Birkenstock: Erster Betriebsrat im Görlitzer Werk gewählt

Geschafft: Die Beschäftigten des Birkenstock-Werks in Görlitz haben erstmals in der Geschichte des Standorts einen Betriebsrat gewählt. Zur Wahl standen 42 Kandidaten, die sich in vier Listen organisiert hatten.

Blick auf das Görlitzer Werk. - BIRKENSTOCK

Die Zusammensetzung des 15-köpfigen Gremiums aus deutschen und polnischen sowie weiblichen und männlichen Arbeitnehmern spiegele die Beschäftigtenstruktur des Werks wider, heißt es seitens des Footwear-Spezialisten.

Im vergangenen Jahr war die vorgelagerte Wahl des Wahlvorstands in den ersten beiden Anläufen gescheitert, weil keine ausreichende Zahl an Kandidaten die erforderliche Stimmenzahl erhielt.

Daraufhin hatte die IG Metall im Oktober 2018 beantragt, das fünfköpfige Wahlgremium im Wege eines Beschlussverfahrens ohne weitere Abstimmung der Beschäftigten gerichtlich einsetzen zu lassen.

Erst auf Initiative der Geschäftsleitung von Birkenstock hatten sich die beiden Wahlinitiativen, die zur Wahl eines Betriebsrates aufriefen, auf einen dritten Wahlgang verständigt, dessen positiver Ausgang den Weg für die eigentliche Betriebsratswahl freimachte.

Die Wahlbeteiligung sei nun mit 70,8 Prozent erwartungsgemäß sehr hoch gewesen. Im nächsten Schritt soll der Betriebsrat zu seiner ersten, konstituierenden Sitzung zusammenkommen – auf der Tagesordnung steht dann u.a. die Wahl des bzw. der Vorsitzenden aus dem Kreis der Betriebsratsmitglieder.

Werksleiter Hilmar Knoll zieht eine positive Bilanz der Wahl: "Die Vorbereitungen für die Wahl verliefen vollkommen unaufgeregt und reibungslos in einem guten Miteinander von Wahlvorstand und Werksleitung. Ich bin zuversichtlich, dass wir nun auch nach der Wahl schnell zu einer konstruktiven Zusammenarbeit finden. Ich danke allen Kolleginnen und Kollegen, die sich zur Wahl gestellt und ihre Stimme abgegeben haben." 

Mit der Wahl eines Betriebsrats und der damit verbundenen Stärkung der Arbeitnehmerrechte kehre auch im Görlitzer Werk ein weiteres Stück Normalität ein, ist Pressesprecher Jochen Gutzy überzeugt. 

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