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Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
26.09.2022
Lesedauer
4 Minuten
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Burberry bringt den Strand nach Bermondsey

Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
26.09.2022

Riccardo Tisci nahm Burberry am Montag mit an den Strand. Die Show war aufgrund des kürzlichen Ablebens der Monarchin verschoben worden. Allerdings ging es nicht etwa nach Brighton oder Bournemouth, sondern das Ganze fand in Bermondsey, im Süden Londons, statt.

Burberry - Frühjahr/Sommer 2023 - Womenswear - London - © PixelFormula


Riccardos Konzept: der Strand als demokratisches Bindeglied zwischen den britischen Kulturen und Communities.

Sandtöne gab es zumindest einige zu sehen, unter anderem bei den Eröffnungslooks mit bodenlangen, wirbelnden Röcken oder bei Naomi Campbell in einer wüstenfarbenen Safarijacke über einem lagen Rock.

Während seiner gesamten Amtszeit hat Tisci geschickt mit dem Karomuster des Hauses gespielt, und diese Saison bildete da keine Ausnahme – er zeigte Kombinationen aus dunklem Braun, Schiefergrau und Schwarz auf Materialien wie Spitze und gewachster Baumwolle. Sie wurden zu urbanen Krieger-Parkas, Spitzenblusen und mehrlagigen Chiffonröcken verarbeitet.

Passend zum Meeresthema trugen die Models zentimeterlange Haiohrringe oder maskuline Strandsandalen mit Muschelnieten. Riccardo liebt grafische Oberteile, in dieser Saison kommen sie mit riesigen Haifischmäulern oder Evil Eye daher.

Zu sehen gab es jede Menge Denim, das meiste davon sorgfältig von der Sonne gebleicht, Overalls gepaart mit silbernen Pailletten-BHs, viktorianische Röcke und ärmellose Hemden. Diese viktorianische Stilistik setzte sich in einigen großartigen gotischen Bodycon-Abendkleidern aus geschichtetem Satin und Chiffon fort. Die Herren präsentierten unterdessen großartiges Tailoring, insbesondere in Form eines Acht-Knopf-Blazers, bei dem die beiden obersten Knöpfe am Revers befestigt waren. Häufig in Schwarz, aber auch zwei Modelle in ukrainischem Gelb und Blassblau.

Burberry - Frühjahr/Sommer 2023 - Womenswear - London - © PixelFormula


"Diese Kollektion ist inspiriert vom Strand als einem Ort, an dem sich die Menschheit trifft, ein Punkt, an dem verschiedene Welten aufeinanderprallen. Diese Spannung zwischen An- und Ausziehen, zwischen Enthüllung und Schutz, Unterwäsche und Oberbekleidung, all das fühlt sich aktuell an und ist Teil der modernen DNA von Burberry", so Riccardo Tisci in seinen Programmhinweisen.

Nicht alle von Tiscis Experimenten funktionierten. Ein halbes Dutzend Säulenkleider mit Bademode und Cut-Outs im Schritt und an den Hüften wirkten ein wenig albern. Man konnte an den Gesichtsausdrücken der Models ablesen, dass sie wohl zustimmten. Wie viele andere Tisci-Schauen war auch diese mit 81 Looks zu umfangreich und hätte eine bessere Fokussierung für ein aussagekräftigeres Statement vertragen können.

Dennoch zeigte sich an diesem kühlen Morgen die Anziehungskraft von Burberry auch in der ersten Reihe. Gillian Anderson posierte mit Simone Ashley, der Heldin der zweiten Staffel von "Bridgerton", während Kanye West neben Milly Alcock, dem Nachwuchsstar aus "House of the Dragon", saß.

Ashley trug ein schwarzes Hemdkleid von Burberry mit weichem Kragen, dazu karierte Handschuhe und Domina-Stiefel. Alcock kam in einem weiß-silbernen Flapper-Kleid aus Kunststoff und Metall unter einem schwarzen Trenchcoat. Die beiden modebegeisterten Schauspielerinnen umarmten Tisci herzlich im Backstage-Bereich, ebenso wie Kanye.

Ursprünglich war die Show für Samstag, den 17. September, geplant, wurde aber nach dem Tod der Queen eine Woche vor der Veranstaltung abgesagt.

Burberry hatte geplant, auf dem Trafalgar Square einen Laufsteg mit einem Orchester aufzubauen. Die Vorstellung, dass eine Marke eine Show so nahe am Buckingham Palace in einer Woche der Trauer um die Monarchin veranstalten würde, war jedoch offensichtlich unmöglich. Der führende CEO Jonathan Akeroyd traf daher eine kluge Entscheidung.

Auf die Frage nach den jüngsten Gerüchten, dass Burberry Gespräche mit Daniel Lee, dem ehemaligen gefeierten Designer von Bottega Veneta, über die mögliche Nachfolge von Tisci im nächsten Jahr geführt habe, antwortete CEO Akeroyd mit zusammengekniffenen Augen: "Dazu habe ich nichts zu sagen."

Der Manager, der erst im April zum Unternehmen gestoßen war, wirkte jedoch sehr gut gelaunt. Und dazu hatte er auch allen Grund. Im vergangenen Geschäftsjahr gelang es Burberry, die Pandemie hinter sich zu lassen und den Umsatz um 21 % auf 2,8 Milliarden Pfund zu steigern.

Burberry - Frühjahr/Sommer 2023 - Womenswear - London - © PixelFormula


Berichten zufolge steht Tiscis Vertrag nächstes Jahr zur Verlängerung an, sollte er Burberry jedoch verlassen, kann er erhobenen Hauptes gehen. Auch wenn seine Schauen nicht überall auf Gegenliebe gestoßen sind, hat er doch ein bedeutendes Werk und einige sehr schöne Produkte geschaffen. So auch in dieser Saison mit einer beeindruckenden neuen Tasche aus kariertem oder geflochtenem Leder, die am Unterarm getragen werden kann und wie eine coole Rüstung aussieht.

Darüber hinaus ist Burberry nach wie vor die bedeutendste britische Luxusmarke, wie vier riesige elektronische Werbetafeln beweisen, die Reisende am British Airways Terminal 5 in Heathrow begrüßen.

Bizarrerweise hatte Burberry das London Contemporary Orchestra engagiert, das beim Eintreffen der Gäste eine Viertelstunde lang eine Originalkomposition spielte, während die Models in fast durchgehender Stille liefen. Das verlieh der Veranstaltung eine merkwürdige "Fin de Siècle"-Begräbnisstimmung, die manche als Omen für die Zukunft deuten könnten.

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