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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
01.06.2023
Lesedauer
4 Minuten
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Astonishing Hermès – Erstaunliche Show in der Camargue

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
01.06.2023

"Sei zu Dir selbst aufrichtig" und das war Hermès mit Astonishing Hermès in der Tat. Das Luxushaus bot mit Performancekunst und Pferdeballett am Dienstagabend eine Hommage an die edlen Pferde der Camargue, dem größten Sumpfgebiet Europas.

Hermès - FNW


Die Show zelebrierte das überragende Thema, das Hermès für das Jahr 2023 gewählt hat: Astonishment – z. dt. Erstaunen. Die außergewöhnliche Veranstaltung kam gänzlich ohne Markenlogo, Monogramm oder H aus. Dennoch lieferte die ikonische französische Marke eine aufschlussreiche Meditation über Kunsthandwerk, Tradition und Artistik, in einer der schönsten Regionen Frankreichs.

In erster Linie zeigte Hermès eine Hommage an eine der Hauptinspirationsquellen des Hauses: Pferde. Hermès wurde 1837 in Paris als Zeugmacher eröffnet, das Logo des Unternehmens ist eine herzogliche Pferdekutsche. Vor der glühendroten Abendsonne ritten Dutzende weiße Camargue-Pferde in den Horizont, rasten über schilfbedecktes Sumpfland, Weiher und Kanäle und wühlten dabei das Wasser kräftig auf.

“Wir wollten das Pferd in den Mittelpunkt der Veranstaltung rücken. Besonders da die Camargue so erstaunliche Pferde hervorgebracht hat", erklärte Kreativdirektor Pierre Alexis Dumas.

Einer der zahlreichen dramatischen Momente des Abends begann mit einer Performance der Elektro-Folk-Sängerin Lyra Pramuk vor einem Segelflieger, der auf geheimnisvolle Weise am Rand eines ausgedehnten Teichs landete. Sie wurde von mehreren Tänzern begleitet, wie auch von Rattenfänger Emiliano Maggi, der das Publikum mit einem fröhlichen Tanz zum Kern des Geschehens begleitete.

Die Gäste nahmen auf einer für die Veranstaltung errichteten Plattform Platz, die wie durch ein Wunder über die Camargue ragte. Die Show fand in einem riesigen Regionalpark im Rhone-Flussdelta statt. Es handelt sich um einen der größten Flüsse Frankreichs. Gäste mussten in den von Hermès zur Verfügung gestellten Gummistiefeln durch einen Kanal waten, um ihre Plätze zu erreichen. Dann wurden sie von einem Konzertchor begrüßt, dessen Mitglieder in den schlammigen Grautönen des Kanals gekleidet waren. Kaum überraschend, transportiert die Rhone doch jährlich schätzungsweise 20 Millionen Quadratmeter Schlamm, wodurch die Küstenlinie jedes Jahr um ein paar Meter erweitert wird.
 

Hermès - FNW


Organisiert wurde die Veranstaltung von La Horde, einer kreativen Gruppierung des Nationalballetts von Marseille. Diese ist bekannt dafür, Film, Performance und Tanz zu verbinden. Es folgte eine poetische Dressureinlage der südfranzösischen Pferdetruppe Hasta Luego. Prächtige Hengste tänzelten, vollführten Pirouetten und standen auf den Hinterbeinen, während sie komplizierte Muster zeichneten und die Hufe rhythmisch stampften. Darauf folgte eine komplexe Vorführung eines akrobatischen Reiterquartetts, anmutig und furchtlos.

Zum Höhepunkt erschien eine Herde halbwilder Schimmel, geführt von zwölf Reitern – im regionalen Dialekt gardians genannt – die im Lampenlicht einen letzten Pass erklommen, während sich das Publikum zu einer langen Standing Ovation erhob. Angeführt wurden die Reiter von Henri Laurent, einem charmanten grauhaarigen 89-Jährigen, der als Rancher oder Manadier stolz mit Filzhut und kurzer Reiterjacke paradierte. Bemerkenswerterweise tragen die meisten Camargue-Pferde, die ihr Leben auf dem sanften Weichboden der Region verbringen, keine Hufeisen.

"Ich denke, wir waren soeben Zeugen eines Wunders, zwischen der Grand-Rhône und der Petit-Rhône. Das wäre alles ohne die unglaubliche Großzügigkeit von Henri und Annie Laurent nicht möglich gewesen", sagte Pierre-Alexis beim Abendessen, mit Verweis auf die Familie, auf deren Hof Astonishing Hermès organisiert wurde.

Das Abendessen in der Stierkampfarena der Laurents wurde vom Kultkoch Armand Arnal gastronomisch betreut. Der Inhaber des Sternerestaurants La Chassagnette kombiniert als Botaniker Elemente der Camargue mit japanischer Küche und regionalen Produkten. Er bot ein exotisches und rein vegetarisches Menü, mit Assoziationen wie rote Beete und Hibiskus-Himbeeren, Mandel-Aioli, Zwiebeln aus Mallorca und goldenem Camargue-Risotto.

Hermès wählt seit 1987 jedes Jahr ein neues Thema als Leitmotiv. Damals kam Pierre-Alexis’ Vater Jean-Louis Dumas auf diese Idee. Als brillanter Konzeptionist führte er Hermès zur Zusammenarbeit mit unglaublich vielfältigen Schöpfern – von Parfümeuren in Jodhpur bis hin zu Tuareg-Silberschmieden.


Hermès - FNW


Hermès lädt seine "Community" meist an unerwartete Standorte ein, um neue Konzepte zu enthüllen – vom nördlichen Polarkreis in Norwegen bis hin zur Governors Island in der Bucht von New York. Die jüngsten Jahresthemen lauteten "In the Pursuit of Dreams" (2019) und "An Odyssey" (2021).

Die Einladungen sind jeweils sehr mysteriös. Die Gäste werden gebeten, zu einem gewissen Zeitpunkt an einem Bahnhof oder Flughafen bereitzustehen, das Endziel wird jedoch nicht genannt. In diesem Jahr bestand die offizielle Einladung aus einer Sumpfland-Zeichnung, im Hintergrund war eine entfernt gelegene Ruine zu erkennen. Bekanntgegeben wurde nur der Treffpunkt – der Bahnhof Gare de Lyon in Paris.
 
Insgesamt nahmen rund 120 Gäste im TGV nach Avignon Platz, bevor sie dann zu regionalen Bauernhöfen gefahren wurden. So auch Mas De Peint, wo rund um ein Werksteinhaus aus dem Jahr 1602 herum Pferde, Stiere, Reis und Melonen heranwachsen.

Die musikalische Abendbegleitung stammte von der spanischen Gitarrenband Sol y Arte, die für ihre moderne Interpretation von Zigeunermusik bekannt ist. Die Gruppierung stammt aus der Region, genauer gesagt dem naheliegenden Saintes-Maries-de-la-Mer, wo die Petit-Rhone ins Mittelmeer fließt.
 
Während der ganzen Reise wurde kein einziges Produkt präsentiert oder aggressives Brand Building betrieben. Es war ein außerordentlich künstlicher Ausdruck der Quintessenz von Hermès – einzigartige Qualität, gefertigt von engagierten und begabten Kunsthandwerkern, inspiriert von unterschiedlichen kreativen Köpfen und Kulturen. Und obwohl Hermès einen absoluten Gegenpol zu aggressiven Verkaufsstrategien bildet, ist der Erfolg des Unternehmens bemerkenswert. Im vergangenen Jahr erzielte Hermès EUR 2,991 Milliarden Gewinn bei einem Umsatz von EUR 11,6 Milliarden.

“Wir setzen unsere Arbeit bei Hermès fort und schaffen Produkte mit zeitgenössischer Tradition. 'Astonishment’ – Erstaunen – ist die Fähigkeit, uns selbst zu überraschen und neu zu erfinden. Wir sind Kunsthandwerker, die Produkte sorgfältig von Hand fertigen und was besonders erstaunlich ist, dass so viele Menschen diese kaufen wollen. Das ist 'astonishing'", sagte Pierre Alexis lächelnd.
 

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