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DPA
Veröffentlicht am
17.08.2009
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Abschied zwischen leeren Regalen - Hertie schließt

Von
DPA
Veröffentlicht am
17.08.2009

Berlin (dpa) - Rot-weiße Absperrbänder durchziehen weitläufige Verkaufsflächen. Zwischen leeren Regalen trotten vereinzelt Kunden hindurch. «Es ist deprimierend, besonders wenn man die lange Tradition der Hertie-Häuser kennt», sagt Kundin Ilse Elgert. Heute, am letzten Verkaufstag, ist sie noch einmal in ihre Hertie-Filiale in Berlin-Schöneberg gekommen. Sie hatte auf reduzierte Haushaltsware gehofft.


Foto: dpa

Viel zu kaufen gibt es allerdings nicht mehr. Drei Tische mit Postkarten, Arztromanen, Strumpfhaltern und Trennblätter für Aktenordner stehen noch im Erdgeschoss - alles um 90 Prozent reduziert. Der glanzvolle Name Hertie verschwindet an diesem Samstag aus den deutschen Einkaufsstraßen. Und der Abschied der insolventen Kaufhauskette könnte trostloser kaum sein.

Wirkliche Schnäppchen lassen sich an diesem Tag in der Schöneberger Filiale nicht mehr machen. Die Glasvitrinen, in denen früher Schmuck und Uhren glänzten, sind leer. Im Untergeschoss fällt fahles Licht auf zusammengeschobene Regale. Manche Kunden fahren die Rolltreppe runter und auf der anderen Seite gleich wieder hoch.

«Der Ansturm hat sich heute in Maßen gehalten», sagt Filialleiter Dirk Büttner, der seinen Laden heute schon um 12.00 Uhr schließen wird. Vorzeitig, weil der Verkauf sich nicht mehr lohnte. In der Filiale in Tegel ist die Nachfrage noch etwas größer: «Es waren mehr Kunden als Ware da», sagt Leiter Michael Gosda und kann dabei noch lachen. Doch um 14.30 Uhr ist auch hier Schluss.

Die Angestellten an den Kassen machen hingegen lange Gesichter. Auskunft wollen sie keine geben, wenden sich ab, schauen zu Boden. «Die Stimmung ist sehr gedrückt», sagt ihr Chef Büttner knapp. Daran ändern auch die warmen Worte des Hertie-Insolvenzverwalters Biner Bähr nichts, die er der Belegschaft in einem internen Schreiben mit auf den Weg gab. «Mit Würde und Anstand haben alle ihr bestes gegeben», schreibt Bähr. Doch am Ende ist den Mitarbeitern der «verdiente Erfolg» verwehrt geblieben. In Berlin stehen 260 Beschäftigte auf der Straße, bundesweit sind es zehnmal so viele.

Geöffnet hat am Samstag in Schöneberg auch der Schuhladen im Hertie-Untergeschoss - ein Relikt der Shop-in-Shop-Strategie, die die Warenhauskette wieder profitabel machen sollte. «Wir bleiben hier», gibt sich Filialleiterin Heike Zimmermann zuversichtlich. Genaues über die Zukunft kann sie aber auch nicht sagen. Sicher ist nur, dass von Montag an der Schuhladen fürs erste geschlossen ist. Der Drogeriemarkt, ebenfalls unterm Hertie-Dach, bleibe vorerst bestehen, versichert dessen Leiterin. Die Parfümerie im Erdgeschoss wird in die benachbarte Einkaufspassage umziehen.

Auch die benachbarten Geschäftsleute an der Hauptstraße in Schöneberg blicken pessimistisch in die Zukunft. Hertie habe eine große Anzugskraft besessen, beklagt Pizzeria-Inhaber Husam Laham. Der 56-Jährige macht sich nun ernsthaft Sorgen um seine Existenz. «Ich bin total am Boden. Das ist ein hartes Stück. Nicht nur für mich, sondern für ganz Schöneberg», sagt Laham.

Kurz vor Ladenschluss hat bei Hertie noch ein Kunde eine Reklamation. Doch die Verkäuferin zuckt nur mit den Schultern. Gegen 12.00 Uhr werden Holzbalken von innen hinter die Griffe der Glastüren geschoben. Das Ende einer Kaufhaus-Ära.

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