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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
03.12.2020
Lesedauer
4 Minuten
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Am Hauptsitz von Galeries Lafayette sind 185 Stellen gefährdet

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
03.12.2020

Die Galeries Lafayette-Verkaufsstellen durften ihre Türen am Wochenende nach einer einmonatigen Zwangsschließung wieder öffnen. Unter der großen Kuppel des Flagship-Stores am Boulevard Hausmann in Paris bemühten sich die Angestellten um Weihnachtsstimmung. Derweil verhandelt der Konzern ein neues Umstrukturierungskonzept, das 185 Stellen betrifft.


Der Store am Boulevard Haussmann in Paris durfte seine Türen am 28. November wieder öffnen - AFP


Aus Gewerkschaftskreisen wurde bekannt, dass die Geschäftsleitung des französischen Mutterkonzerns der Kaufhauskette Galeries Lafayette und BHV, aber auch der Marken Louis Pion, Mauboussin und La Redoute, gestern ein Projekt zur Straffung der Organisationsstruktur am Hauptsitz präsentierte. Es sei auch ein Freiwilligenprogramm zum Personalabbau vorgelegt worden.

"Die Geschäftsleitung möchte für 132 von rund 1000 Stellen am Hauptsitz ein Freiwilligenprogramm umsetzen. Dieses betrifft auch zehn Stellen in der Konzernbuchhaltung", erklärt David Pereira, Gewerkschaftsvertreter von Sud auf Anfrage von FashionNetwork.com. "Sie hofft, dass sich genügend Angestellte für das Programm interessieren werden, um keinen Sozialplan verhandeln zu müssen".

Außerdem schließt der Konzern die zehn Verkaufsstellen von Lafayette Voyages, da die Geschäftstätigkeit aufgrund der Gesundheitskrise zum Stillstand gekommen ist. Von dieser Maßnahme sind 43 Angestellte betroffen. Weiter sollen in der Abteilung GL Services, die für die Buchhaltung des Konzerns zuständig ist, zehn Stellen gestrichen werden.

Auf Anfrage bestätigte der Konzern die Vorbereitung von Freiwilligenprogrammen. "Wir wurden durch dieses außergewöhnliche Jahr zu diesem Entschluss gezwungen. Die Arbeitnehmervertretungen wurden am Dienstag darüber informiert. Auf Einzelfallbasis ziehen wir auch Umschulungsmaßnahmen in Betracht".

Die Ankündigung kam nicht ganz überraschend. Die Gruppe Le Printemps veröffentlichte beispielsweise bereits Anfang November einen Restrukturierungsplan, in dem die Schließung von sieben Verkaufsstellen vorgesehen ist.

"Bereits 2015 gab es einen Sozialplan am Hauptsitz, da die Support-Stellen teuer waren und keinen direkten Umsatz einbrachten", erinnert sich Fouzia Ouaktouf, Gewerkschaftsvertreterin der CGT an der Verkaufsstelle Haussmann. "Seit mehreren Wochen haben wir von der Geschäftsleitung mehr oder weniger deutliche Hinweise zum Kontext erhalten. Das Risiko ist groß, dass dies auf dem Rücken der Arbeitnehmer ausgetragen wird".

Bei der Präsentation der Konzernergebnisse Mitte November hatte der Geschäftsführer von Galeries Lafayette, Nicolas Houzé, die Situation des Unternehmens nicht verheimlicht. Er verwies insbesondere auf das Ausbleiben der Touristenströme, die im Flagship-Store am Boulevard Haussmann normalerweise 60 Prozent der Kunden ausmachen. 2020 sei der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 50 Prozent eingebrochen.

"Wir stehen an der Schnittstelle von zwei der am stärksten von der Gesundheitskrise betroffenen Branchen: Tourismus und Handel. Der Store am Boulevard Haussmann verzeichnet heute sehr deutliche Umsatzeinbußen", erklärte der Manager am 19. November in einem Fernsehinterview. "Die Auswirkungen sind massiv, auf das Geschäftsjahr gerechnet blieben die Läden rund 100 Tage geschlossen, das hat es noch nie gegeben. Und ich hoffe, dass es dies auch nie wieder geben wird. In diesem Jahr wird der Umsatz nur die Hälfte des Vorjahreswerts betragen".


Die Stores von Galeries Lafayette waren 2020 mehr als 100 Tage geschlossen - AFP


Der Geschäftsführer warnte außerdem, dass nicht sogleich mit einer Rückkehr zu einer Geschäftstätigkeit wie in den Jahren vor Covid-19 zu rechnen sei. "Wir prüfen alle Szenarien. Dasjenige, das uns am wahrscheinlichsten scheint, geht von der Rückkehr der internationalen Kunden im letzten Quartal 2021 aus, in Höhe von rund 30 Prozent des Werts, den wir Ende 2019 verzeichneten. Wir denken nicht, dass wir vor 2024 zu den Werten von 2019 zurückfinden werden. Wir haben intern sehr umfangreiche Sparmaßnahmen eingeführt, die alle Betriebskosten betreffen: Allgemeine Kosten und Personalkosten".

Für die Geschäftsjahre 2020 und 2021 rechnete Nicolas Houzé demnach mit Verlusten, 2022 sollen wieder schwarze Zahlen möglich sein. Dennoch zog der Geschäftsführer zu diesem Zeitpunkt eine Schließung einiger oder mehrere der 58 Läden der Gruppe noch nicht direkt in Betracht. "Unsere Strategie stützt sich auf ein Gleichgewicht zwischen physischen und digitalen Stores", so sein damaliger Kommentar.

Am Dienstag wurde unseren Informationen zufolge kein Projekt enthüllt, das den Ladenpark betrifft. Im Herbst wurde für den Store am Boulevard Haussmann ein längerfristiges Kurzarbeits-Abkommen (APLD) unterzeichnet, die Angestellten arbeiten zu 75 Prozent. Doch die Gewerkschaften sind angesichts der mittelfristigen Perspektiven skeptisch. "Wir befürchten, dass die Umstrukturierung am Hauptsitz nur ein erster Schritt ist", so David Pereira. "Es ist unser Verständnis, dass die Geschäftsleitung davon überzeugt ist, Einsparungen im Personalbereich nicht umgehen zu können. Wir bedauern, dass man sich stets an die Arbeitnehmer wendet, wenn Einsparungen gemacht werden müssen. Wir hinterfragen die seit einigen Jahren erfolgten Beschlüsse, beispielsweise mit dem Store auf der Avenue des Champs-Elysées, wo wir auf die Risiken des Projekts aufmerksam gemacht hatten, aber auch mit der jüngsten Ankündigung der Eröffnung eines dritten Stores in China".

Die Gewerkschaften werden ihre Position zum Projekt vorbringen können. Die ersten Arbeitssitzungen zwischen der Geschäftsleitung und den Gewerkschaftsvertretern, die sich mit der Umsetzung des Umstrukturierungskonzepts befassen, finden am 8., 9. und 10. Dezember statt. Bis zum 15. Dezember muss eine Rahmenvereinbarung ausgehandelt werden, darauf wird das Programm drei Monate lang technisch geprüft. Die konkrete Umsetzung dürfte im Frühjahr erfolgen.

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