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DPA
Veröffentlicht am
29.10.2009
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Bei Hugo Boss macht sich Kostenkur bezahlt

Von
DPA
Veröffentlicht am
29.10.2009

FRANKFURT (dpa-AFX) - Beim Modekonzern Hugo Boss dürfte sich die Kostenkur im dritten Quartal Experten zufolge unter dem Strich bezahlt gemacht haben. Nach einem rückläufigen Gewinn im ersten Halbjahr erwarten die von dpa-AFX befragten Analysten nun wieder ein leicht höheres Nettoergebnis von 70 Millionen Euro.

Hugo Boss
Hugo Boss

Im Vorjahr hatte der Überschuss bei 68,5 Millionen Euro gelegen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sehen die Experten mit 106 Millionen Euro unter dem des Vorjahres von 111 Millionen Euro. Hugo Boss legt am Montag (2. November) seine Geschäftszahlen vor.

In den ersten sechs Monaten hatten Kosten für das Sparprogramm des Konzerns sowie Wertberichtigungen das Ergebnis belastet. Auch im zweiten Halbjahr drohten weitere Wertminderungen, hatte Hugo Boss gewarnt. Durch die Krise und den Währungsverfall haben etliche osteuropäischen Kunden Probleme mit der Finanzierung bekommen. Um Kosten zu sparen, schließt Hugo Boss unrentable Läden und investiert selektiver. Die Kollektionen werden weniger komplex, was die Ausgaben in der Produktion und Logistik reduziert. Personal wurde bereits abgebaut. In diesem Jahr sollen so rund 100 Millionen Euro gespart werden.

UMSATZ WIRD SINKEN - SOWOHL IM QUARTAL ALS AUCH IM GESAMTJAHR

Der Konzernumsatz wird den Experten zufolge im dritten Quartal wegen der Kaufzurückhaltung der Verbraucher von 533 auf 507 Millionen Euro sinken. In der Wirtschaftskrise sitzt bei vielen Kunden das Geld nicht mehr so locker, weswegen sich der Großhandel mit Bestellungen zurückhält. Die Gesamtbranche dürfte im Krisenjahr 2009 in Deutschland ein Umsatzminus von sechs bis sieben Prozent aufweisen. Auch der Hugo Boss-Vorstand erwartet einen Umsatzrückgang im Gesamtjahr, dessen Höhe aber nicht näher benannt wurde. Die um Sondereffekte bereinigte operative Marge (EBITDA) soll dagegen steigen.

Europa ist für Hugo Boss nach wie vor der wichtigste Markt, wachsen konnte der Edelschneider zuletzt aber vor allem in Asien und den USA. Mittelfristig will der Konzern mindestens 40 Prozent seines Umsatzes außerhalb Europas erzielen.

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