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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
12.10.2022
Lesedauer
4 Minuten
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Alexander McQueen defiliert in Greenwich und träumt von Paris

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
12.10.2022

Am Dienstag enthüllte das Haus Alexander McQueen seine jüngste Kollektion. Unter einer riesigen kuppelförmigen Kunststoffmembran präsentierte die Marke im Royal Navy College von Greenwich auf einer erhöhten Plattform eine düstere und zugleich triumphale visuelle Fabel.


Alexander McQueen Frühjahr-/Sommer-Kollektion 2023 in Greenwich - Alexander McQueen


Die Kollektion bot einen Zeitkommentar und eine vorzügliche Kleiderauswahl für anspruchsvolle Frauen. Zu den kräftigsten Looks zählten vier Outfits, die auf den mittelalterlichen Maler Hieronymus Bosch anspielten. Sie griffen die Pest- und Seuchenbilder des niederländischen Künstlers auf und verarbeiteten sie zu stolzen, ausdrucksstarken und bemerkenswerten Kleidern.

Das übergeordnete Thema war die superlativische Schneiderkunst, von einem Modehaus, das zweifellos von der innovativsten Schneiderin der Modebranche geführt wird.

Aufgrund der Queen-Elizabeth-Feierlichkeiten hatten mehrere Marken ihre im Rahmen der London Fashion Week organisierten Schauen auf diese Woche verlegen müssen, darunter auch Roksanda Ilincic und Raf Simons. Das Haus McQueen hingegen hatte ohnehin eine Show außerhalb des offiziellen Programms geplant.
 
Die Eröffnungslooks wurden von McQueens Schneiderkunst bestimmt. Kleider, die vorne zu Corsagen und hinten mit baumelnden Enden ausgearbeitet wurden, Smoking-Overalls mit Power-Schultern und aufgeschlitzten Rücken und Hosen, die Alexander McQueens berühmten "Bumster"-Schnitt zu neuem Leben erweckten.
 
Dazu sensationelle Ganzkörperanzüge mit eingebauten Corsagen mit roten Intarsien oder schwarzem Strickgewebe. Dann sandte Kreativdirektorin Sarah Burton Statement-Stücke über den Laufsteg – wie einen Body mit riesigen Paradiesvogelfransen.
 
Burton ist auch eine sehr begabte Drapiererin. Gesehen beispielsweise an einem brillanten asymmetrischen Lapislazuli-Lederkleid, das zu passenden langen Handschuhen getragen wurde. Rockgöttinnen vom Feinsten. Oder ein Samurai-würdiges schwarzes Lederkleid mit Nackenband, in dem das Model ihre Hände wie Toshiro Mifune anhob. Sarahs wild aufgeschlitzte Kleider aus dichter roter Viskose dürften zudem nicht spurlos an der Branche vorbeigehen.

Von zahlreichen Looks starrte ein allsehendes Auge. Auf einem weißen Polyfaille-Kleid, das wie riesige Blütenblätter geschnitten und zu einem Sport-BH getragen wurde, prangte ein fußballgroßes Auge, wie auch von einem weißen zweireihigen Viskoseblazer. Das größte Auge war auf einem kristallbesetzten Trikot mit integrierten weißen Strümpfen zu sehen, das von Naomi Campbell getragen wurde.

“Ich wollte fragen, wie man in diesen schwierigen Zeiten die Menschlichkeit findet? Es geht darum, die Augen zu öffnen. Das einzigartigste Symbol der Menschheit, jedes ist wie ein Fingerabdruck, absolut einzigartig. Und im Schneiderhandwerk, wo alles chirurgisch genau geschnitten wird, ohne oberflächige Schnörkel. Und ich wollte fragen, wie kann man als Schneider mit den Proportionen des weiblichen Körpers spielen, um zu ermächtigen und zu enthüllen? Es geht um eine Frau, die sich für eine Frau kleidet und nicht für den Blick eines Mannes", erklärte Burton.


Alexander McQueen Frühjahr-/Sommerkollektion 2023in Greenwich - Alexander McQueen


Ein weiteres Element, das Burton zu einer so vorzüglichen Designerin macht ist, dass sie nie buchstäblich zu verstehen ist. Ihr Bosch-Eröffnungslook war tatsächlich einfarbig, und seine Linien waren als sanfte weiße Stickereien zu sehen – keine Farbe, die man mit dem niederländischen Meister in Verbindung bringt. Doch das wohl bemerkenswerteste Bild dieser ganz besonderen Kollektion bildeten die aufgeschlitzten Lederkleider und Overalls mit Couture-würdiger Stickerei aus Boschs Garten der Lüste. Diese Technik wurde vielerorts eingesetzt, bis hin zu den bestickten Stiefeletten.

“Es fühlt sich fast so an, als befänden wir uns wieder in einem dunklen Zeitalter. Das ist auch etwas, mit dem wir uns bei McQueen immer auseinandergesetzt haben – Leben, Tod, Zerstörung und Schönheit. Bei Bosch gibt es eine minuziöse Schönheit, doch sieht man so viel Düsteres, wo doch so viel Schönes da ist", betonte Burton.

Sarah war Alexander McQueens rechte Hand, als er 2006 die heute legendäre Kollektion "Widows of Culloden" entwarf, die sich am Jakobitenaufstand inspirierte. Dieser führte zum blutigen Gemetzel im Jahr 1746, der letzten offenen Feldschlacht auf englischem Boden. Unweit des Veranstaltungsorts der Show befindet sich das National Maritime Museum, mit Flaggen der Schlacht von Trafalgar, dem größten historischen Sieg der britischen Seemacht.

Für CEO Gianfilippo Testa war die Show in London eine Premiere, da er erst seit März für das Haus arbeitet. Er erzählte, dass McQueen in der kommenden Saison nach mehrjährigem Aussetzen eine Rückkehr nach Paris plane, um an der offiziellen Modewoche teilzunehmen. Vor sechs Monaten defilierte das Haus in New York und im vergangenen Jahr in London. Zuvor organisierte McQueen pandemiebedingt zwei Jahre lang keine Live-Shows.

Die Kulisse für die Frühjahr-/Sommerkollektion 2023 von McQueen bildete die elegante neoklassische Fassade des Thames River-Wahrzeichens, eines der bedeutendsten Werke des Architekten Sir Christopher Wren.

Die Models defilierten mit 41 Looks zu einem schwungvollen Soundtrack, darunter auch der Song Transport von Kamil Van Derson. Den Höhepunkt bildete ein dekonstruiertes und wild aufgeschlitztes Brautkleid, das fast ausschließlich mit Bosch-Stickereien geziert war.

Im Hintergrund stand das Royal Observatory, das als Bezug für die Festlegung des Nullmeridians und als astronomisches Observatorium verwendet wurde. Ein passender Ort für eine Kollektion, die als Referenzpunkt für jegliche Diskussion über großartige zeitgenössische Schneiderkunst und stilvolle Kleidung dienen kann.

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