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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
08.06.2022
Lesedauer
4 Minuten
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Alexander McQueens Künstler-Collaboration für die Herbst-Vorkollektion 2022

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
08.06.2022

Das Haus von Alexander McQueen arbeitet für seine Herbst-Vorkollektion nicht mit einer sondern mit zwölf Künstlerinnen zusammen. Gemeinsam kehren sie die klassische Verbindung zwischen der Mode und den bildenden Künsten um.

 


Während sich die Mode unablässig an Künstlern inspirieren lässt, ist es umgekehrt weit weniger geläufig, dass die Mode den Künstlern als Inspirationsquelle dient. Doch genau dies geschieht in dieser Saison bei Alexander McQueen: Kreativdirektorin Sarah Burton vereinte ein Dutzend Künstlerinnen aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen, deren Ideen FashionNetwork.com am Dienstag exklusiv einsehen konnte.

Die Kunstwerke wurden im zweistöckigen Store an der Londoner Old Bond Street neben den Kleidungstücken ausgestellt, die die Künstlerinnen zu ihren Werken inspiriert hatten. Die so entstandenen Kunstwerke waren kühn und brillant oder aber beunruhigend und dunkel. Kaum überraschend, wenn man bedenkt, dass die zweite Show des Hauses Banshee hieß und die vierte Highland Rape.

Die künstlerischen und modischen Entwürfe können während der Ausstellung im Store sowie online erworben werden. Wer aber bis am 21. Juni eine Reise nach London plant, dem wird ein Besuch der Ausstellung wärmstens empfohlen.

In zwei Fällen wählten zwei Künstlerinnen denselben Look. Einerseits handelt es sich um Marcela Correa und Beverly Semmes, die sich beide auf ein ausgeschnittenes kanariengelbes Kleid stützten. Die in Chile geborene Künstlerin Correa ließ sich dadurch zu surrealen plastischen Köpfen anregen, die aus Zeitschriften, Steinen und Papier gefertigt wurden. Die Amerikanerin Beverly Semmes hingegen ließ das Kleidungsstück in ein rosafarbenes Organza-Meer einfließen. Daneben eine genaue Nachbildung ihres schwarzen Labradors, der als ständige Präsenz durch die Entstehung des Kunstwerks führte – ausgestattet mit einem metallenen Hundehalsband, das von einer McQueen-Handtasche stammte.


Bild: Alexander McQueen Herbst-Vorkollektion2022 - DR


Das berühmte ehemalige Model Guinevere van Seenus, ein vielgesehener Gast auf den Laufstegen von Alexander McQueen, entschloss sich für ein relativ einfaches silberfarbenes Kleid, wie auch Cristina de Middel. De Middel schuf ein kurzes Video, in dem sie unter dem Titel "The New Domestic" der Frage nachging, wie Frauen früher zum Status der Hausfrau reduziert und in vier Wänden eingesperrt wurden, aus denen sie ausbrechen. Van Seenus hingegen gestaltete eine Reihe oxidierter Polaroidbilder, die mit Metallic-Couture-Stickereien aus dem Atelier des Hauses abgerundet wurden.

Stoffe führten als wichtiges Leitmotiv durch die Ausstellung – beispielsweise in einem Rohbaumwolle-Wandteppich von Ann Cathrin November Høibo, die sich von einem zarten rosafarbenen Kleid inspirieren ließ. Oder bei der chinesischen Künstlerin Bingyi, deren romantische Vision eine Neuinterpretation eines weißen Kleids als Brautkleid aus zerknülltem naturweißem Papier war, das Stück für Stück aufgetrennt wurde, bis die Braut beim Erreichen des Altars schließlich fast nackt dastand.

"In dieser Saison wollte ich in einen neuen kreativen Dialog eintreten und sehen, wie die Künstler die Arbeit, die wir im Studio entworfen haben, auslegen … Wir wollten, dass die Künstler völlige Freiheit haben, auf die Looks zu reagieren und mit ihren Werken mutige Konversationen entstehen lassen, die zum Denken anregen. Ich hoffe, dass die Besucher genauso inspiriert sein werden, wie wir alle beim Beobachten dieser kreativen Prozesse", erklärte Burton.



Bild: Alexander McQueen Herbst-Vorkollektion2022 - DR


Kunstsammler dürften nicht zuletzt an einer großartigen Schöpfung von Marcia Kure Gefallen finden. Die in New Jersey und Nigeria tätige Künstlerin extrapolierte auf brillante Weise ihr eigenes riesigen Kohlegemälde, das eine kriegerische Herrscherin darstellt, und gestaltete 18 Kopfbedeckungen aus den Überresten von Kriegen in Afrika.

Burtons Fähigkeit, Elemente aus verschiedenen Kleidern in einem kohärenten Look verschmelzen zu lassen, kam in einem brillanten Bustier-/Negligé-Kleid zur Geltung, das Marcia Michael als Arbeitsgrundlage wählte. Die britische Designerin gestaltete aus Zement und Acryl die Skulptur einer dunkelhäutigen Frau, die sie mit Wachs und Schellack abrundete und mit Perlen bestickte. Die Stickerei greift die von Burtons Designteam verwendeten Muster auf.

Jackie Nickerson arbeitete an einem orangefarbenen Flamencokleid, aus dem sie vier großformatige Fotografien einer in schwarzem Packpapier eingehüllten Frau fertigte – ein CO2-Fußabdruck – in Anspielung an die Verschmutzung der Ozeane. Und ein rassiges rotes Lederkleid gab den Anstoß für Jennie Jieun Lees wunderschöne Installation mit einer bunten geschmolzenen Vase mit passenden Blumen in der Mitte. Ein Jeanskleid erschien in Høibos buntem Gemälde einer Nachbarin, die – per Zufall – Katherine McQueen hieß. Darauf war außerdem ein Käfig zu sehen, der in der Runwayshow für die Herbst-/Winterkollektion 2013 verwendet wurde.


Bild: Alexander McQueen Herbst-Vorkollektion2022 - DR


Judas Companion schließlich lieferte den ausdrucksstärksten Beitrag, gestützt auf eine klassische Blazer- und Hosenkombination in Blau und Schwarz. Die Künstlerin ließ die Farben in eine Reihe überlebensgroßer surrealistischer Masken einfließen, deren Grundmaterialien wie Kristallglas, Keramik, Muscheln und Wolle das ständige Nagen des Unterbewusstseins verkörpern.

Die Idee für das Konzept kam Burton während der Weihnachtszeit und sie sprach die Künstlerinnen im Januar darauf an. So hatten alle mehrere Monate Zeit, sich mit ihrer Designauswahl auseinanderzusetzen, während sie ihre Ideen reifen ließen. Dieser Prozess wurde filmisch dokumentiert und die dabei entstandenen Videos sind im Store zu sehen.

Das Ergebnis war ein völlig neuartiges Experiment, in dem der kreative Prozess auf vielfältige Weise angegangen wird. Genau darum geht es bei diesem Modehaus, seinem Gründer und seiner Nachfolgerin.
 

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