Börsengang von Valentino nicht vor Ende 2018

Das italienische Modehaus Valentino will beim Börsengang rund 25 Prozent des Unternehmenskapitals auflegen. Laut einer mit dem Dossier vertrauten Quelle dürfte das IPO jedoch nicht vor Ende 2018 stattfinden.


Das IPO sei nicht durch Liquiditätsbedarf gesteuert - Photo: Valentino

Der 1960 vom italienischen Designer Valentino Garavani gegründete Konzern ging 2012 in den Besitz von Mayhoola über. Der Investmentfonds der katarischen Herrscherfamilie übernahm das Modehaus von der Beteiligungsgesellschaft Permira für rund EUR 700 Millionen.

Bereits Ende 2015 interessierte sich Mayhoola für einen möglichen Börsengang, doch wurde das Projekt Jahr für Jahr verschoben. Gemäß der Nachrichtenagentur Reuters sei der IPO-Prozess noch nicht im Gange und erfolge erst, wenn die Marktbedingungen günstiger seien. Der Börsengang sei außerdem nicht durch einen Liquiditätsbedarf des Unternehmens gesteuert.

"Mayhoola will diesen Vorgang abschließen, um in der Finanzwelt akkreditiert zu werden. Das Modehaus dürfte nach dem Börsengang noch mehr Wert gewinnen", so eine Quelle. Valentino wird voraussichtlich an der Mailänder Hauptbörse, der MTA, notiert. Diese schreibt vor, dass mindestens 25 Prozent des Unternehmenskapitals aufgelegt werden müssen.

Valentino lehnte eine Stellungnahme ab und Mayhoola war für einen Kommentar nicht erreichbar.

Der für seine tiefroten Kleider bekannte Konzern erzielte 2016 EUR 1,1 Milliarden Umsatz und einen Gewinn von EUR 206 Millionen. CEO Stefano Sassi erklärte im Juni, er hoffe im laufenden Jahr auf ein zweistelliges Umsatzwachstum.
 

Übersetzt von Aline Bonnefoy

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