Bangladesh Accord vor dem Aus?

Laut der Organisation Inkota droht dem Abkommen für Brandschutz und Gebäudesicherheit das Aus, da sich die Regierung in Bangladesch gegen die Weiterarbeit mit dem Accord ausgesprochen hat. Das Abkommen, das von Bekleidungsproduzenten als Reaktion auf die Tragödie von Rana Plaza vor fünf Jahren mit der Regierung beschlossen wurde, läuft am 30. November aus. Die Regierung von Bangladesch will die Kontrollen ab diesem Zeitpunkt wieder selbst übernehmen.

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Erst in der vergangenen Woche hatte das Europäische Parlament schwere Menschenrechtsprobleme in Bangladesch benannt und die Fortführung des Accord angemahnt. "Das Abkommen ist ein glaubwürdiges und wirkungsvolles Programm", sagt Inkota-Referent Berndt Hinzmann. "Es hat die Fabriken in Bangladesch für die Menschen sicherer gemacht, die unsere Kleidung herstellen."

Auch das Bündnis für nachhaltige Textilien müsse hier Flagge zeigen fordert Hinzmann. "Es braucht ein deutliches Signal, damit die Arbeit des Accord der vergangenen Jahre nicht zunichte gemacht wird." Erste kritische Stimmen von deutschen Textilunternehmen wurden bereits laut, darunter Kik, Tchibo, Hugo Boss und C&A, die eine Fortsetzung des Accord fordern.

Für die Mitglieder des Bündnisses ist Bangladesch der wichtigste Markt. Für das Land selbst ist die Textilindustrie ein wachsender Wirtschaftsfaktor. Der Anteil am Bruttoinlandsprodukt beträgt hier mehr als zehn Prozent.

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