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Veröffentlicht am
16.03.2021
Lesedauer
2 Minuten
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BTE: Modeumsätze sinken 2020 um 9%

Veröffentlicht am
16.03.2021

Nach ersten Hochrechnungen des Bundesverbands des Textileinzelhandels (BTE) ist der Umsatz mit Bekleidung sowie Haus- und Heimtextilien im letzten Jahr um rund neun Prozent gesunken. Hauptursache für die negative Entwicklung ist die Corona-Pandemie und die wochenlangen Schließungen der Geschäfte.

shutterstock


Auch ein weiterer Nebeneffekt der Pandemie, die Absagen sämtlicher Events und festlichen Veranstaltungen sowie die Verlagerung des Geschäftslebens ins Home Office, haben die Nachfrage nach den entsprechenden Sortimenten stark beeinträchtigt. 

So sank vor allem die Nachfrage nach Business- und Anlassbekleidung stark. Insgesamt fiel das Marktvolumen von Textilien und Bekleidung im Einzelhandel in Deutschland in 2020 damit auf rund 61 Milliarden Euro.

Die Entwicklung der einzelnen Vertriebsformen und Sortimente verlief laut BTE allerdings unterschiedlich. So sanken die Umsätze des stationären Bekleidungshandels im letzten Jahr um rund 25 Prozent. Sie umfassen die Umsätze von Boutiquen, Modehäusern und vertikale Filialisten.

Enthalten ist dort neben den Umsätzen in den Ladengeschäften auch deren Absatz über Online-Kanäle. Diese sind bei den Multichannel-Anbietern im Corona-Jahr meist gestiegen.

Der stationäre Fachhandel mit Haustextilien kam auf ein Umsatzpari, Heimtextilien-Fachgeschäfte konnten 2020 sogar ein Umsatzplus von fast 10 Prozent erzielen.

Auf den stationären Bekleidungsfachhandel entfiel nach BTE-Hochrechnungen im letzten Jahr ein Umsatz von knapp 24 Milliarden Euro.

Weitere rund sechs Milliarden Euro Umsatz erzielte der Fachhandel mit Heim- und Haustextilien. Zusammen kommen die auf Bekleidung und Textilien spezialisierten Handelsunternehmen damit auf einen Marktanteil von ca. 49 Prozent.

Die auf den Versand- bzw. Onlinehandel spezialisierten Unternehmen haben 2020 rund 16 Prozent mehr Umsatz mit Bekleidung und Textilien erzielt. Der Distanzhandel kam damit nach BTE-Hochrechnungen im letzten Jahr mit textilen Sortimenten auf einen Umsatz von ca. 17 Milliarden Euro. Dessen Marktanteil stieg auf über 27 Prozent.

Die übrigen 24 Prozent des Textil- und Bekleidungsmarktes teilen sich Warenhäuser, Lebensmitteldiscounter und alle anderen Handelsbranchen, die Bekleidung und Textilien verkaufen, aber nicht als Schwerpunktsortiment führen. Der auf diese Betriebsformen entfallende Textil- und Bekleidungsumsatz lag nach ersten BTE-Schätzungen in 2020 bei 15 Milliarden Euro.

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