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Asos veröffentlicht nach logistischen Schwierigkeiten steigenden Umsatz und sinkenden Gewinn

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
today 16.10.2019
Lesedauer
access_time 3 Minuten
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Asos veröffentlicht mit den Ergebnissen für das vergangene Geschäftsjahr erneut Wachstumswerte, bei denen viele Rivalen vor Neid erblassen. Dennoch liegt dieses Wachstum weit hinter den Rekordwerten, die in früheren Jahren erzielt worden waren. Auch die sinkenden Gewinne trüben die Erfolgsgeschichte von Asos.


Asos


Der Vorsteuergewinn brach um 68 Prozent auf GBP 33,1 Millionen (EUR 38,4 Mio.) ein und der Gesamtgewinn schrumpfte von GBP 82,4 Millionen (EUR 95,6 Mio.) auf GBP 24,6 Millionen (EUR 28,5 Mio.). Der Umsatz stieg 'lediglich' um 13 Prozent, währungsbereinigt gar nur um 12 Prozent, auf GBP 2,733 Milliarden (EUR 3,17 Mrd.). Im Einzelhandel ergab sich dieselbe Wachstumsrate mit einem Ergebnis von GBP 2,657 Milliarden (EUR 3,08 Mrd.). In Großbritannien stieg der Einzelhandelsumsatz um 15 Prozent auf GBP 993,4 Millionen (EUR 1,15 Mrd.), im internationalen Markt ergab sich in dieser Sparte ein Plus von 11 Prozent (währungsbereinigt: 10 Prozent) auf GBP 1,664 Milliarden (EUR 1,93 Mrd.). Der Einzelhandel in der EU stieg dabei um 12 Prozent, in den USA ergab sich ein Plus von 9 Prozent und in den verbleibenden Märkten von 12 Prozent.

Offensichtlich ist es für ein reiferes Unternehmen mit Expansionsplänen wie bei Asos schwieriger, so spektakuläre Zuwachsraten zu verzeichnen wie früher. Dennoch stieg die Anzahl aufgegebener Bestellungen im vergangenen Jahr im gesunden Rahmen um 14 Prozent auf 72,3 Millionen.

Ist für die Zukunft mit zurückhaltenderen Ergebnissen zu rechnen? Ja, wahrscheinlich. Doch die Investitionen des Unternehmens scheinen sich auszuzahlen. Der Jahresabschluss sei mit einem stärkeren Wachstum von 15 Prozent und einem Anstieg der Website-Besuche um 20 Prozent im vierten Quartal ermutigend gewesen. Das Unternehmen hatte in mehreren Regionen offensichtlich mit Schwierigkeiten zu kämpfen, doch grundsätzlich wurden zum Ende des Geschäftsjahrs in fast allen Bereichen Verbesserungen verzeichnet.

LOGISTISCHE SCHWIERIGKEITEN

Dies nicht zuletzt durch die Behebung der Schwierigkeiten im zentralen Euro Hub mit verschiedenen Automatisierungs- und mechanischen Problemen, die die Bestellabwicklung deutlich beeinträchtigten. In den USA seien der "Produktausgleich und der Lageraufbau" zudem "auf einem guten Weg".

CEO Nick Beighton gab sich vorsichtig optimistisch und erklärte, das abgeschlossene Geschäftsjahr sei eine "entscheidende Phase" gewesen, in der "wir umfangreiche Investitionen getätigt und die Kapazitäten unserer globalen Plattform gestärkt haben, um unser zukünftiges Wachstum abzustützen. Leider führte dies zu größeren Störungen als ursprünglich erwartet. Wir haben jedoch deutliche Fortschritte zur Lösung [dieser Probleme] gemacht".

Das Unternehmen ist gut aufgestellt, wobei 60 Prozent des Umsatzes aus internationalen Geschäften stammen. Das riesige internationale Potenzial der Marke ist augenscheinlich geworden, nachdem Schweden und die Niederlande nach dem "Launch der regionalen Websites herausragende Ergebnisse" erzielten. Asos hat vor Kurzem neue regionale Plattformen für Dänemark und Polen eingeführt. Und trotz logistischer Schwierigkeiten in den USA verspüre die Marke im amerikanischen Markt noch "deutliches Wachstumspotenzial", nicht zuletzt da die Kunden "gut" auf das in Zusammenarbeit mit Klarna eingeführte Ratenzahlungsangebot reagiert haben.

Asos ist bestrebt, zu höheren Wachstumszahlen zurückzufinden. Das Unternehmen hat sein Führungsteam umstrukturiert, um die ehrgeizigen Ziele für das Geschäftsjahr 2020 erreichen zu können. Hinzu kommen neue Funktionen wie ein Chief Growth Officer, aber auch im Vertrieb und in der Personalabteilung sowie strategische Positionen zur Unterstützung von CEO, CFO, CIO und COO.

PRODUKT-FOKUS

Asos arbeitete darüber hinaus intensiv an seinem Produktangebot und bezeichnete den jüngsten Launch von Collusion einen "großen Erfolg". Die Kollektion wurde auf der Website mindestens 2 Millionen Mal gesucht.

Auch das Activewear-Angebot sei gut gewachsen, und damit Asos 4505. Das Unternehmen hege "bedeutende Wachstumspläne für die nächste Saison". Die Eigenmarke Asos Design wurde gestärkt und baute ihren Anteil im vierten Quartal auf 40 Prozent des Gesamtproduktangebots aus.

In der Womenswear liefen Kleider besonders gut, nicht zuletzt diejenigen mit Tierprint, Stickereien und Modelle aus Satin. Die auf spezifische Kundensegmente ausgerichtete Produktauswahl, darunter beispielsweise Asos Design Luxe und das Modest Fashion-Angebot, schnitten ebenfalls "sehr gut" ab. Letzteres "fand in Großbritannien, Deutschland und den USA großen Anklang".

Bei den Herrenkollektionen verzeichnete das Unternehmen mit dem Wachstum von Asos Designs im zweiten Halbjahr zweistellige Zuwachsraten, wo im ersten Halbjahr lediglich ein Plus von einem Prozent erzielt worden war. Hervorzuheben ist der Erfolg von Neonfarben und Utility-Kleidern, mit der Rückkehr der Cargo-Hosen. Außerdem "ergab sich eine Verbesserung in der Entwicklung des Tailoring-Angebots, das zu Beginn des Jahres sanfter gestartet war“.

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