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Veröffentlicht am
14.12.2016
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Adlon-Investor verklagt Iduna-Versicherung auf 536 Millionen Euro

Von
DPA
Veröffentlicht am
14.12.2016

Die Fundus-Gruppe von Anno August Jagdfeld zählt zu den größten Immobilienunternehmen in Deutschland. Der Firmensitz ist Düren und Disternich. Geschäftsführer sind Anno August Jagdfeld und Helmut Jagdfeld. Der Hotel-Investor Jagdfeld sieht sich zu Unrecht an den Pranger gestellt. Gegen kritische Anleger-Briefe und eine Strafanzeige schlägt er zurück: Durch die öffentliche Kritik sei ihm ein hoher Schaden entstanden, den Signal Iduna ersetzen müsse.

 


Der Investor des Berliner Adlon-Hotels, Anno August Jagdfeld, verklagt die Signal Iduna-Versicherung auf 536 Millionen Euro Schadenersatz. - Kempinski


Der Investor des Berliner Adlon-Hotels, Anno August Jagdfeld, verklagt die Signal Iduna-Versicherung auf 536 Millionen Euro Schadenersatz. Jagdfeld wirft ihr rufschädigende Äußerungen im jahrelangen Streit um einen Immobilienfonds zur Finanzierung des Berliner Luxushotels vor. Bei dem Prozess an diesem Donnerstag vor dem Landgericht Dortmund geht es darum, ob die Versicherung grundsätzlich schadenersatzpflichtig ist. Falls das Gericht das bejahe, würde später über die Höhe gestritten, sagte ein Sprecher.

Die Versicherung zählt mit fünf Millionen Euro Einlagen zu den Fonds-Investoren. Sie hält die Vorwürfe für haltlos, wie ein Sprecher sagte: "Es gibt keine einzige negative Äußerung der Signal Iduna über Herrn Jagdfeld". Die Kläger sehen dagegen Parallelen zum Fall des Medienkonzerns Kirch, dessen Kreditwürdigkeit der ehemalige Deutsche-Bank-Chef Rolf Breuer in einem Interview infrage gestellt hatte. Die Bank zahlte später nach einem langen Rechtsstreit per Vergleich mehr als 900 Millionen Euro Schadenersatz.

Auslöser des Konflikts waren die aus Sicht mancher Anleger zu geringen Ausschüttungen des von Jagdfeld verwalteten Adlon-Fonds. Die versprochenen vier Prozent Rendite sollen deutlich unterschritten worden sein. Mehrfach soll der Immobilien-Unternehmer die Anleger gebeten haben, auf Geld zu verzichten.

Daraufhin bildete sich eine "Schutzgemeinschaft der Adlon-Anleger", der die Versicherung beitrat. Zudem zeigte Signal Iduna über einen Anwalt Jagdfeld wegen Untreue an, nachdem dieser auf Teile der dem Fonds zustehenden Pacht verzichtet haben soll. Die Untreue-Vorwürfe wurden aber in zwei Gerichtsinstanzen abgewiesen.

Aus Sicht von Jagdfeld hat die Gemeinschaft unter anderem in "Info-Briefen" an die Anleger falsche Behauptungen aufgestellt. Durch eine "Rufmordkampagne" sei Vertrauen zerstört, die Genehmigung neuer Kredite erschwert und so ein erheblicher Schaden angerichtet worden, hieß es aus dem Unternehmen. Dies sei der Versicherung zuzurechnen, die in der Schutzgemeinschaft eine wichtige Rolle spielte. Anleger erwidern, sie hätten nur ihre Rechte zu wahren versucht. Über den von Jagdfeld geführten Fonds hatten rund 5.000 Geldgeber gut 220 Millionen Euro für das bekannte Hotel investiert.

Die Fundus-Gruppe von Anno August Jagdfeld zählt zu den größten Immobilienunternehmen in Deutschland. Der Firmensitz ist Düren und Disternich. Geschäftsführer sind Anno August Jagdfeld und Helmut Jagdfeld. Zu den Luxusimmobilien der Fundus-Gruppe gehörten u.a. auch das Grandhotel Heiligendamm, das Kunsthaus Tacheles in Berlin und das Quartier 206, bei denen es in der Vergangenheit zu Problemen, Schließungen und Abverkäufen kam.

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