Ahlers hat weiter mit Negativtrend zu kämpfen

Ahlers hat auch weiter mit einer Abwärtsspirale zu kämpfen. In den ersten drei Quartalen 2017/18 sind Umsätze und Konzernergebnis trotz Zugewinnen im Jeans-Geschäft und durch Retail-Übernahmen in Russland deutlich zurückgegangen. Dies war allerdings vor dem Hintergrund von bereits rund 100 angekündigten Stellenstreichungen auch zu erwarten. 

Dr. Stella A. Ahlers mit den weiteren Vorstandsmitgliedern Götz Borchert (r.) und Dr. Karsten Kölsch. - Ahlers AG

So sanken die Umsätze um 6,5 Prozent um 11,7 Millionen Euro auf 168 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen belief sich nur noch auf 5,4 Millionen Euro (Vorjahr: 10,9 Millionen Euro). 
 
Aufsichtsrat und Vorstand der Ahlers AG hatten bereits am 13. September die Grundlagenbeschlüsse für ein umfangreiches Maßnahmenpaket getroffen. Dazu gehöre die Fokussierung auf die Kernmarken Baldessarini, Pierre Cardin und Pioneer, organisatorische Verschlankungen und die Reduzierung von Komplexität.

"Ziel ist es, das Unternehmen in einem sich stark verändernden Marktumfeld zukunftssicher und nachhaltig profitabel aufzustellen. So wird die Geschäftstätigkeit der Sportswear-Marke Jupiter mit Auslieferung der Wintersaison 2019 eingestellt. Zudem wird sich Ahlers in Zukunft auf Männermode konzentrieren und die Damen-Aktivitäten bei Pierre Cardin und Pioneer Authentic Jeans beenden. Teile der Logistik werden ab Mitte des Jahres 2019 nach Polen verlagert", so ​die Vorstandsvorsitzende Dr. Stella A. Ahlers. 

Das gesamte Maßnahmenbündel soll zu einem Personalabbau von rund 130 Mitarbeitern, davon voraussichtlich 100 in Deutschland führen. Der Vorstand sei bestrebt, die Stellenreduzierung in konstruktiver Zusammenarbeit mit den Arbeitnehmervertretern durchzuführen und hat dazu Gespräche mit den Arbeitnehmergremien aufgenommen.

In Folge der Veränderungen wird auch Net Working Capital abgebaut. Deshalb entsteht im Umsetzungszeitraum bis Ende 2019 kein zusätzlicher Finanzierungsbedarf. Eine nachhaltige Ergebnisverbesserung erwartet das Management ab 2020.
 
Für das Gesamtjahr 2017/18 erwartet der Vorstand eine Umsatzentwicklung, die prozentual etwas besser ist als die der ersten neun Monate. 2016/17 lag der Gesamtumsatz bei 235,9 Millionen Euro.

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