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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
15.09.2022
Lesedauer
7 Minuten
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Carolina Herrera, Tory Burch, Gabriela Hearst und Brandon Maxwell

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
15.09.2022

Trotz der Prekarisierung der Modebranche während der Pandemie ist die High Society in New York wohlauf. Zu den Designern, die sich auf diese Zielgruppe konzentrieren, zählen Wes Gordon für Carolina Herrera, Brandon Maxwell, Tory Burch und Gabriela Hearst.

Keiner von ihnen wurde in New York geboren und alle spielten auf Ideen ihrer Anfangszeit an. Doch zusammen genommen verkörpern sie den Geist der "Stadt, die nie schläft" und die energiegeladenen, inspirierenden und eleganten New Yorkerinnen und New Yorker, die sich ihrerseits inspirieren lassen.

Carolina Herrera: Ein modischer Garten Eden


Schön, wenn ein Designer die DNA einer Marke wirklich achtet. Im vorliegenden Fall: Wes Gordon für Carolina Herrera. Seine jüngste Show brachte dem beliebten Designer eine große Runde Applaus ein.



Carolina Herrera - Frühjahr/Sommer2023 - Womenswear - New York - © PixelFormula


Wie bereits die Gründerin des Hauses designt Wes Gordon für die Reichsten der Reichen. Früher reichte es, eine Einladung zu Carolina Herrera zu ergattern, um zu sehen, wie es sich unter den betuchtesten Bürgerinnen und Bürgern lebte.

Heutzutage sind die Kundinnen und Kunden in der ersten Reihe eher der intellektuellen Art. Wie Maye Musk, ein ehemaliges Model und zugleich die Mutter des eigenartigsten Milliardärs der Welt, Elon Musk. Aber auch die südafrikanische Erfinderin, Wissenschaftlerin und Rednerin Kiara Nirghin, sowie Drag Queen Symone, die Sängerin Ellie Goulding und die Schauspielerin Arden Cho.

Es gibt zwar noch immer ausreichend verwöhnte Schönheiten wie Ivy Getty, deren Großvater Jean Paul Getty einst ebenfalls der reichste Mensch der Welt war, doch überwiegen die Influencer unter den Gästen: Sai De Silva, Chriselle Lim, Mary Leest, Jessica Wang und Diala Maki.

Wes Gordon hat eine treue Gefolgschaft und seine Fans kleideten sich in dieser Saison in Carolina Herrera. Unter den Gästen befanden sich prozentual berechnet mehr Menschen, die das Label trugen, als an allen anderen New Yorker Shows – ein deutliches Anzeichen für seinen Erfolg.

Wes’ Inspiration in diesem Jahr stammte von einem “Lieblingsbook" aus seiner Kindheit, The Secret Garden von Frances Hodgson Burnett. Das Ergebnis: eine hochromantische Vision der modernen Weiblichkeit. Mit Dutzenden Blumenprints – Mohnblumen, Pfingstrosen, Schwertlilien und Wiesenblumen.

Gordon drapiert überschwänglich und hat den Mut und das Know-how, um Oversized-Ballonärmel, fließende Godetröcke, wirbelnde Schleifen und perfekt geschnittene gekräuselte Sarongs abzuziehen. Mit elegantem Taft und Tüll vom Feinsten.

“Der mühelose amerikanische Glamour von Bunny Mellon, dem ultimativen eleganten Gärtner", erklärte Gordon seine Besessenheit mit Blumenprints. In einigen Looks waren die Accessoires von Kopf bis Fuß im passenden Print ausgefertigt".

Man könnte Gordon vorwerfen, dass er die Modesprache nicht vorantreibt, doch was die Romantik angeht, ist er immer zur Stelle.

Er eröffnete seine Show mit einer gestreiften Baumwollbluse und einem Taft-Ballrock mit Warp-Druck. Dazu eine Prise cooles Tailoring – wie bei einem Zweireiher – und eine Hommage an das Lieblingskleidungsstück von Carolina, einem straffen weißen Hemd – das Ergebnis ist für wohlhabende Kundinnen und Kunden perfekt. Weshalb aber das Baumwollhemd mit übergroßen Blumenrosetten ausgefertigt wurde, blieb schleierhaft.

Doch insgesamt verließ man die Show mit dem Gefühl, dass der in Chicago geborene Gordon nach und nach seine eigene Vision von Herrera eingearbeitet hat, während er die DNA der hochwertigen Marke strengstens achtete.

Was bei zu vielen seiner Kollegen bei anderen berühmten Modehäusern nicht der Fall ist.

Tory Burch: Ausgedehnte Eleganz



“Ich wollte die Energie New Yorks in den 90er-Jarhen einfangen, als ich erstmals hierher gezogen bin", erklärte Tory Burch nach einer elegischen Sonnenuntergangs-Performance.

Die Show des Labels fand auf einem Pier am Hudson River statt und die untergehende Sonne erhellte das Ufer Jerseys, während die Fähre durch das Wasser pflügte. Influencer wähnten sich im siebten Himmel und fotografierten sich selbst ausgiebig vor dem malerischen Hintergrund, lange bevor die ersten Models auftauchten.



Tory Burch - Frühjahr/Sommer2023 - Womenswear - New York - © PixelFormula


Die größte und gelungenste Idee der Designerin war es, Stoffe um den Oberkörper herum zu dehnen und der Mode so einen seltsam himmlischen Einschlag zu verleihen. Gerüschte Miniröcke, halbtransparente Tops, durchscheinende Röcke und viele Looks, die den Blick auf die Unterwäsche freigaben. Damit der Look an einer Frau funktioniert, muss sie wohl eine sehr gute Figur haben, doch ist anzunehmen, dass die Elastizität der Stoffe für einen hohen Tragekomfort sorgt. Alles war aus luxuriösen Stoffen gefertigt – extrafeine Strickwaren, technischer Satin und leichtgewichtiger Jersey.

Sportlich und gepflegt, doch nie allzu athletisch, wie die Leggings und enganliegenden Laufjacken – die den Models einen selbstbewussten Look verliehen.

“Wir haben eng mit Stoffproduzenten zusammengearbeitet, um eine größere Elastizität zu erreichen, damit die Stoffe in verschiedene Richtungen dehnbar sind. Das war wichtig", erklärte Burch. Vor ihren drei über zwanzigjährigen Söhnen sah die Designerin fast übernatürlich jung aus.

Mit Ausnahme eines Models trugen alle Ballerinas – fabelhaft genau geformte Konstruktionen, fast wie surrealistische Kunstgegenstände. Mit hochpräzisen Daumenschlaufen, die garantiert ein großer Trend werden. Wie auch ihre Handtaschen in giftigen Farben.

Burch spielte auch mit der beliebtesten neuen Goldschattierung New Yorks – in Trenchcoats, asymmetrischen Röcken und Sandalen. Vielleicht ein Zeichen der neuen Zuversicht der Designer, dass die Stadt den schlimmsten Teil der Pandemie endlich abstreifen kann.

Die Stimmung wurde durch den Soundtrack noch hervorgehoben. Dazu zählte auch der Song Tonight, Tonight von den Smashing Pumpkins – und der berühmte Satz "We’ll crucify the insincere tonight" (z. Dt.: Heute Nacht kreuzigen wir die Unaufrichtigen".

Passend für Burch, die sich selbst als Designerin sowie der DNA ihrer Marke stets treu bleibt.

Gabriela Hearst: Sappho in Brooklyn



Die in Uruguay geborene und offensichtlich nun in Brooklyn wohnhafte Designerin Gabriela Hearst steht mehr als kaum jemand anderes für die zeitgenössische Ausprägung New Yorks.

Ihre High Society-Looks sind nichts für Leute mit schwachen Nerven. Sie verbindet ethnische Einflüsse aus Lateinamerika mit konzeptuellen Ideen und die Ergebnisse sind oftmals wunderschön. Wie auch in dieser Kollektion und Show.


Gabriela Hearst - Frühjahr/Sommer2023 - Womenswear - New York - © PixelFormula


Die Show wurde im Angler Fish Building im Brooklyn Navy Yard organisiert. Es handelt sich um ein riesiges Eisenskelett, auf dessen Böden drei riesige Goldstreifen aufgemalt sind. Hearsts Ausgangspunkt für die Kollektion war eine abstrakte Collage, die sie im April gemacht hatte. Und die goldenen Streifen sorgten für einen idealen Standort für den Resistance Chorus – ein 20-köpfiges Chorensemble, das mit viel Leidenschaft sang. Das aus Frauen und nicht binären Sängern – Musikern auf Tournee, Film- und TV-Schauspieler, Broadway-Performern, Recording Artists, Gospelsängern, politischen Aktivisten und anderen Berufsgruppen – bestehende Kollektiv sang den Gospel-Klassiker This Joy I Have, während alteingesessene und blutjunge Models defilierten.

Gabrielas zweites Leitmotiv war Sappho, die antike griechische Dichterin und Lyrikerin, deren Ode an Aphrodite noch heute bewundert wird.

Daraus entstand eine Reihe konturierter Kleider – einige mit Bruststücken und Brustpanzer aus goldenem Rindsleder. Andere Trägerkleider wurden vollständig aus goldenem Nappaleder gefertigt.

Alle Looks waren in Sandalen verankert, oft mit goldenen Borten besetzt. Sogar ein männlich anmutender Anzug war vollständig in Gelbgold gehalten, der farbliche Überraschungserfolg der New Yorker Saison.

Gabriela weiß, wie man gute Anzüge zuschneidet – mit tief ausgeschnittenen Jacken mit rotgoldenen Metallleisten und Hosen, wie sie Disco-Stars der 80er-Jahre trugen. Sie spielte mit gesmoktem Leder auf körpernah geschnittenen Leibchen mit abstrakt herausragenden Ärmeln. Dazu einige ihrer uruguayischen Poncho-Anspielungen, von Hand gestrickt aus dickem Kaschmirgarn und feiner Merinowolle.

In ihrem Begleitheft äußerte sie offen ihre Bedenken, dass sie möglicherweise nicht in die richtige Richtung gehen könnte, dass ihre Muse sie auf die richtige Spur brachte, und gab zu: "Mein Team ist so loyal und ich bin so dankbar für dieses Vertrauen, sie gehen in die Richtung, die ich vorgebe. Am 6. September, eine Woche vor der Show, wurde mir bewusst, was gerade geschehen war. Ich fühlte eine untypische Ablehnung der Kollektion auf eine gewisse Weise. Das hatte ich so noch nie gefühlt. Doch als Camillas zuverlässige Augen die Kollektion mit Bejahung betrachteten, wusste ich, dass ich dieses Mal einfach etwas tiefer gegangen war. Es gibt diese Verwundbarkeit, wenn man sich entblößt fühlt, aber andererseits gibt es ja gar nichts zu verstecken.”

Brandon Maxwell: Flieder in Christie’s



Der in Texas geborene und in New York ansässige Designer Brandon Maxwell ist in Manhattan die erste Anlaufstelle für die sogenannten "Ladies who Lunch".



Brandon Maxwell - Frühjahr/Sommer2023 - Womenswear - New York - © PixelFormula


Zu guter Letzt folgt in dieser "Uptown Girl"-Kategorie der New York Fashion Week Maxwell – dessen Show nur selten in Fahrt kam. Sogar das Set – ein fliederfarbener Keller von Christie’s im Rockefeller Center – fühlte sich müde an.

Eine hübsche, doch keine stilvolle Kollektion, dafür gab es viel zu viele dunkle paillettenbesetzte Tops, schablonenhafte Blazer und Flitter-Cardigans.

Seine typischen Hemdkleider fühlten sich schlapp an, wie auch eine Reihe von Cargo Pants. Für einen normalerweise viel selbstbewussteren Designer fühlte sich diese Show an wie ein Rückschritt.

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