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Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
11.12.2020
Lesedauer
3 Minuten
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Capgemini: Weltweit wollen Weihnachtsshopper zurück in die Läden

Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
11.12.2020

Die Pandemie wirkt sich eindeutig auf das Weihnachtsgeschäft aus. Neue Zahlen, die am Donnerstag veröffentlicht wurden, zeigen, dass ganze 76% der internationalen Konsumenten weniger für Geschenke ausgeben als sonst.

Verbraucher auf der ganzen Welt wollen ein physisches und festliches Einkaufserlebnis - Image: Public domain


Dies mag nicht überraschen, wenn man bedenkt, dass die Geschäfte in weiten Teilen Kontinentaleuropas, Großbritanniens und der USA aufgrund eines vollständigen oder teilweisen Lockdown für einen Großteil der Saison vorübergehend geschlossen waren.

Trotzdem sieht die Zukunft vielversprechend aus, denn 62 Prozent der Kunden würden gerne zu ihren früheren Einkaufsgewohnheiten zurückkehren, sobald die Pandemie vorbei ist. 64 Prozent geben laut einer Capgemini-Studie an, dass sie den Einkauf in Geschäften vermissen.

Für diese zweite Studie bezüglich der Feiertagssaison befragte das Unternehmen mehr als 7.500 Leute in Großbritannien, USA, Deutschland, Frankreich, Spanien, den Niederlanden, Schweden, Finnland, Norwegen und Dänemark.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Kunden "in dieser Saison darauf achten, was sie ausgeben". Die 76% der Kunden, die aus Vorsicht weniger ausgeben, könnten somit eine große Enttäuschung für die Einzelhändler sein, von denen 45% eine Umsatzsteigerung erwarten.

Der Rückgang der Ausgaben ist vor allem auf anhaltende Einschränkungen (in 31 % der Fälle) zurückzuführen, die die Kunden daran hindern, in physischen Geschäften einzukaufen. Aber auch ein Rückgang des verfügbaren Einkommens (21%) sowie die Tatsache, dass die Menschen weniger Geschenke machen, weil sie weniger Familienmitglieder sehen (20%), spielen eine Rolle.
 
Diese Faktoren wirken sich auch auf das Kaufverhalten der Verbraucher aus, was der Modeindustrie einen seltenen Auftrieb gibt. Während 48 % der Weihnachtseinkäufe auf lebensnotwendige Dinge entfallen, bevorzugen die Kunden nach wie vor Kleidung (33%) sowie Körperpflege- und Beauty-Produkte (27%) sowie Elektroartikel (17%). Bei der Kleidung stehen in diesem Jahr statt der üblichen Paillettenkleider und High Heels eher gemütliche Loungewear mit einem festlichen Touch hoch im Kurs, aber Einzelhändler haben ihr Angebot inzwischen an die neue Normalität angepasst.
 
Die Tatsache, dass 50% der Verbraucher in dieser Weihnachtssaison eher online einkauften, ist ebenfalls nicht überraschend. 23% gaben an, dass sie mehr lokal produzierte Artikel kauften als in anderen Jahren. 28% der Befragten hatten vor der Pandemie noch nie online eingekauft, aber 50% fühlen sich damit jetzt wohler und sagen, dass sie in Zukunft mehr online einkaufen werden.

Aber wie eingangs erwähnt, sind auch die Prognosen für das physische Einkaufen positiv. Während die Präferenz für das Einkaufen in Geschäften am Black Friday von 39% im letzten Jahr auf 28% in diesem Jahr gesunken ist (laut der ersten Capgemini-Studie zur Weihnachtssaison), deutet diese zweite Studie, die sich ausschließlich auf das Kundenverhalten konzentriert, darauf hin, dass die Käufer unbedingt zum physischen Einkaufserlebnis zurückkehren möchten. Die oben zitierten Zahlen zeigen, dass eine klare Mehrheit wieder wie früher in die Geschäfte gehen möchte.

Aber das Schaufensterbummeln könnte langfristig von der Pandemie betroffen sein, da die Verbraucher wollen, dass die Einzelhändler einige der Gewohnheiten beibehalten, die infolge der Gesundheitskrise eingeführt wurden. 42% geben an, dass kontaktloses Bezahlen und Self-Service-Points sie dazu ermutigt haben, nach dem Lockdown in physische Geschäfte zurückzukehren, und 59% wünschen sich, dass diese Services weiterhin angeboten werden.

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