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Reuters
Veröffentlicht am
20.02.2019
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Alibaba: Gespräche mit der Metro AG über mögliche Beteiligung am China-Geschäft

Von
Reuters
Veröffentlicht am
20.02.2019

Der chinesische E-Commerce-Riese Alibaba Group Holding Ltd verhandelt mit der Metro AG über eine Beteiligung an den deutschen Großhandelsgeschäften in China, sagten drei Quellen am Donnerstag gegenüber Reuters.

Reuters


Metro und Alibaba lehnten eine Stellungnahme ab.

Die Gespräche befinden sich noch in einem frühen Stadium und könnten noch auseinanderdriften, sagten die Quellen. Alibabas Interesse wurde größer, nachdem der Rivale Tencent im vergangenen Jahr einen Partnerschaftsvertrag mit der französischen Supermarktkette Carrefour unterzeichnete.

Das in den USA börsennotierte E-Commerce-Unternehmen Alibaba, das die Online-Shopping-Plattformen Taobao und TMall sowie die App Ele.me für die Lieferung von Lebensmitteln betreibt, beabsichtigt, eine auf den Handel ausgerichtete Einzelhandelsstrategie zu entwickeln, sagte eine der Quellen. Die Zusammenarbeit mit einem Großhändler wie Metro könnte auch Synergien mit seinen Frischwareneinheiten Hema und Yiguo schaffen, so die Quelle weiter.

Jeder Deal würde die Summe von 22,4 Milliarden HKD (2,53 Milliarden Euro) erhöhen, die Alibaba im Jahr 2017 für eine Beteiligung an Chinas führendem Hypermart-Betreiber, Sun Art Retail Group Ltd, ausgab.

Metro war einst ein ausgedehnter Einzelhandelskonzern, der jedoch in den vergangenen Jahren eine Umstrukturierung vornahm, um sich auf sein Kerngeschäft zu konzentrieren, die Warenhauskette Kaufhof zu verkaufen und sich vom Unterhaltungselektronikkonzern Ceconomy zu trennen.

Das Düsseldorfer Unternehmen versucht auch, seine verlustbringende Real SB-Warenhauskette zu entlasten. Am Dienstag teilte das Unternehmen mit, dass der Verkauf voranschreitet.

Die Metro-Aktie, die in diesem Jahr aufgrund von Spekulationen über ein mögliches Gebot für das Unternehmen und Informationen über Veräußerungen um 16 Prozent zulegen konnte, stieg nach dem Reuters-Bericht um 0,6 Prozent.

"Die anfängliche Aufregung über eine Gebotsprämie wird bald durch die Sorge ersetzt, das Geschäft auszuhöhlen und einen der wenigen Wege für nachhaltiges Wachstum zu streichen", sagte Bernstein-Analyst Bruno Monteyn.

Metro hat 95 Filialen in China und Immobilien in wichtigen Zentren wie Peking und Shanghai, sagte eine der Quellen.

Abgesehen von Alibaba gibt es nach Angaben der Quellen noch weitere Beteiligte an frühen Gesprächen mit Metro. Ein offizieller Verkaufsprozess wird voraussichtlich in Kürze beginnen.

Metro-Chef Olaf Koch sagte am Dienstag, die deutsche Firma prüfe mögliche Partnerschaften mit lokalen Akteuren in China.

Metro und Alibaba sind bereits Partner im Online-Handel in China. "Wir wachsen kontinuierlich und sind dort profitabel", sagte Koch bei der Präsentation der Ergebnisse des ersten Quartals.

Metro berichtete, dass der Umsatz in Asien auf vergleichbarer Fläche im Zeitraum von Oktober bis Dezember währungsbereinigt um 7 Prozent auf 1,04 Milliarden Euro stieg.

Dieser mögliche China-Deal folgt auf ein angebliches Angebot des tschechischen Investors Daniel Kretinsky für die Metro AG, so die Quellen.

Global Commerce (EPGC), das sich im Besitz von Kretinsky und dem slowakischen Investor Patrik Tkac befindet, dürfte über die entsprechenden Finanzierungs- und sonstigen Vorkehrungen verfügen, um bereits im März ein Übernahmeangebot für Metro ankündigen zu können.

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Vertrieb