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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
18.01.2022
Lesedauer
5 Minuten
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Abschlusstag in Mailand: JW Anderson, K-Way und 44 Group Label

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
18.01.2022

Mangelnde Energie kann man den Mailändern gewiss nicht vorwerfen. Der 80-jährige Sergio Mattarella mag zwar mit der Ankündigung, dass er seine sechsjährige Amtszeit nach deren Ablauf in zwei Wochen nicht erneuern wird, Rom in eine plötzliche politische Krise gestürzt haben. Doch hoch oben im Norden des Landes lieferte die Modehauptstadt Italiens unbeirrt eine beeindruckende viertägige Menswear-Saison.
 
"Es war der Moment, um alle daran zu erinnern, dass wir in Italien eine bedeutende Modebranche haben. Sie beschäftigt rund 1,2 Millionen Menschen und es war für unsere Marken und Modehäuser wichtig, der Welt zu zeigen, woran sie gearbeitet haben", betonte Carlo Capasa, Präsident der italienischen Modekammer Camera Nazionale della Moda Italiana.
 
Die Schauen mussten reduziert werden und die Einkäufer aus Asien und Russland waren der Veranstaltung größtenteils ferngeblieben, doch gab es unzählige erfrischende Ideen von jungen Designern und historischen Marken. Um Zugang zu Schauen, Präsentationen oder Veranstaltungen zu erhalten, mussten alle Gäste einen gültigen Impfnachweis, den "Grünen Pass" vorlegen, und die Körpertemperatur der Besucher wurde regelmäßig kontrolliert.

"Es war entscheidend für die Mode, zu zeigen, dass sie die Bedenken der Bevölkerung hinsichtlich der Entwicklung der Pandemie ernst nimmt. Und dass wir die Regeln streng befolgen und keine Ausnahmegenehmigungen erwarteten, wie dies gewisse Stars in anderen Branchen tun", bestätigte Capasa.

In den letzten 24 Stunden der Veranstaltung schauten wir uns bei drei Marken um, um den Modetrends auf den Puls zu fühlen.

JW ANDERSON



 


Die jüngste Kollektion von JW Anderson überzeugte mit sanften Überschreitungen der Geschlechtergrenzen und mit gewitztem Ikonoklasmus. Das Video der Show wurde in einem Nachtclub mit roten Wänden gedreht.

Von Jeanshemd-Kleidern über dramatisch ausgeschnittene Shearling-Mantelkleider mit Socken und Slippern – getragen von Männern mit kahlen Köpfen. Vielsagend war auch ein Minicocktail-Kleid aus Aeartex mit weißem Logo, dass durch schlauchförmige Einsätze am Rumpf ausgestellt war. Auch dieses Modell wurde von einem Mann präsentiert.

“Partys, die es nie gibt, Partys, die es geben wird. Wertvolle Momente des Glücks treffen in einer frivolen Fantasie auf zügellosen Spaß. Die Herbst-/Winterkollektion 2022 zelebriert Kleidung als eine ausgelassene Wahl, die die Geschlechter- und Geschmacksgrenzen erweitert", so der rätselhafte Kommentar, den der nordirische Designer mit seiner digitalen Präsentation mitlieferte.

Aufgrund der veränderten Pandemiebestimmungen musste Anderson seine an diesem Wochenende geplante Menswear-Laufstegshow absagen, womit die Veranstaltung um das wohl am sehnlichsten erwartete Defilee gebracht wurde. Dieser Umstand war umso bedauerlicher, als dass es sich um eine weitere kraftvolle Kollektion des führenden Konzeptualisten der zeitgenössischen Mode handelte.

Und obwohl die Show während der Herrenmodewoche organisiert wurde, umfasste die Kollektion auch über ein Dutzend Damen-Looks von Anderson, viele davon passend zu den Ideen der Menswear.

Wie ein verblüffender und leicht schräg geschnittener tabakfarbener Shearling-Zweireiher, der bei den Herren mit Socken und Strandsandalen kombiniert wurde und bei den Frauen mit beigefarbenen Stiefeln.
 
Techno-Trance-Musik ertönte, während die Models eine Treppe hinuntergingen und einen engen Gang aus Metall betraten. Die Herren in Shorts in Metallic-Farben – ja, für den Winter. Ein Entwurf aus goldenem Aertex mit passenden Shorts wurde von einem Jüngling gezeigt, der eine Stoff-Taube trug. Wie sich später herausstellte, handelte es sich um eine winzige Clutch-Tasche.

Und besonders gelungen – junge Damen in vorzüglichen asymmetrischen Kleidern mit fußgroßen grünen Augen. Mal auf einem weißen Kleid, dann auf einer anderen Version in Türkis. Und als stets sehr geschickter Täschner enthüllte Anderson auch neue nietenbesetzte Flachbeutel für Herren sowie eine Herrentasche in Teddybär-Form – die garantiert Abnehmer finden werden.

Diese Accessoires wurden mit anderen großartigen Ideen kombiniert – androgyne Silver Surfer, mit Damen und Herren in schimmernden silberfarbenen Overalls und Leggings. Reifröcke für Herren und Damen, die steif vom Körper abstanden. Und auch, was Anderson ein "Hula Hoop-Polo" nannte.

K-WAY




K-Way Herbst/Winter 2022 - DR



K-Way liefert auch weiterhin starke Leistungen. Die Marke hat ihre Kollektionen in den vergangenen Jahren in unregelmäßigem Rhythmus auf den Laufstegen präsentiert. Die jüngste Show war die bislang beste der Marke.

In Übereinstimmung mit dem neuen Mailänder Harlekin-Trend überzeugten die Entwürfe mit zahlreichen Rauten-Mustern. So gesehen auf Pufferjacken und Daunenmänteln in Kanariengelb, Leuchtorange und Tiefblau. Genau dieselben Farben wurden auch für die Boxen verwendet, auf denen die 250 Gäste im Ausstellungsraum im Mailändischen Scalo di Porta Romana Platz nahmen.

Dieselben Muster und Farben erstreckten sich auch über Rucksäcke und den Besatz von wollenen Dufflecoats. Zusätzlich zum sportlichen Logo fügte das Haus allen Reißverschlüssen großartige orangefarbene und gelbe Zierleisten bei, ein vorzüglicher visueller Signifikant. Sportlich-schicke Semiotik vom Feinsten.
 
Allen Gästen wurden gut verpackte Regenjacken ausgehändigt, auch hier waren die Nylonriemen in Orange und Gelb. Italienisches Product Placement für Redakteure, Einkäufer und Influencer.

Alle Daunenmäntel und Pufferjacken wurden mit Strickwaren in Grautönen kombiniert, darunter enganliegende Tanktops, in die Länge gezogene Leggings, dicke Beanies und Kordelzug-Hosen. Ein Look, in dem ausgefallene Après-Ski-Mode mit coolen Winter-Festival-Vibes zusammenfließt. Kurzum: K-Way hat sich eine clevere Nische in der italienischen Mode- und Hipsterszene geschaffen.

44 LABEL GROUP



 


Mit einem pulsierenden Techno-Video wurde die erste "Catwalk"-Show von 44 Label Group eingeleitet. Das Label ist das jüngste Projekt, das vom italienischen Modeunternehmer Claudio Antonioli unterstützt wird.

Gegründet wurde 44 Label Group vom deutschen DJ Kobosil. Es handelt sich um eine dunkle Kollektion, die sich optimal für winterliche Clubgänger in Berlin eignet, besonders im Berghain – der Hochburg der mitteleuropäischen Technoszene, wo Kobosil regelmäßig auflegt.

Kobosil ist in Neukölln aufgewachsen, woher auch der Name des Labels stammt. Und da er in der Schule nicht besonders erfolgreich war, druckt er heute auf seine Sweatshirts die Aufschrift Screwed Up auf. Auf den T-Shirts sind Skeletthände aus Schrauben zu sehen.

Doch das Kernelement der zweiten Kollektion von 44 Label Group sind die Club-Jacken, die zum Teil aus wärmeempfindlichem Nylon gefertigt sind und so beim Anfassen blassweiß werden. Toughe Mode, ohne jegliches Leder, sogar die Bomberjacken sind aus umweltfreundlicheren Stoffen gefertigt.

Für Antonioli, der als New Guards-Gründer mit mehreren Hundert Millionen Euro aus diesem erfolgreichen Unternehmen austrat, ist 44 Label Group ein bedeutendes neues Projekt, das er durch seine Holding Dreamers Factory unterstützt. Antoniolis nächster Schritt: eine zweite Show im März in Paris mit seinem Rock Couture-Label Ann Demeulemeester. Claudio ist ein vielbeschäftigter Mann, wie auch Kobosil.

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