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AFP
Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
31.03.2022
Lesedauer
2 Minuten
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Alibaba investiert in Augmented Reality und liebäugelt mit dem Metaversum

Von
AFP
Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
31.03.2022

Alibaba investiert 60 Millionen Dollar in das auf Augmented Reality-Brillen spezialisierte Start-up Nreal, wie das Unternehmen am Mittwoch berichtete. Experten sehen dies als den ersten Schritt des chinesischen Onlinehandelsriesen in Richtung Metaversum.


Die Büros von Alibaba in Peking, am 13. April 2021 - AFP/Archives


Die virtuelle Parallelwelt Metaversum wird als nächster großer Entwicklungssprung in der Geschichte des Internets betrachtet. Das Konzept steckt noch in Kinderschuhen, doch soll es den Menschen ermöglichen, sich von physischen Einschränkungen zu lösen und menschliche Interaktionen in drei Dimensionen in einer digitalen Kopie unserer Umwelt zu pflegen. Die Möglichkeiten, die sich durch die Schaffung einer virtuellen "neuen Welt" eröffnen, regen den Appetit der digitalen Branchenschwergewichte an.

Das chinesische Start-up Nreal, in das Alibaba nun 60 Millionen Dollar (53,8 Millionen Euro) investiert, stellt Augmented Reality-Brillen her. Das Start-up mit Sitz in Peking will seine jüngste Finanzierungsrunde für den Bereich Forschung und Entwicklung nutzen. Insgesamt habe Nreal in den vergangenen Monaten 200 Millionen Dollar von seinen Investoren erhalten.

Die Investition von Alibaba ist somit relativ bescheiden, doch wird sie als erster Schritt von Jack Mas Konzern in Richtung Metaversum gesehen. Dieser Eindruck wird durch die Einrichtung einer spezifischen Filiale im vergangenen Jahr noch bekräftigt.

Virtual Reality und Augmented Reality (virtuelle Erweiterung der Realität) gelten als Schlüsseltechnologien für die Nutzung des Metaversums.

Wie Alibaba machen auch andere chinesische Tech-Giganten erste Schritte in diese Richtung. ByteDance (TikTok) hat bereits in mehrere Unternehmen in diesem Bereich investiert und übernahm im vergangenen Jahr den VR-Brillen-Hersteller Pico.

Das chinesische Internetunternehmen Tencent befasst sich seinerseits direkt mit seiner Metaversum-Plattform und stützt sich dabei auf seine Erfahrung als führender Akteur im Videospiel-Markt. Die Suchmaschine Baidu enthüllte im Dezember ihre App XiRang, die als eine der ersten Metaversum-Apps in China präsentiert wurde.

Doch angesichts der zunehmenden Einflussnahme der chinesischen Regierung in der Technologiebranche wagen sich die chinesischen Akteure nur vorsichtig an die neuen Technologien. Zumal die offizielle Presse in den vergangenen Monaten mehrfach vor unverhältnismäßigen Investitionen in die Branche warnte.

In den USA lässt das Metaversum den Akteuren im Silicon Valley jedoch das Wasser im Mund zusammenlaufen. Facebook hat sich diese neue Entwicklung bereits angeeignet und die neue Ausrichtung durch die Umbenennung des Mutterkonzerns in Meta mehr als deutlich gemacht.

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