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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
17.05.2021
Lesedauer
2 Minuten
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Authentic Brands will einem Bericht zufolge eine Milliarde Dollar für Reebok bieten

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
17.05.2021

Das Label Reebok wurde vom Mutterkonzern Adidas zum Verkauf ausgeschrieben. Nun soll bereits ein bedeutendes Angebot von der Authentic Brands-Gruppe (Barney’s, Juicy Couture, Nautica, Nine West, Frye, …) eingegangen sein. Wie die New York Post in Erfahrung gebracht hat, soll die Gruppe für den Sportartikelhersteller eine Milliarde Dollar bieten.


Reebok


Ein Angebot, das sehr deutlich unter den USD 3,8 Milliarden liegt, die Adidas 2006 für die Übernahme hingeblättert hatte. Ursprünglich wollte der Konzern mit dem Kauf eine stärkere Position im Wettbewerb gegen Nike erzielen. Doch stimmt der gebotene Betrag mit den Mitte Februar von Marktbeobachtern berechneten Schätzungen überein. Zu diesem Zeitpunkt entschloss sich Adidas offiziell für den Verkauf der Tochtermarke, deren enttäuschende Leistungen für den Konzern ein Dorn im Auge sind.

Weder Adidas noch Authentic Brands haben die Angaben bislang kommentiert oder dementiert.

Die Presseagentur Reuters bestätigte zu Beginn des Monats, dass Adidas Angebote von den chinesischen Konzernen Li Ning und Anta Sports – der 2019 Amer Sports (Salomon, Arc’Teryx, …) übernahm – sowie von der koreanischen Gruppe Fila erwartete. Doch werden diese asiatischen Interessenten durch den Boykott westlicher Marken in China gestört. Dieser wurde vor dem Hintergrund der Polemik um uigurische Zwangsarbeiter in Xinjiang angeordnet. Auch der Fonds Cerberus Capital Management soll sich für die Übernahme des Unternehmens interessieren.

Im Geschäftsjahr 2020 sank der Umsatz von Reebok um 19 Prozent auf EUR 1,4 Milliarden. Das ist weniger als die Hälfte des Werts von 2005, als das Unternehmen von Adidas übernommen wurde. Damals verbuchte Reebok einen Umsatz von EUR 3 Milliarden. Reebok wurde von den Investoren schnell und zunehmend als Hindernis für die Entwicklung des Konzerns kritisiert. Bereits 2014 stand eine mögliche Veräußerung an einen thailändischen Magnaten und an Fonds aus Abu Dhabi zum Gespräch, der Übernahmewert damals betrug rund EUR 1,7 Milliarden.

In den vergangenen Jahren wurde die Marke mit einem kleineren Netzwerk sowie einem überarbeiteten Lifestyle- und Trainingsangebot neu aufgestellt. Die kreative Leitung wurde dem Designer Kerby Jean-Raymond anvertraut, der zahlreiche Collaborations mit Künstlern wie Cardi B in die Wege leitete.
 

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