Armani Privé inszeniert Show in der italienischen Botschaft

Giorgio Armani kehrt in die Heimat zurück, zumindest für die Präsentation seiner Haute Couture Show in Paris, die erstmals vor der prunkvollen Kulisse der italienischen Botschaft stattfand.

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Armani Privé - Herbst/Winter 2018 - Haute Couture - Paris - © PixelFormula

Armani inszenierte zwei Shows, gefolgt von einer Cocktailparty im Garten der Botschaft, im Herzen des historischen Stadtteils St. Germain. Für die Verabschiedung am Ende der Show gab es nicht wie gewohnt eine kurze Verbeugung des Modeschöpfers, sondern einen Streifzug durch den französischen Palast aus dem 18. Jahrhundert, während er sich mit festem Händedruck bei seinen Gästen Poppy Delevingne und den Schauspielerinnen Juliette Binoche und Kristin Scott Thomas bedankte.

Es war eine umfangreiche Show, die aus 96 Looks bestand. Die Kreationen reichten von koketten Kostümen mit schwarzen Blazern bis zu einem Dutzend knallpinker Stücke, gefolgt von einem glamourösen Finale. 

Dazwischen gab es anmutige Roben aus pechschwarzem Samt – der ideale Look für zukünftige Oscar-Preisträgerinnen. Ein zweireihiges Smoking-Kleid war so makellos geschnitten, dass ein halbes Dutzend Frauen aus dem Publikum voller Bewunderung darauf zeigten.
 
Auch in der ersten Reihe fehlte es nicht an Glamour. Dort nahmen Tina Turner, Roberta Armani, Isabelle Huppert und Elizabeth Debicki Platz. Dabei sah die australische Schauspielerin selbst so anmutig aus, als gehöre auch sie auf den Laufsteg. 

Die Models schritten durch die vergoldeten Empfangsräume der Botschaft, über ihren Köpfen schwebten schwere Kristallleuchter. Das prunkvolle Setting war eher untypisch für Armani, der seine Haute Couture Kollektionen für gewöhnlich vor minimalistischer Kulisse zeigt.

Gleich neben der italienischen Botschaft gab es einen großen Verkehrsstau, da zahlreiche politische Aktivisten vor dem Hotel Matignon demonstrierten, wo der französische Premierminister Édouard Philippe residiert.

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Armani Privé - Herbst/Winter 2018 - Haute Couture - Paris - © PixelFormula

"Wir haben eher zufällig entdeckt, dass die Botschaft verfügbar war, aber ich denke, die Architektur passt gut zu meinem Couture-Stil, vor allem in dieser Saison", erklärte Armani, der neben Scott Thomas für Fotos posierte.

Der italienische Modeschöpfer zeigte die Fertigkeiten seines Ateliers anhand eines eleganten schwarzen Samtmantels, der mit goldenen Applikationen an Armen, Ellbogen und Händen bestickt war. Dann wurde es etwas schrill, mit einem überdimensionalen Hut in pink, der an Zuckerwatte erinnerte und sich eher für den Karneval in Rio de Janeiro als für Hollywood eignet.

Es gab viele dieser pinken Schockmomente, dazu gehörten unter anderem einige prächtige Organza-Bustier-Kleider mit Kristallen und ein riesiger pinker Straußenfedermantel.

Insgesamt eine divenhafte Kollektion.

Übersetzt von Eva Bolhoefer

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