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Von
Fabeau
Veröffentlicht am
02.12.2014
Lesedauer
2 Minuten
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Aus Bread & Butter wird „Breadling"& Butter

Von
Fabeau
Veröffentlicht am
02.12.2014



Die goldenen Zeiten sind (erstmal) vorbei: Die Bread & Butter kommt im Januar in deutlich reduzierter Version zum Einsatz
Nach dem 10. Jubiläum ging der Bread & Butter irgendwie die Puste aus. Blaue Briefe, gefolgt von großspurigen Ankündigungen, etwa zu Publikumstagen, die dann wieder zurückgenommen wurden, beschleunigten die Talfahrt der Messe. Insbesondere die Aussage vom letzten Sommer, wonach die Messe für die Winterausgaben nach Barcelona umsiedeln sollte, wirkten sich fatal aus. Viele eigentlich sehr loyale Aussteller suchten noch im Juli nach Alternativen, um in Berlin zu bleiben. Mustang oder die DK Company werden jetzt bei der kommerzielleren Panorama ausstellen. Fornarina und Floris van Bommel werden bei der Premium residieren. „Unser derzeitiges Business und unsere Ambitionen beziehen sich rein auf Nordeuropa, weswegen der Schritt nach Barcelona für uns nie zur Debatte stand. Für uns war der Wechsel zur Premium der einzig folgerichtige Schritt zur Unterstützung unseres Vertriebsteams. Die spätere Entscheidung der Bread & Butter doch in Berlin zu bleiben, kam zu einem Zeitpunkt, an dem unser Entschluss aus verschiedenen Gründen bereits feststand und verbindlich eingeleitet wurde“, sagt Pepijn van Bommel, Commercial Director. Auch die SEEK, die schon vor dem Barcelona-Fauxpas nicht wenige Marken (u.a. Cheap Monday, Boxfresh oder Barbour) überzeugen konnte, dürfte sich über weiteren Zulauf freuen, ebenso die Bright.

Amputiert, aber nicht tot

Zuletzt kursierten Gerüchten, wovon das drastischste wohl war, dass die einstige Leitmesse der Denim- und Urbanwear-Kultur „pleite“ sei und gar nicht stattfinden werde. So schlimm ist es wohl noch nicht, aber ein Riesen-Tamtam wie in den letzten Jahren wird den Fachbesucher wohl nicht erwarten. Nur rund 200 Aussteller werden zur kommenden Winterausgabe auf dem Flughafen Tempelhof ausstellen. Statt wie zuletzt fünf Hallen wird sich alles in der größten Halle, wo früher die Urban Base untergebracht war, abspielen. Zu den zugesagten Marken gehören u.a. Nudie Jeans, Nobis oder Crocs.

Chance für einen Fresh Start?!

Mit dem deutlich reduzierten Brand-Portfolio kehrt die Bread & Butter fast auf das Niveau aus den frühen Berliner bzw. Spandauer Zeiten aus 2003 zurück, wo damals rund 230 Marken ausstellten. Vielleicht birgt die erzwungene Reduzierung aber auch die Chance für einen Neuanfang. Wenn sich Karl-Heinz Müller auf die Wurzeln besinnt und wieder das zeigt, was „cutting edge“ ist, hat er sich den Zusatz „tradeshow for selected brands“ wohlverdient - und kann dann auch wieder feiern! Visionär genug dürfte er dafür sein. Um die Durststrecke zu überwinden, müsste er aber ein anderes Projekt auf Eis legen. Seine Seoul-Pläne finden offenbar (und nicht überraschend) noch nicht genügend Befürworter bei europäischen Markenherstellern; die Finanzierung des Projektes erweist sich als schwierig. Das heißt, auch hier könnte der vollmundigen Ankündigung wieder ein Dementi folgen. Als Reiseleiter hatte sich Müller ohnehin nicht geeignet - seine Qualitäten liegen anderswo.

Foto: Bread & Butter / © Toni Kretschmer

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