und Paris

Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
25.11.2020

Abercrombie & Fitch wird einige seiner wichtigsten Flagship-Stores, darunter in London, Paris und München, schließen, wie das Unternehmen am Dienstag bei der Bekanntgabe der neuesten Ergebnisse mitteilte.

Abercrombie & Fitch


Ebenfalls geschlossen werden die Flagschiffe in Brüssel, Madrid und Fukuoka, da die Pachtverträge auslaufen. Die Standorte London, Paris und München sind jedoch alle "weit vor" dem natürlichen Ende ihrer Pachtverträge, die zwischen 2022 und 2031 auslaufen.

Alle Geschäfte werden bis Ende Januar geschlossen. Die Gesamtzahl der Schließungen beläuft sich somit auf sieben, da das Unternehmen vor kurzem auch sein Düsseldorfer Geschäft geschlossen hat. Damit bleiben acht weltweite Flagship-Stores übrig, gegenüber 15 zu Beginn dieses Jahres.

Das Londoner Geschäft ist nur einen Steinwurf von der Savile Row entfernt und wurde Anfang des letzten Jahrzehnts eröffnet. Damals gab es eine gewisse Unzufriedenheit mit einer Reihe von Mietern der Savile Row, die sich darüber beklagten, dass es nicht die richtige Marke für die Nachbarschaft sei.

Unabhängig davon, wie passend oder unpassend die Marke für die Gegend war, ist dies ein weiteres Zeichen dafür, wie schwierig es für einzelne Unternehmen ist, teure Flagship-Stores in Städten zu betreiben, die vor der Pandemie beliebte Touristenziele waren.

Es zeigt auch, wie sehr sich das Einkaufsverhalten in diesen Städten in diesem Jahr verändert hat. Der Fußgängerverkehr im Zentrum Londons beispielsweise ist an verschiedenen Stellen im Jahr 2020 zwischen 50 % und 80 % zurückgegangen.

In einer Telefonkonferenz sagte Fran Horowitz, CEO von A&F, das Unternehmen sei nach wie vor begeistert von den globalen Wachstumschancen für alle vier Marken und sehe "eine bedeutende Chance im Inland sowie in EMEA und APAC, wo unsere lokalen Teams durch die Bereitstellung gezielter regionaler Produkte und Botschaften weiter an Zugkraft gewinnen".

Horowitz betonte vorallem die Bedeutung der Digitaltechnik und sprach weniger von den globalen Flagship-Stores in den Einkaufsstädten, die einst als so entscheidend für die Marke galten.

Horowitz fügte hinzu, dass es sich bei den Schließungen zwar nur um sieben der insgesamt 849 Geschäfte handelt, "aber diese Flagships, die fast 20.000 Bruttoquadratmeter oder 10% der globalen Quadratmeterzahl der Marke Abercrombie & Fitch ausmachen, haben über Jahre hinweg einen überdimensionalen Teil unserer Zeit und unserer Ressourcen in Anspruch genommen und sind keine akkurate Darstellung der heutigen Marke Abercrombie & Fitch".

Tatsächlich trugen sie im Geschäftsjahr 2019 zusammen 1% zum Umsatz bei. Durch die Schließungen werden etwa 85 Millionen Dollar an Leasingverbindlichkeiten aus der Bilanz entfernt, was eindeutig wichtig ist, da "die Performance an diesen Standorten, die stark vom Tourismus abhängig sind, aufgrund von Covid-19 und den damit verbundenen Verkehrsbeschränkungen seit dem Geschäftsjahr deutlich schlechter ausfiel".

Horowitz wies aber auch darauf hin, dass das Unternehmen weiterhin "den Märkten verpflichtet bleibt", in denen sich die Geschäfte befinden.

ERGEBNISSE DES 3. QUARTALS

Betrachtet man die Ergebnisse in den drei Monaten bis Oktober, so übertraf das Unternehmen die Erwartungen der Wall Street hinsichtlich Quartalsgewinn und Umsatz, da es die Kosten senkte und vom digitalen Wachstum profitierte.

Der Nettoumsatz fiel um 5 % auf 819,7 Millionen US-Dollar. Das Unternehmen meldete einen Gewinn von 76 Cent pro Aktie, der die Erwartungen der Analysten übertraf, die von einem Break-Even ausgegangen waren.

Die digitalen Verkäufe stiegen um 43%, angetrieben von der Nachfrage nach der Gilly Hicks Activewear und Loungewear.

Fran Horowitz zeigte sich jedoch weiterhin vorsichtig. "Wir sind ermutigt durch die bisherigen Quartalsergebnisse... Dies wird jedoch durch die Ungewissheit hinsichtlich des Risikos verstärkter Covid-bezogener Einschränkungen in den Läden und unserer Erwartung erhöhter Versand-, Bearbeitungs- und Frachtkosten getrübt".

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