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Bugatti mit leichtem Minus in 2019

Veröffentlicht am
03.03.2020
Lesedauer
3 Minuten
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Bugatti will 2020 mit einer breit angelegten Media-Offensive weiter in die eigenen Marken investieren. Im Geschäftsjahr 2019 war man, trotz einiger Erfolge und hoher Investitionen von rund 17 Millionen in die Zukunftsfähigkeit, jedoch mit sinkenden Umsätzen konfrontiert.

Geschäftsführung in Familienhand: Julius, Klaus, Wolfgang und Markus Brinkmann (v.l.). - bugatti


So erzielte die Bugatti Holding Brinkmann GmbH & Co. KG mit ihrer Kernmarke sowie den Labels Wilvorst, Pikeur und Eduard Dressler einen Umsatz von 212 Millionen Euro. Das sind 3,9 Prozent weniger als 2018. 

Größter Verlustbringer für die Herforder ist Outdoor-Mode gewesen. Dafür haben sich die Bereiche Strick, Wirk und Hemd sowie Womenswear positiv entwickelt, heißt es aus Herford.

Die weiterentwickelte Womenswear konnte zweistellig zulegen. Mit Store- und Shopflächen ist die Marke im In- und Ausland ebenfalls gewachsen und habe damit ihre strategischen Ziele voll erfüllt.

"Es war ein schwieriges Jahr. Wichtige Umsatzträger unserer Marken entwickelten sich nicht nach Plan. Wir haben aber viele Weichen gestellt und Entscheidungen getroffen, die sich 2020 positiv auswirken werden", blickt der geschäftsführende Gesellschafter Wolfgang Brinkmann optimistisch in die Zukunft.

Ausbau des Retails an Deutschlands Küsten

Der Umsatz im eigenen Retail legte um 15 Prozent zu und macht mittlerweile 16 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Auch die Umsätze im Lizenzgeschäft mit 14 Partnern waren weiter stabil, auch wenn diese im Gesamtumsatz nicht enthalten sind.

Das Inlandsgeschäft der Holding konnte sich 2019 ebenfalls stabil entwickeln. Die Marke profitierte auf dem Inlandsmarkt vor allem vom eigenen Retail-Geschäft. In diesem Bereich legte sie beim Umsatz entgegen dem Branchentrend um 15 Prozent zu. Das Deutschlandgeschäft von Eduard Dressler war jedoch leicht rückläufig.

Zu den bestehenden neun Stores an der Nord- und Ostseeküste sind weitere fünf hinzugekommen. Im Bereich Womenswear wurden mehrere Softshops im Handel platziert. Somit verfügt Bugatti deutschlandweit über insgesamt 327 Store- und Shopflächen.

"Wir setzen das dosierte Wachstum an touristischen Standorten fort, denn wir sind überall dort erfolgreich, wo wir Sortiment, Präsentation und Verkauf steuern", betont der geschäftsführende Gesellschafter Klaus Brinkmann. 

Ausbau der POS-Flächen im Ausland 

Der Exportanteil lag 2019 mit 43 Prozent fast auf Vorjahresniveau. Die Holding exportierte ihre Marken in über 65 Länder weltweit. Hauptexportländer waren erneut Italien, Österreich, Russland, Frankreich, Irland und die Beneluxstaaten. 

Die Kernmarke  hat 2019 im Ausland 29 Store- und Shopflächen eröffnet und damit die Filialdichte weltweit auf 39 Stores und über 600 Flächen ausgebaut.

"Mit den Shop- und Storeflächen erhöhen wir die Sichtbarkeit der Marke auf internationaler Ebene. Diese tragen nennenswert zum Exportumsatz bei", erklärt Julius Brinkmann, der die Verantwortlichkeit für den Export 2018 von seinem Vater Klaus Brinkmann übernommen hat.

2020 ist die Eröffnung dreier Stores in Russland geplant. "Darüber hinaus wird die Entwicklung im E-Commerce-Bereich vorangetrieben, um für uns neue Umsatzpotenziale zu erschließen und die digitale Markeninszenierung auf nationaler und internationaler Ebene weiter auszubauen", so Markus Brinkmann, geschäftsführender Gesellschafter und seit 2018 für die IT verantwortlich.

Investitionen in die Marke 2020

Im Zuge der Digitalisierung will Bugatti ab Mai 2020 außerdem auf das neue Warehouse Management System umstellen und die Waren über das halb automatische Fördersystem papierlos kommissionieren, so dass in den Saisonspitzen schneller ausgeliefert werden könne.

Mit einer breit angelegten Media-Offensive in Print, Online und Social-Media-Kanälen soll 2020 soll zusätzlich weiter in die Markenbildung investiert werden.

Ziel sei es, die Vielfalt und Produktkompetenz der Marke sichtbar zu machen. Eduard Dressler setzt die Zusammenarbeit mit Jazz- und Fotokünstler Till Brönner fort. Pikeur ist weiterhin vom Ausstattervertrag mit dem Deutschen Olympiade-Komitee für Reiterei (DOKR) in Warendorf überzeugt, der bis ins Jahr 2024 reicht.

"Die Mode-Messen am Anfang dieses Jahres sowie die Vororder lassen uns optimistisch ins Jahr 2020 gehen", lassen die Brüder Wolfgang und Klaus Brinkmann wissen.

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