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Von
Fabeau
Veröffentlicht am
09.05.2016
Lesedauer
2 Minuten
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Adidas fokussiert sich neu

Von
Fabeau
Veröffentlicht am
09.05.2016



Adidas will sich vom Geschäft mit Golf-Ausrüstung trennen
Das Golfgeschäft von Adidas ist schon seit längerem ein wunder Punkt in Herbert Hainers fulminanter Comeback-Geschichte. Die Sparte war lange Zeit ein Umsatztreiber gewesen, doch mit dem Abflachen des Golf-Booms flachte auch das Golfgeschäft ab. Der massive Umsatz- und Gewinneinbruch konnte zwar im letzten Jahr weitgehend stabilisiert werden, doch Hainer will kurz vor seinem Abgang auch hier noch einen großen Erfolg „einlochen“.
Nach eingehender Analyse wurde beschlossen, größere Teile der Golfsparte zu veräußern. Verhandlungen mit interessierten Parteien sollen sobald wie möglich aufgenommen werden. Angeboten wird primär das Geschäft mit Golfausrüstung der Marke TaylorMade, die einen Großteil ihres Umsatzes mit Schlägern und Taschen erlöst, sowie die kleineren Marken Adams und Ashworth. Die Marke adidas Golf, die sich auf den Verkauf von Golfschuhen und -bekleidung konzentriert, soll hingegen weiter unter dem Dach der Herzogenauracher fortgeführt und gestärkt werden, teilte der Adidas-Konzern mit. Durch die Abspaltung des Ausrüstungsgeschäfts kann sich Adidas nun auf die Bereiche konzentrieren, die die höheren Renditen abwerfen und in denen Adidas mit Innovation punkten kann.


adidas neo funktioniert offenbar besser über Handelspartner als mit eigenem Retail
Gleichzeitig teilte Adidas mit, dass man plane ausgewählte neo Stores zu schließen. Konkret war die Rede von 16 Stores in Deutschland, der Tschechei und Polen. Die Herzogenauracher hatte die Marke vor gut sechs Jahren an den Start gebracht, um mit modischeren Kollektionen, verstärkte Social-Media-Ansprache und Gesichtern wir Selena Gomez oder Justin Bieber verstärkt jüngere Kunden für die Marke mit den drei Streifen zu begeistern. Hainer erklärte, dass die Marke aber weiter fortgeführt werde, allerdings mit verstärktem Fokus auf das Großhandelsgeschäft: „Wir haben durch unseren eigenen adidas neo Geschäfte viele Einblicke und Erkenntnisse gewonnen. Die Zahlen belegen jedoch, dass wir erfolgreicher sind, wir adidas neo durch wichtige Großhandelspartner anbieten“, erklärte Hainer. Die rund 2.000 von Franchise-Partnern geführten neo-Stores in China sind von der Entscheidung nicht betroffen.
Das einzige Thema, an das sich Herbert Hainer trotz viel Kritik nun nicht mehr vor seinem Vertragsende herantraut, ist die Aufarbeitung der Verflechtungen des Konzerns zum Fußballverband Fifa und dem DFB. Wozu auch? Eine Verbesserung der Zahlen ist damit nicht zu erwarten und die Kunden scheint das Thema ohnehin nur marginal zu interessieren...

Foto: (1) TaylorMade (2) Archiv

© Fabeau All rights reserved.

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Sport
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