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Carlo Capasa: Camera della Moda plant weiterhin vier Mailänder Modewochen pro Jahr

Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
26.05.2020
Lesedauer
5 Minuten
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Inmitten des Lockdowns fordern Designer eine radikale Änderung der Modebranche, weniger Saisons und Schauen und spätere Termine für die Fashion Weeks. Carlo Capasa, Präsident der italienischen Modekammer Camera della Moda, rechnet jedoch auch in Zukunft mit vier Modewochen pro Jahr. Auch ihren traditionellen Kalender will er beibehalten.


Mailands erste digitale Modewoche findet vom 14. bis 17. Juli statt - Camera Nazionale della Mood Italiana


"Ich bin nach wie vor der Meinung, dass wir zweimal im Jahr getrennte Herren- und Damenmodewochen haben sollten, da es sich um unterschiedliche Branchen handelt. Generell denke ich, dass dies der beste Weg ist, das richtige Gleichgewicht für diese beiden Bereiche zu wahren. Es handelt sich um zwei verschiedene Sektoren mit unterschiedlichen Käufern, Einzelhändlern und Herstellern. Das gilt selbst dann, wenn einige bestimmte Marken vielleicht anders sein und gemeinsame Shows veranstalten möchten, was für sie durchaus in Ordnung ist", erklärte Capasa gegenüber FashionNetwork.com.

Infolge der Covid-19-Pandemie hatte Capasa im April die Entscheidung getroffen, die Menswear-Saison für diesen Juni zu streichen und sie teilweise durch die Milan Digital Fashion Week zu ersetzen, die vom 14. bis 17. Juli stattfinden wird.

Im vergangenen Monat hatte sich eine Gruppe von Designern unter der Leitung von Dries Van Noten, darunter Craig Green, Tory Burch und Thom Browne, für eine langsamere Herangehensweise an die Mode und einen anderen Kalender ausgesprochen. Guccis Alessandro Michele forderte unterdessen in dieser Woche eine umfassende Neuformulierung der Mode. Sie alle schlugen vor, dass Laufstegschauen viel näher an den tatsächlichen Terminen stattfinden sollten, an denen die Kollektionen in die Boutiquen kommen. Capasa betonte jedoch, dass Mailand derzeit plane, die üblichen Laufsteg-Termine für 2021 beizubehalten: Herrenbekleidung Mitte Januar und Juni; Damenmode Ende Februar und September.
 
"Natürlich hängt alles davon ab, dieses schreckliche Virus in den Griff zu bekommen. Aber wir hoffen, nächstes Jahr zu diesen üblichen Terminen zurückzukehren", erklärte der Präsident der Camera, die über den offiziellen Kalender von Mailand entscheidet.
 
"Im Moment sind alle sehr darauf bedacht, alles zu ändern. Aber Veränderung sollte von innen heraus geschehen. Vergessen wir nicht, dass unser Geschäftsmodell in der Vergangenheit immer sehr gut funktioniert hat. Schauen Sie sich die Zahl der jungen Designer an, die heute erfolgreich sind. Also, wie wir auf Italienisch sagen: Non buttare il neonato can l'acqua sporca. Das heißt, schütte das Kind nicht mit dem Bad aus".
 
Capasa nannte mehrere Gründe für die Beibehaltung der Termine.
 
"Ich bin absolut nicht der Meinung, dass Shows abgehalten werden sollten, kurz bevor die Kollektion in den Verkauf kommt. Zunächst einmal bedeutet es, dass eine Kollektion gezeigt wird, die sechs Monate zuvor verkauft wurde. Die Show wird zu einem Merchandising-Projekt, kreativer Ausdruck rückt in den Hintergrund. Sie brauchen also einen Stylisten und Merchandiser, um sie vorzubereiten, und Sie verlieren die Bedeutung des Designers", sagte er.
 
"Zweitens, wenn man das System auf der Grundlage dessen, was man sechs Monate zuvor verkauft hat, melkt, wird man in Bezug auf die Kreativität weit weniger frei. Wir glauben auch, dass es wichtig ist, den Magazinen Zeit zu geben, um Kollektionen zu fotografieren, neue Trends zu präsentieren und die Kunden zu informieren. Und der Verbraucher braucht Zeit, um die neuen Ideen aufnehmen zu können. Zeitschriften bleiben ein wichtiger Teil unserer Community. Wenn wir helfen, diesen Markt abzuschaffen, wird es nur noch Instagram geben. Was keine gute Idee ist", fügte er hinzu.
 
"Wir glauben nicht an reines Marketing. Und ich denke, unsere französischen Freunde in Paris denken genauso. Die Zukunft liegt nicht einzig und allein im Marketing. Sie besteht darin, Träume zu schaffen. Außerdem lehnen wir die 'See now buy now'-Idee ab, auch wenn sie für einige wenige Marken erfolgreich sein kann. Als Burberry oder Tom Ford dies versuchten, hat es nicht sehr gut funktioniert, nicht wahr?"
 
Capasa stimmte jedoch mit den Beschwerden von Van Noten und anderen überein, dass Abschläge einen sehr negativen Einfluss auf die Mode hätten.
 
"Ja, Läden richten sich zu sehr nach der Saison. Es gab zu viele Abschläge. Schauen Sie, was mit Neiman Marcus passiert ist. Wir müssen wieder ins Bewusstsein rufen, dass unser Produkt einen Wert hat. Ja, vielleicht gab zu viel Überproduktion im Bereich Fast Fashion. Und wir im Premium- und Luxus-Segment sind diesem Trend leider zu sehr gefolgt", meinte er.
 
Capasa zeigte sich erfreut darüber, dass Gucci sich zur Teilnahme an der Mailänder Juli-Ausgabe entschlossen hat, auch wenn die Marke die Saison im September in Mailand überspringen will, in der einige Kollektionen live auf dem Laufsteg erwartet werden.
 
"Unser Ziel ist es, zu versuchen, Designern und Marken die beste Möglichkeit zu geben, sich auszudrücken. Egal ob digital oder physisch", betonte Capasa.

Er merkte an, dass die neue Online-Saison im Juli zum Teil nach dem Vorbild des Projekts der Camera vom Februar gestaltet werde. Da chinesische Käufer und Redakteure infolge der Pandemie nicht nach Mailand kommen konnten, realisierte die Camera die "China, we are with you"-Kampagne mit Live-Streams, Backstage-Interviews und Kommentaren für Modefans in China.

"In der vergangenen Saison konnte unsere eigene digitale Version für China 25 Millionen Menschen erreichen, was ich für ein ziemlich gutes Ergebnis halte", sagte der Camera Präsident.
 
Capasa hob zudem hervor, dass seiner Ansicht nach das Zusammenfassen mehrerer Kollektionen zu einer Modesaison in einer Stadt die negativen Auswirkungen auf die Umwelt verringere.

"Wenn man 50 Laufsteg-Shows zusammen zeigt, bedeutet das, dass man den Kohlenstoff-Fußabdruck reduziert, anstatt dass alle an vielen verschiedenen Tagen an verschiedenen Orten ihre Show veranstalten. Das ist logisch", sagte Capasa.

Neben Gucci hat auch Zegna bestätigt, im Juli in Mailand eine "Phygital"-Show zu zeigen. Capasa hofft, dass an der Sommersaison "voraussichtlich zwischen 30 und 40 Marken" teilnehmen werden. Mit Blick auf die Zukunft erwartet er, dass die Veranstaltung im September eine Mischung aus physisch und digital sein wird.

"Ich glaube an die Freiheit; was bedeutet, dass die Welt in Bewegung bleibt. Wo Marken die Freiheit haben, zu tun was immer sie wollen. Einige haben Shows mit einem kleinen Publikum; andere eine virtuelle Show; oder einen Modefilm oder einfach einen Video-Einblick in die Kollektion. Ob es eine Minute oder 30 Minuten dauert, um Ihre Ideen auszudrücken, ist Ihre Entscheidung."

 
 

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