Ahlers verkleinert Aufsichtsrat

Bei der Ahlers AG stehen weiter alle Zeichen auf Wandel. Nach der Verkleinerung des Vorstands soll nun auch der Aufsichtsrat von sechs auf drei Köpfe verkleinert werden.

Alexander Gedat soll den Aufsichtsrat der Herforder künftig leiten. - Ahlers AG

Ziel sei die Verjüngung an der Spitze des Kontrollgremiums. Außerdem will man im nach wie vor herausfordernden Marktumfeld zu schlankeren und schlagkräftigen Strukturen gelangen, heißt es aus Herford. 

Professor Carl-Heinz Heuer will sein Mandat als Aufsichtsratsvorsitzender demnach mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung im April nach 18 Jahren Tätigkeit niederlegen. Der 65-Jährige war fast 16 Jahre als Vorsitzender des Gremiums tätig.

Professor Julia von Ah (stellvertretende Vorsitzende), Jörg-Viggo Müller und Hans-Joachim Knauf (Arbeitnehmervertreter) haben der Großaktionärin WTW ebenfalls angeboten, ihre Aufsichtsratsmandate mit Wirkung zum Ablauf der kommenden ordentlichen Hauptversammlung am 17. April niederzulegen. 

Bernd Rauch hatte sein Mandat bereits zum 31. Januar niedergelegt. Neu an Bord des Aufsichtsrats soll Alexander Gedat kommen. Der 54-Jährige war bis August 2017 CEO von Marc O'Polo und soll auch den Vorsitz des Gremiums übernehmen.

An seine Seite soll Armin Fichtel treten, bis Ende 2017 CEO der S.Oliver Group. 

Beide Kandidaten zeichne neben ihrer Expertise im Modegeschäft vor allem auch eine tiefe Kenntnis im E-Commerce-Geschäft aus. 

So könnte man bei Ahlers auch gehörige Anstrengungen unternehmen, das kriselnde, vor allem Wholesale-getriebene Geschäft im digitalen Bereich auszubauen. 

Im Geschäftsjahr 2017/2018 musst der Männermode-Spezialist (Baldessarini, Pierre Cardin, Pioneer, Otto Kern) einen Verlust von rund sieben Millionen Euro hinnehmen. Im Vorjahr hatte man noch einen Gewinn von 1,9 Millionen Euro gemacht. 

Vor allem die Verkäufe von Anzügen und Jacken waren enttäuschend. Zusätzlich belastete die schwierige Marktsituation in Osteuropa das Unternehmen. Insgesamt brach der Umsatz dadurch um 5,4 Prozent auf rund 223 Millionen Euro ein.

Dennoch war das vierte Quartal schon wieder stabil gelaufen und konnte sich im Vergleich zum Vorjahr sogar leicht verbessern.  

Den vollständigen Geschäftsbericht will Ahlers am 28. Februar vorlegen.

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