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Werbung

Cavalli geht in die Hände des emiratischen Milliardärs Hussain Sadschwani

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
today 29.11.2019
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access_time 2 Minuten
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Roberto Cavalli hat offiziell einen neuen Inhaber. Die Investmentgesellschaft des Geschäftsführers der Damac- und der Dico-Gruppe, Hussain Sadschwani, verkündete, er habe die italienische Modemarke übernommen. Der Kauf umfasste die Gesamtheit der Aktien von Roberto Cavalli SpA, die noch bis gestern (zu über 90 Prozent) in den Händen des Clessidra-Fonds lagen.


Roberto Cavalli


"Wir freuen uns, ein neues Kapitel der unglaublichen Geschichte der Marke Roberto Cavalli schreiben zu dürfen. Dico darf sich einer langen und fruchtbaren Zusammenarbeit mit Roberto Cavalli rühmen und ich bin überzeugt, dass die Marke unsere Vorstellung des Luxus perfekt verkörpert", erklärte Hussain Sadschwani. Der Unternehmen gründete seine Immobilienentwicklungsgesellschaft Damac Properties im Jahr 2002.

"Ich habe die Freude, anzukünden, dass die Transaktion reibungslos verlaufen ist und wir die Stabilität der Geschäftsführung gewährleisten können", ergänzte der Unternehmer, der auf der Milliardärsliste von Forbes im Jahr 2019 auf dem 962. Platz stand. Er gilt als einer der reichsten Männer der Vereinigten Arabischen Emirate.

Die Übernahme wurde über Sadschwanis Investitionsvehikel abgewickelt, das Teil der Dico-Gruppe ist. 2017 hatte Roberto Cavalli bereits einen Vertrag mit Hussain Sadschwanis Konzern abgeschlossen. Das italienische Label übernahm die Innengestaltung des Hotels Aykon in der Dubai Marina.

Das 1992 gegründete Unternehmen Dico ist Hussain Sadschwanis Investment-Arm. Mit der Übernahme von Cavalli fasst der Unternehmen erstmals Fuß in der Modebranche. Dico besitzt verschiedene Beteiligungen in der ganzen Welt und will in den kommenden Jahren in Schlüsselmärkten gut USD 3 Milliarden investieren. Dazu zählen unter anderem Europa und die USA.


Hussain Sadschwani


Hussain Sadschwani stürzte sich ins Rennen um die Übernahme des italienischen Labels und schüttelte die Konkurrenz – darunter OTB von Renzo Rosso und die amerikanische Bluestar Alliance – schnell ab. Der Clessidra-Fonds entschied sich für die Veräußerung, nachdem mehrere Relaunch-Versuche erfolglos geblieben sind. Die Stelle von Gian Giacomo Ferraris, der 2016 zur Sanierung des Unternehmens zum CEO berufen wurde, scheint zurzeit gesichert.

Das Modehaus, das das Geschäftsjahr 2017 mit einem Minus von EUR 33,7 Millionen abschloss, musste sich einer rigorosen Rationalisierung unterziehen, wobei der Rotstift sowohl in der kreativen Abteilung als auch beim Marketing und im Vertriebsnetz angesetzt wurde. Seit dem Rücktritt von Paul Surridge ist die Stelle des Kreativdesigners frei und die Aktivitäten des amerikanischen Ablegers der Gruppe wurden im April eingestellt.

Der vom Unternehmen vorgestellte und vom neuen Inhaber unterstützte Sanierungsplan vermochte das Mailänder Handelsgericht zu überzeugen, wobei insbesondere die "sehr kurzen und glaubhaften Restrukturierungsfristen" hervorgehoben wurden. Das Gericht sei sich der "Kapazität, die Schulden vereinbarungsgemäß zurückzuzahlen" gewiss. Bis heute bleibt die Aufrechterhaltung der Arbeitsplätze in den italienischen Werkstätten sowie am Hauptsitz des Unternehmens in Osmannoro ein Kernanliegen der Betroffenen.

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