Bottega Veneta ernennt neuen CEO für Europa

Bottega Veneta holt eine Führungskraft von Adidas, die das europäische Team leiten soll. Massimiliano Brunazzo wurde zum neuen CEO der Zone Europa, Mittlerer Osten und Afrika (EMEA) der Kering-eigenen Marke ernannt, wie das Unternehmen gegenüber FashionNetwork.com bestätigte. Vor wenigen Wochen war er noch in der deutschen Adidas-Zentrale angesiedelt, wo er als General Manager der Einheit für die Entwicklung neuer Konzepte für Verbraucher und "Heartbeat Sports" – dem Namen des Sportbekleidungsriesen für Großsportarten in bestimmten Märkten – zuständig war. Nun sei er jedoch nach Mailand zurückgekehrt.

Ein Bottega Veneta Look - Bottega Veneta

Der CEO des italienischen Luxushauses Claus-Dietrich Lahrs hat somit einen Nachfolger für Marc LeMat gewählt, der Mitte 2017 eingestellt wurde und das Unternehmen im Februar verlassen hat, und Brunazzo damit beauftragt, eine Zone zu leiten, die im vergangenen Jahr besonders hart getroffen worden war. Im Jahr 2018 verzeichnete Bottega Veneta einen Umsatzrückgang um 3 % auf 1,109 Mrd. Euro, wovon 82 % auf das unternehmenseigene Filialnetz entfielen. Besonders schlecht entwickelten sich jedoch die Umsätze in den westeuropäischen Filialen der Marke, die gegenüber 2017 um 12 % zurückgingen. Im Rahmen der Präsentation der Jahresergebnisse von Kering betonte die Gruppe, dass die Marke unter einem Rückgang der Tourismusausgaben gelitten habe.

Brunazzo wird es sich daher zur Aufgabe machen, das Geschäft der Marke in Europa umzustrukturieren und die zuvor vom Label angekündigte neue Strategie mithilfe der kreativen Leitung von Daniel Lee umzusetzen. Der Manager war zwei Jahre bei Adidas beschäftigt, nachdem er zuvor von 2011 bis 2016 bei Hugo Boss gearbeitet hatte und die Südeuropa-Zone der Marke leitete. Davor hatte er bereits fünf Jahre bei Adidas verbracht.

Interessanterweise traf Lahrs, der Bottega Veneta seit 2016 leitet, Marc LeMat und Brunazzo während seiner Amtszeit als CEO bei Hugo Boss, die von 2008 bis 2016 dauerte. Es ist zudem das zweite Mal, dass Brunazzo in die Fußstapfen von LeMat tritt, nachdem er bereits 2015 die Leitung der französischen Tochtergesellschaft des deutschen Labels übernommen hatte.

Übersetzt von Felicia Enderes

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