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Übersetzt von
Melanie Muller
Veröffentlicht am
06.04.2017
Lesedauer
3 Minuten
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Alber Elbaz klagt das System der Modewelt an

Übersetzt von
Melanie Muller
Veröffentlicht am
06.04.2017

Star-Designer Alber Elbaz schoss Giftpfeile in Richtung Fashion-Industrie bei der Condé Nast Luxury-Konferenz in Muscat in Oman am Mittwoch, wo er als Gastredner eingeladen war. Er beklagte die übertriebene Angst, den hohen Druck und die allgemeine Unzufriedenheit in der Branche.

Alber Elbaz diesmal unter der Palme, während der Condé Nast Luxury-Konferenzin Muscatin Oman - Astrid Wendlandt



Elbaz, der sein Debüt als Designer bei Guy Laroche und Yves Saint Laurent machte, ist vor allem dafür bekannt, dass er eine der ältesten Modemarken Frankreichs, Lanvin, während seiner 14 Jahre als Kreativchef des Unternehmens, zu einem profitablen Kult-Luxuslabel gemacht hat.
 
Seine überraschende Entlassung im Jahr 2015 schockierte die Modewelt und seitdem leckt der Designer seine Wunden. Momentan denkt er darüber nach, was sein nächster Schritt sein könnte und hat sich mit Investoren über diverse kreative Projekte unterhalten. Die Modewelt wartet gespannt.

Während Lanvin, das Unternehmen von dem Analysten behaupteten, es könnte Frankreichs Antwort auf die italienische Erfolgsstory von Valentino sein, die französische Designerin Bouchra Jarrar beauftragte, um Elbaz zu ersetzen. Seitdem werden die Aufträge in großen Absatzmärkten wie den USA und Russland weniger, was dem Unternehmen Verluste beschert.
 
Elbaz, Redner auf der Condé Nast International Luxury-Konferenz in Muscat in Oman, kommentierte die übertriebene Anzahl an unterschiedlichsten Kollektionen, mit denen große Modemarken wie Gucci, Chanel und Dior durch erhöhte Präsenz in den Medien mehr Käufer in ihre Stores bekommen wollen, um so auf die Konkurrenz der Fast-Fashion-Marken wie Zara und H&M zu reagieren.
 
„Immer wenn ich mit Freunden aus meiner Modefamilie sprechen, höre ich die gleichen Klagen: Zu viele Shows, zu viele Kollektionen. Ist gerade Moskau Fashion Week? Ach nein, es ist ja gerade Fashion Week in Indien. Verwirrung, welche Season gerade gezeigt wird? Herbst/Winter? Frühling Sommer? Ach nein, Resort! Ach nein, Cruise! Mehr und mehr und immer mehr, es ist endlos“, prangert Elbaz an.
 
Einige große Modelabels waren in den vergangenen Jahren durch geringere Nachfrage im Luxusbereich und durch die Konkurrenz kleiner Online-Label, die den Appetit der Kunden nach exklusiveren, handwerklich hochwertigen Produkten stillen, in Bedrängnis geraten. Elbaz kritisierte deshalb die Fashion-Industrie für ihren Mangel an Risikobereitschaft im gegenwärtig schwierigen, ökonomischen Umfeld.
 
„Um etwas zu kreieren, müssen wir mit einem Traum, einer Intuition beginnen. Marketing kommt später, nicht am Anfang. Ja, ich weiß, intuitiv zu arbeiten birgt Risiken. Ich bin mir bewusst, dass Fehleinschätzungen sehr teuer werden können und die Anteilseigner dich eventuell für diesen Fehler feuern werden, aber wir alle wissen: Einige der größten Erfindungen der Geschichte sind entstanden, weil Menschen ihren Intuitionen vertrauten und ihnen gefolgt sind“, sagt Elbaz und erklärte daraufhin die Funktion des Modedesigners heutzutage: „Mein Psychiater fragte mich einmal: Wenn Frauen heutzutage ein neues Gesicht, neue Lippen, neue Brüste, einen neuen Hintern, neue Haare, neue Haut, und Gott weiß was noch, kaufen können, ist dann vielleicht der Körper das neue Kleid? Ist das vielleicht der Grund, warum so viele Designer arbeitslos sind? Und, wenn der Köper das neue Kleidungsstück ist, was ist dann die Rolle für die Designer? Anzuziehen? Oder ausziehen?“, so Elbaz.
 
In diesem Jahr hat Elbaz mit Converse in Japan zusammengearbeitet, um eine neue Premium-Sneaker-Linie "Avant Converse" zu starten. Elbaz entwickelte außerdem eine neue Parfum-Edition mit dem Namen „Superstitious“ für den französischen Dufthersteller Frédéric Malle.

Elbaz arbeitete hierfür mit dem Parfumeur Dominique Ropion, bekannt als „die Nase“ zusammen, der für die am häufigsten verkauften Düfte von Frédéric Malle verantwortlich ist. Für Dominique Ropion war es die zweite Zusammenarbeit mit einem Modedesigner, nachdem er 2013 mit Dries van Noten einen Duft entwickelt hat.

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