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Veröffentlicht am
02.04.2020
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2 Minuten
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Birkenstock setzt Produktion aufgrund der Corona-Pandemie vorübergehend aus

Veröffentlicht am
02.04.2020

Ab April lässt Birkenstock zunächst für zwei Monate die Fertigung an seinen deutschen Produktionsstandorten ruhen. Durch die notwendigen Anforderungen an den Gesundheitsschutz der Mitarbeiter sowie erhebliche Beeinträchtigungen in der Lieferkette ließen sich Produktionsabläufe derzeit nicht mehr sinnvoll durchführen, erklärt Birkenstock.

Birkenstock stellt Produktion für zwei Monate ein - Birkenstock

 
Insbesondere die Rohstofflieferanten in Italien und Spanien seien besonders von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen.
 
"Aufgrund des derzeitigen Shutdowns in ganz Europa kommt die Versorgung mit unseren Rohstoffen momentan weitestgehend zum Erliegen. Diese beziehen wir zum Großteil aus Italien und Spanien. Hierbei handelt es sich um die in Europa aktuell am schwersten von der Pandemie betroffenen Länder, die auch bei uns zu erheblichem Arbeitsausfall führt", so Markus Bensberg, CEO Birkenstock Group.

Auch die beiden sächsischen Produktionsstandorte in Görlitz und Bernstadt sind von der Pandemie betroffen, da die Grenzschließung in Polen und Tschechien den polnischen und tschechischen Berufspendlern in der Belegschaft keinen freien Verkehr mehr ermöglicht.
 
Da Birkenstock die aktuelle Frühjahrs- und Sommerkollektion schon ausgeliefert und mit weiteren zehn Millionen Paar Schuhen im Lager vorgesorgt habe, schließe man die Produktion für zwei Monate.
 
"Mit dieser Unterbrechung der Produktion trägt unser Unternehmen seinen Teil zur Eindämmung des Virus bei. In der fertigungsfreien Zeit bereiten wir uns aber intensiv auf eine schnelle Wiederaufnahme des Betriebs vor. Nachdem wir unsere SS20 Kollektion weltweit schon so gut wie vollständig ausgeliefert haben, können wir den Handel auch in allen Ländern sofort mit unseren aktuellen Lagerkapazitäten von zehn Millionen Paar unterstützen, sobald die allgemeine Situation dies zulässt und die Stores wieder öffnen", erklärt Oliver Reichert, CEO der Birkenstock Group.
 
Von der Anmeldung zur Kurzarbeit seien die Mitarbeiter der Produktionsgesellschaften in Sachsen, Rheinland-Pfalz und Hessen betroffen. Nach aktuellem Stand sei die Kurzarbeit für einen Zeitraum von zwei Monaten geplant.
 
Birkenstock stocke das Kurzarbeitergeld nach den mit den Betriebsräten abgeschlossenen Betriebsvereinbarungen deutlich auf, um Nachteile der Mitarbeiter abzufangen. In Abhängigkeit von der verbleibenden Arbeitsbelastung aufgrund der aktuellen Lage könnten auch noch weitere Unternehmensbereiche von Kurzarbeit betroffen sein.
 
Zum Schutz seiner weltweiten Belegschaft setze Birkenstock seit den letzten Wochen bereits weitere Schritte gegen die Ausbreitung des Coronavirus um. Dienstreisen werden seit Beginn der Corona-Pandemie nicht mehr durchgeführt.

Unternehmensinterne Präsenzveranstaltungen seien durch Telefon- oder Videokonferenzen ersetzt worden und soweit möglich werde die Arbeit im Home-Office ermöglicht, damit physische Kontakte auf die absolute betriebliche Notwendigkeit reduziert werde.

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