Capri-Prognose von höheren Ausgaben bei Versace belastet

Capri Holdings Ltd prognostizierte am Mittoch für einen Gewinn für das laufende Quartal unterhalb der Schätzungen. Grund dafür seien starke Investitionen nach dem Kauf der Luxusmarke Versace sowie gesenkte Umsatzziele bei Michael Kors. Die Aktien fielen daraufhin um 7 %.

Photo: Versace

Das Unternehmen hatte neue Stores für Versace sowie für seine Schuhmarke Jimmy Choo eröffnet. Darüber hinaus sponsert es Mode-Events und setzt auf Filmstars, um seine Marken zu bewerben.

"Mit Blick auf die Zukunft wird das Geschäftsjahr 2020 ein Investitionsjahr für unsere Gruppe sein", erklärte CEO John Idol.

Capri hat angekündigt, die Zahl der Versace-Stores von etwa 200 auf 300 zu erhöhen und seine Online-Präsenz zu verstärken, um den Jahresumsatz der Marke auf 2 Milliarden Dollar zu steigern.

Die hohen Ausgaben gehen jedoch zu Lasten der Gewinne. Für das erste Quartal, das im Juni endet, prognostizierte das Unternehmen einen Gewinn pro Aktie zwischen 0,85 bis 0,90 US-Dollar.

Analysten hatten im Durchschnitt 1,23 US-Dollar pro Aktie erwartet, so die IBES-Daten von Refinitiv.

Capri sagte, dass das Quartal auch von niedrigeren Großhandels- und Lizenzumsätzen bei Michael Kors, seinem größten Geschäft, betroffen sei.

Das Großhandelsgeschäft der Marke hat Schwierigkeiten, da die Verbraucher von stationären Geschäften auf Online umsteigen.

Das Unternehmen senkte die Umsatzprognose von Michael Kors für das Gesamtjahr auf 4,45 Milliarden US-Dollar gegenüber seinem ursprünglichen Ziel von 4,55 Milliarden US-Dollar.

"Die vergleichbaren Umsätze von Kors sinken weiter, und eine schwache Prognose für die Marke im Geschäftsjahr 2020 wird wenig dazu beitragen, die Anleger zu beruhigen", so Bernstein-Analyst Jamie Merriman. Die Aktien des Unternehmens sanken vorbörslich um etwa 7 % auf 36,25 US-Dollar.

Capri erzielte dennoch 0,63 US-Dollar pro Aktie ohne Berücksichtigung der Faktoren für das vierte Quartal und übertraf damit die Erwartungen der Analysten von 0,61 US-Dollar.

Der Gesamtumsatz stieg um 13,9 % auf 1,34 Milliarden US-Dollar und übertraf damit knapp die durchschnittliche Analystenschätzung von 1,33 Milliarden US-Dollar, so die IBES-Daten von Refinitiv.

Übersetzt von Felicia Enderes

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