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Boohoo übersteigt Börsenwert von Asos

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
today 28.06.2019
Lesedauer
access_time 2 Minuten
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Nun ist es so weit: Boohoo überflügelt den konkurrierenden Onlinemodehändler Asos gemessen am Börsenwert. Der Marktwert beider Unternehmen ist hoch und ihre Aktien werden mit Gewinnen gehandelt, von denen andere Händler nur träumen können. Doch die stärkste Dynamik wird zurzeit bei Boohoo geortet.


Knallig und sexy, dazu noch erschwinglich: So stieg der Wert von Boohoo rasant. Hier eine Zusammenarbeit mit Jordyn Woods - DR


Der Börsenwert der älteren Konkurrentin Asos wird auf GBP 2,16 Milliarden (EUR 2,40 Mrd.) beziffert. Aktien werden zurzeit zu 2574 Pence gehandelt. Bei Boohoo sind die Aktien mit 212,4 Pence zwar günstiger, doch gibt es mehr davon, was in einem Börsenwert von GBP 2,47 Milliarden (EUR 2,75 Mrd.) resultiert.

Boohoo sind in jüngster Zeit große Entwicklungssprünge gelungen, wobei die Akquisitionsstrategie eine große Hilfe war. So übernahm das Unternehmen PrettyLittleThing (mit einer phänomenalen Wachstumsrate), Nasty Gal und MissPap.

Obwohl beide Onlinehändler in der Fast Fashion Branche tätig sind, verfolgen sie nicht denselben Ansatz. Asos ist ein Multibrand-Store und bietet darüber hinaus eigene Kollektionen. Der Absatz ist gut, sowohl im niedrigen als auch im hohen Preissegment, in dem Kleidungstücke mehrere Hundert Euro kosten können.

Bei Boohoo zeigt das Preisschild selten mehr als GBP 100 (EUR 111) an, mehrheitlich liegen die Preise weit unter diesem Wert.

Und genau dieser kompromisslose Fokus auf erschwingliche Preise beförderte Boohoo an seine aktuelle Position. Dazu kommt ein Designprofil, das sich an den von den Kardashians bekannt gemachten 'Reality-TV-Look' anlehnt.

Auch die Verbindung zur britischen Reality-Show Love Island kurbelte den Absatz stark an und wirkte als wichtiger Beschleunigungsfaktor für die preisliche Entwicklung der Boohoo-Aktie.
 
Clive Black, Analyst bei Shore Capital erklärte auf Anfrage der "Times", dass der holistische Ansatz im heutigen Kontext entscheidend sei. "Boohoo besitzt, produziert und beschafft einen Großteil der verwendeten Produkte selbst", so Black. "Das Unternehmen kontrolliert seine Betriebskosten besser und kann eine direktere Beziehung zu seinen Kunden eingehen. Asos hingegen ist in erheblichem Maße ein Online-Bekleidungs-Großhändler im Auftrag anderer Personen".

Weiter erklärte der Analyst, dass die von Boohoo anvisierte Zielkunden jünger sind als diejenigen von Asos, dass sie häufiger ausgehen und deshalb auch mehr Geld für erschwingliche Mode aufwenden.

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