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Von
Fabeau
Veröffentlicht am
15.01.2013
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3 Minuten
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Bread & Butter: Leitwolf präsentiert neue Ideen

Von
Fabeau
Veröffentlicht am
15.01.2013



Große Zeiten stehen bevor: Karl-Heinz Müller blickt zurück und nach vorne
2012 war für die Bread & Butter das erfolgreichste Jahr in ihrer Geschichte, und das, obwohl einige großen Namen nicht mehr auf der Ausstellerliste standen. Messechef Karl-Heinz Müller zeigte sich etwas enttäuscht darüber, dass einige Absagen großer Marken als Schwäche der Messe ausgelegt wurden. Aber mittlerweile ist es bekannt, dass Meltin’Pot, Sixty, Levi’s, CK Calvin Klein, Ben Sherman, Bench, Replay, Guess und andere Big Player nicht gingen, weil es ihnen nicht mehr gefiel, sondern weil es interne Umstrukturierungen und dringendere Probleme gab, als einen Messeauftritt zu organisieren. Und dem Ausstellerportfolio hat die Abwesenheit dieser Namen in seinen Augen auch nicht geschadet. Dennoch versicherte er, dass er mit vielen der großen Namen wie Diesel, Levi’s und CK im „engen Kontakt“ stehe, und wenn sie wieder eine Messe in Deutschland machen, dann natürlich auf der Bread & Butter – „Wo denn sonst?“


In der Urban Base ist ein Restaurant zentraler Meeting Point


Übersichtlicher und günstiger: Alle Stände sind ins Innere gerutscht, die großen an den Rand, die kleinen in die Mitte


Das neue Kernteam um Müller: Joey Elgersma (Head of Marketing), Alex Kernlinger (Sales Director) und Danielle De Bie (Head of Communications)
Trotz weniger bespielter Fläche, zählt das Ausstellerportfolio in dieser Saison immerhin 560 Marken, davon kommen 12% aus Deutschland. Den wichtigsten Ausstellerkreis stellen mit 19% die Skandinavier. Die starke nordische Fraktion macht die starken Veränderungen deutlich. Große Namen aus den USA oder Italien ziehen den Kunden nicht mehr so in den Bann wie früher, und Urbanwear sind längst nicht mehr nur HipHop-Looks, sondern auch smarte Anzüge.
Die Umbrüche, die Marktschwäche vieler großer Namen und auch die wirtschaftlichen Veränderungen waren auch ausschlaggebend dafür, warum Müller im September die Neupositionierung ankündigte und rund einhundert Marken „blaue Briefe“ an die Aussteller verschickte, die zukünftig nicht mehr dabei sein sollten. Dieser Schritt sei notwendig gewesen, um sich als Leitmesse für Urbanwear zu behaupten. In seinen Augen ist die Neupositionierung „eine Investition in die Zukunft“, und dafür war Müller auch bereit, auf 25% seines Umsatzes zu verzichten. Und die Zukunft liegt für ihn nach wie vor in Berlin: „Dafür gibt es keine Alternative, nicht in Europa oder sonst wo“. Dass allerdings immer mehr Organisatoren in die Stadt drängen, um hier ihre Nischen-Plattformen zu etablieren, erfreut ihn weniger. Die neue Panorama hält er allerdings für eine gute Idee, denn sie gibt den Marken, die sonst auf dem Tempelhofer Flughafen standen, eine Präsentationsfläche und erlaubt der Bread & Butter dadurch eine stärkere Profilierung. Und auch die Premium, die ja schon lange in Berlin ist, ergänzt das Angebot seine Messe. Dass allerdings alle Veranstalter trotz seiner Forderung nach Entzerrung auf den Dienstag vorrückten, hilft der Branche nicht. „Nur ein freundlicher Michalsky glaubt weiter an seinen Freitagabend“, konstatierte er trocken.
Müller hat auch schon Ideen für die nächsten Ausgaben: Zur Sommerausgabe soll es eine neue Area geben: Ähnlich wie die L.O.C.K., aber feminin ausgerichtet. Als Vorbild soll die Womenswear-Abteilung seines 14. oz Stores am Ku’damm dienen. Es sollen aber nicht nur traditionelle, sondern auch moderne Marken sein wie etwa Closed, J Brand, Adriano Goldschmied, Cruciani, Drykorn, Fidelity oder Macintosh. Es soll nicht zu stylish werden und auch bestimmt nicht das, was sich für „eine Boutique in Wuppertal“ eignet. Im Zuge der Erweiterung werden sich die anderen Areas verschieben: Urban Fashion und Upper Street rücken nach rechts, Superior kommt nach links.
Gleichzeitig plant er, für Special Interest Gruppen wie etwas Weber, Produzenten, RE Repräsentanten, Anzeigenverkäufer (also alle, außer Einkäufer oder Presse), demnächst für den Zugang zur Messe bezahlen zu. Mit den zusätzlichen Einnahmen soll der Service weiter verbessert werden. Mehr Details sollen alsbald bekannt gegeben werden.

© Fabeau All rights reserved.