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Von
Reuters
Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
06.09.2019
Lesedauer
2 Minuten
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Alibaba übernimmt Luxus-Plattform Kaola für USD 2 Milliarden

Von
Reuters
Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
06.09.2019

Alibaba übernimmt die Onlinehandelsplattform des chinesischen Spieleanbieters NetEase, Kaola, für USD 2 Milliarden, um chinesischen Kunden eine weitere ausländische Luxusgüterplattform zugänglich zu machen.


Die 2015 von NetEase gegründete Plattform Kaola bietet chinesischen Kunden Produkte von Gucci, Shisheido und Burberry - Reuters


Gerüchte, wonach chinesische Onlineriesen wie Alibaba und JD sich für Nischensegmente interessieren, um zu wachsen, kreisen schon lange. Nun kündigt Alibaba sein jüngstes Übernahmeprojekt an, während das Wachstum der Online-Shopping-Branche aufgrund des schwächeren wirtschaftlichen Umfelds nachlässt.
 
Die Alibaba-Tochter Tmall bietet nichtchinesischen Marken bereits eine Möglichkeit, auf der Plattform virtuelle Läden zu eröffnen. Im Gegensatz dazu fokussiert Kaola stärker auf eine kuratierte Kollektion für wohlhabende Kunden, und kauft Güter mehrheitlich direkt von den Zulieferfirmen, um sie chinesischen Kunden weiterzuverkaufen.

Die chinesische Kundschaft macht mehr als einen Drittel des weltweiten Umsatzes der Luxusgüterindustrie aus.

"Mit Koala werden wir die Abwicklung unserer Importe und die Kauferfahrung für chinesische Kunden durch Synergien im Alibaba-System weiter verbessern", freute sich Alibaba-CEO Daniel Zhang.

Alibaba will gemeinsam mit der vom Konzerngründer Jack Ma gestützten Private Equity Firm Yunfeng rund USD 700 Millionen in den Musik-Streaming-Dienst von NetEase, NetEase Cloud Music, investieren.

Die 2015 von NetEase gegründete Plattform verfolgt eine aggressive Werbestrategie, die auf chinesische Kunden ausgerichtet ist. Das Unternehmen bietet Produkte von Luxusmarken wie Gucci, Shisheido und Burberry.

Kaola bietet durch seinen Fokus auf grenzüberschreitende Einkäufe einen klaren Vorteil gegenüber größeren Onlinehandels-Akteuren, erklärt Ker Zheng. Zheng arbeitet für das Beratungsunternehmen Azoya, das auf den chinesischen Onlinemarkt spezialisiert ist.

Durch das Angebot einer relativ beschränkten Auswahl beliebter Artikel kann das Unternehmen Großeinkäufe tätigen und niedrige Preise bieten. "Kaola muss nicht um die Zeit der Onlineuser buhlen oder den Einkaufskorb mit günstigeren, nichtimportierten Produkten teilen", so Zheng. Dies sichere dem Unternehmen eine treue Kundenbasis wohlhabender Einkäufer.

Alibaba wird die Kaola-App weiterhin unabhängig unter der aktuellen Marke betreiben. Der Import- und Exportchef von Tmall, Alvin Liu, wird zum CEO von Kaola ernannt, wie der Konzern in einer Pressemitteilung mitteilte.

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