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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
27.03.2020
Lesedauer
3 Minuten
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British Fashion Council startet Covid-19-Hilfsfonds für Designer

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
27.03.2020

Am Freitag informierte der Branchenverband British Fashion Council (BFC) über die Einrichtung eines Krisenfonds zur Unterstützung von Kreativschaffenden und Marken während der Coronavirus-Epidemie.


Molly Goddard - Herbst/Winter 2020 - Womenswear - Londres - © PixelFormula


Über die Stiftung BFC Foundation (die alle wohltätigen Aktivitäten der Organisation unter einem Schirm zusammenfasst) stellt der BFC GBP 1 Million für Sofortmaßnahmen zur Verfügung. "Der Großteil geht an die Unternehmen von Designern und ein Teil davon an Studierende, um die kommende Generation kreativer Designer zu unterstützen".

Darüber hinaus startet der BFC eine Spendenaktion, da GBP 1 Million an Hilfsmitteln nicht ausreichen werden.

Der neue Fonds wurde durch die Zusammenlegung der BFC Talentförderung-Stipendien ermöglicht, die normalerweise entweder als frühe Showcasing-Unterstützung von Nachwuchsdesignern oder zur Förderung des Markenwachstums und zur Finanzierung von Werbemaßnahmen aufgewendet werden. Doch da Modeschauen und Events in der ganzen Welt reihenweise abgesagt werden steht Showcasing nun nicht mehr auf der Tagesordnung.

Wie bereits erwähnt, erklärte der BFC, dass "GBP 1 Million ein guter Anfang" sei, doch "die Skala der Bedürfnisse geht weit darüber hinaus und erfordert einerseits von der Regierung einen Einsatz, um gemeinsam an umfangreichen Impulsen für die Branche zu arbeiten und andererseits von der gesamten Industrie und den Individuen, den Covid-19-Krisenfonds mit Spenden zu unterstützen, damit weiteren Unternehmen geholfen werden kann".
Die neue Spendenkampagne benötige "Beiträge, die für das Überleben der Designermarken, die von kreativen Talenten geführt werden und die ganze Branche inspirieren, entscheidend sind".

Für kreative Unternehmen offenbart sich die Krise an mehreren Fronten. Der BFC sucht "Liquiditäts-Unterstützung in Form von Zuschüssen oder langfristigen und risikoarmen Darlehen für Bestellungsstornierungen im Einzelhandel sowie zur Verkaufsförderung und will den Unternehmen helfen, Störungen in der Versorgungskette und einen möglichen Dominoeffekt bei Ausfällen zu bekämpfen". Weiter bittet der BFC zum Schutz von Arbeitsplätzen um die Aussetzung der Mieten für Geschäftsräume und Läden.

CEO Caroline Rush erklärte: "Wir engagieren uns jetzt mehr denn je für die Geschäfte und Menschen, die unsere Branche ausmachen. Mit dem Covid-19-Krisenfonds der BFC Foundation und den gesammelten Spendengeldern hoffen wir britischen Unternehmen, die über die verfügbaren Regierungshilfen hinaus Unterstützung brauchen, zu helfen, um ihre dringendsten Herausforderungen meistern zu können".

Zuschüsse aus dem Fonds können spätestens in sieben Tagen und bis am 10. April beantragt werden. Antragsteller müssen ein etabliertes Designerunternehmen haben, dessen Kollektionen hauptsächlich Damen- und Herrenmode, Accessoires, Modewaren und Edelschmuck umfassen – und nicht Braut- oder Kindermode. Weiter muss das Unternehmen der Bewerber in Großbritannien ansässig sein und im britischen Handelsregister eingetragen sein, es sei denn es handelt sich um ein Einzelunternehmen. Das Unternehmen muss sich im Mehrheitsbesitz des Designers/Kreativdirektors befinden und keine "bedeutende" Fremdkapitalfinanzierung aufweisen. Außerdem muss der beantragte Betrag einem klaren Zweck zugewiesen werden, der dem Unternehmen dabei hilft, das kommende Jahr zu überstehen.

Der Fonds wird bereits von mehreren Partnern des BFC unterstützt, so Arch & Hook, British Vogue, Browns, Burberry, Depop, GQ, JD.com, Label/Mix, Paul Smith, Rodial und Value Retail.

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