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Veröffentlicht am
25.04.2018
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Amazon-Gründer nimmt den Axel Springer Award 2018 in Berlin entgegen

Von
DPA
Veröffentlicht am
25.04.2018

Er ist in Deutschland ein seltener Gast, aber für den Axel Springer Award kam Jeff Bezos, Amazon-Gründer und CEO sowie Eigentümer der "Washington Post", persönlich und in Begleitung seiner Frau MacKenzie nach Berlin.

Friede Springer, Jeff und MacKenzie Bezos, Mathias Döpfner - Axel Springer SE


Nach Mark Zuckerberg, dem Gründer und CEO von Facebook, und dem World Wide Web-Erfinder Sir Timothy Berners-Lee ist Jeff Bezos der dritte Preisträger des Axel Springer Awards, der seit 2016 von Europas führendem Digitalverlag an besonders innovative Persönlichkeiten verliehen wird. Zu "An Evening for Jeff Bezos" kamen 100 Top-Manager und Entscheider aus Wirtschaft und Politik, Gründer, Medienmacher und Künstler in den 19. Stock des Axel-Springer-Verlagsgebäudes. Durch den speziell für den Preisträger konzipierten Abend führte Alyson Shontell, Chefredakteurin von Business Insider US.

Mathias Döpfner: "Deutschland und Europa fehlt global bedeutendes Unternehmertum. Jeff Bezos ist ein Vorbild, denn er hat aus dem Nichts eines der größten Unternehmen der Welt geschaffen, das mehr als 500.000 Menschen Arbeit gibt und mehreren hundert Millionen Kunden weltweit durch sein Handelsmodell das Leben erleichtert. Darüber hinaus hat er mit der 'Washington Post' gezeigt, dass digitaler Journalismus eine großartige Zukunft hat. Mit der Verleihung des Axel Springer Awards an Jeff Bezos geht es uns darum, diese Leistungen zu feiern und junge Menschen darin zu bestärken, ihre eigenen Ideen zu entwickeln, an sie zu glauben und sie zu verwirklichen. Vielleicht sitzt ja in einem der vielen Start-ups in Berlin schon der Jeff Bezos der Zukunft. Wir wollen ihn – oder sie – ermutigen, groß zu denken."

Die Laudatio auf Jeff Bezos hielt John Elkann, Verwaltungsratspräsident des Fiat-Konzerns, der die vielfältigen unternehmerischen und persönlichen Facetten des Preisträgers herausstellte. Unternehmer und Investor Warren Buffet, Microsoft-Gründer Bill Gates, WPP-Gründer Sir Martin Sorrell sowie Filmregisseur und Drehbuchautor Steven Spielberg übermittelten ebenfalls mit Videobotschaften oder persönlich ihre Glückwünsche. Was Jeff Bezos antreibt oder auch nachdenklich macht, das erfuhren die Gäste in einem ausführlichen Gespräch mit Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer SE.

Unter den Gästen waren unter anderem Peter Altmaier, Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Dr. Hannes Ametsreiter, Vorsitzender der Geschäftsführung Vodafone GmbH, Holger Beeck, Vorstandsvorsitzender McDonald's Deutschland, Schauspielerin Iris Berben, Filmproduzent Oliver Berben, Architekt David Chipperfield, Tom Enders, CEO Airbus S.A.S., Model Toni Garrn, Béatrice Guillaume-Grabisch, Vorsitzende des Vorstandes Nestlé Deutschland AG, Musiker Marius Müller-Westernhagen, Sänger Max Raabe, Oliver Reppert, CEO car2go Deutschland, Gisbert Rühl, Vorsitzender des Vorstandes Klöckner & Co SE, Unternehmer Martin Varsavsky, Dr. Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Christian Seifert, Geschäftsführer Deutsche Fußball Liga, der Bundesminister für Gesundheit Jens Spahn, Unternehmer Frank Thelen sowie Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen.

Der Axel Springer Award zeichnet herausragende Persönlichkeiten aus, die in besonderer Weise innovativ sind, Märkte schaffen und verändern, die Kultur prägen und sich gleichzeitig ihrer gesellschaftlichen Verantwortung stellen. Der Preis erkennt Geleistetes an und macht Mut zu weiteren Schritten. Gleichzeitig sollen die Preisträger Vorbild für andere sein, ihre eigenen Ideen zu verwirklichen. Das Format der Preisverleihung wird jeweils individuell auf den Preisträger zugeschnitten. Der Axel Springer Award ist ein ideeller Preis ohne Preisgeld. Über seine Vergabe entscheidet der Vorstand der Axel Springer SE nach Vorschlägen von Mitarbeitern des Hauses oder aus der Öffentlichkeit.

Begleitet wurde die Preisverleihung allerdings auch von einer Protestdemonstration. Mehrere hundert Amazon-Mitarbeiter von der Gewerkschaft Verdi und auch Kapitalismus-Kritiker versammelten sich am Dienstagabend vor der Springer-Konzernzentrale in Berlin.

Reuters


Verdi fordert für die Beschäftigten in Amazons Logistikzentren schon seit Jahren einen Tarifvertrag nach den Konditionen des Einzel- und Versandhandels. Auch am Dienstag gab es Streiks. Der US-Konzern, der bundesweit mehr als 12.000 festangestellte Mitarbeiter beschäftigt, verweigert Gespräche darüber – sieht sich aber auch so als "fairer und verantwortungsvoller" Arbeitgeber. "Wir bezahlen in unseren Logistikzentren am oberen Ende dessen, was für vergleichbare Tätigkeiten üblich ist, an allen Standorten in Deutschland mindestens 10,52 Euro brutto pro Stunde", erklärte Amazon am Dienstag.
 

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