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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
21.04.2020
Lesedauer
3 Minuten
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BFC: Co-ed-Plattform statt London Fashion Week Men’s

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
21.04.2020

Seit Mailand und Paris ihre im Sommer geplanten Menswear- und Couture-Schauen abgesagt haben, ist knapp ein Monat vergangen. Der British Fashion Council (BFC) bestätigte nun, dass er an seinen Juni-Schauen festhalte, dabei jedoch auf ein gänzlich digitales Co-ed-Format setzen wolle.


Burberry - Herbst/Winter 2020- Womenswear - Londres - © PixelFormula


Der Dachverband der britischen Modebranche enthüllte darüber hinaus, dass alle Londoner Modewochen "der kommenden 12 Monate" als Co-ed-Veranstaltungen organisiert werden. Das bedeutet, dass die London Fashion Week: Men’s für mindestens ein Jahr de facto ausfallen wird. Der BFC wolle mit dieser Maßnahme "den Designern mehr Flexibilität" ermöglichen.

Unmittelbar wirkt sich diese Entscheidung in der Umgestaltung der vom 12. bis 14. Juni stattfindenden London Fashion Week Men’s in eine "exklusive digitale Plattform" aus. Dies sei "angesichts der aktuellen Situation" erforderlich, so die Veranstalter in einer am Dienstag veröffentlichten Pressemitteilung.

Am 28. März informierten die Branchenverbände Camera della Moda in Italien und die französische Fédération de la Haute Couture et de la Mode über die Verschiebung ihrer Sommerschauen und der Pariser Haute-Couture-Saison. Begründet wurde der Schritt mit den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie. Auch ihr amerikanisches Pendant, der Council of Fashion Designers of America, sagte die Sommerausgabe seiner Modewoche ab.

Der BFC hat jedoch einen anderen Weg eingeschlagen und will seine Schauen auf der Plattform www.londonfashionweek.co.uk präsentieren. Diese richtet sich sowohl an Händler als auch an Konsumenten und stehe im Zeichen der in London vorherrschenden kulturellen Offenheit, Kreativität und der humorvollen Haltung.

Der BFC hat jedoch noch nicht veröffentlicht, welche Designer oder Marken an der Juni-Saison in London teilnehmen werden. Er betonte lediglich, dass die Veranstaltung das Ziel verfolge, den britischen Mode- und Kreativunternehmen dabei zu helfen, den kulturellen Zeitgeist Londons zu nutzen und die Stellung der Stadt als globale multikulturelle Metropole zu betonen. "Die Plattform bringt die Modegemeinschaft zusammen und bietet Multimedia-Inhalte von Designern, Kreativen, Künstlern und Markenpartnern. Weiter fördert sie die Zusammenarbeit und vereint Mode, Kultur und Technologie", so der Verband weiter.

Langfristig will der BFC in London an vier Laufstegsaisons festhalten – im Januar, Februar, Juni und September. Noch nicht fest steht, ob im September auch Live-Schauen vor Publikum gezeigt werden können.

"Wichtig ist, dass wir mit Blick in die Zukunft die Chancen zur Veränderung, zur Zusammenarbeit und zur Innovation nutzen. Viele unserer Unternehmen haben die London Fashion Week schon immer nicht nur als Mode-Plattform geschätzt, sondern auch für ihren Einfluss auf Gesellschaft, Identität und Kultur", erklärte Caroline Rush, CEO des BFC.

"Diese Pandemie führt uns alle dazu, die Gesellschaft, in der wir leben, eindringlich zu hinterfragen und darüber nachzudenken, wie wir danach unser Leben leben und unsere Geschäfte führen wollen. Nach der Krise, so hoffen wir, werden Nachhaltigkeit, Kreativität und Produkte, die man schätzt, respektiert und hegt, im Fokus stehen. Durch die Schaffung einer kulturellen Modewochenplattform nutzen wir die digitale Innovation, um sie unseren heutigen Bedürfnissen optimal anzupassen. Es ist eine Grundlage für die Erschaffung eines globalen Vorbilds für die Zukunft. Designer werden ihre Geschichten teilen und diejenigen, die ihre Kollektionen fertigstellen können, werden diese vor einem breiten globalen Publikum enthüllen. Wir hoffen, dass neben persönlichen Perspektiven in dieser schwierigen Zeit auch haufenweise Inspiration vorhanden sein wird. Denn dafür ist die britische Mode bekannt", so Rush weiter.

Das Angebot umfasst Interviews, Podcasts, Designer-Tagebücher, Webinars und digitale Showrooms zur Umsatzförderung.

Der BFC arbeitet auch mit Marken wie Amazon Launchpad, Facebook, Google, Instagram, Joor, Ordre/Orb360 und YouTube zusammen, um Inhalte auf einzigartige Weise weiterzuentwickeln. Die langjährigen Markenpartner British GQ, Evening Standard, JD.com, inc, Lavazza, LetsBab, Mercedes-Benz, The May Fair Hotel und Toni&Guy haben ihr Engagement für die Juni-Ausgabe erneut bekräftigt.
 

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