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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
08.12.2022
Lesedauer
4 Minuten
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Celine: Hedi Slimane treibt den Umsatz an

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
08.12.2022

Erfolg auf ganzer Linie – oder fast: Unter der Führung von Hedi Slimane erfreut sich das Luxushaus Celine (LVMH) bei seiner Show in Los Angeles am 8. Dezember mit der Herbst-/Winterkollektion 2023/2024 bester Gesundheit. Der Pandemie zum Trotz gelang es der Marke seit der Übernahme der kreativen Leitung durch den Stardesigner im Jahr 2018, ihr Wachstum stark zu beschleunigen.


Celine, Frühjahr/Sommer 2023 - © PixelFormula


Die Luxusgruppe von Bernard Arnault veröffentlicht grundsätzlich keine spezifischen Ergebnisse für seine zahlreichen Tochterhäuser. Bei der Präsentation der Jahresergebnisse 2021 verwies sie mit Blick auf die von CEO Séverine Merle geführte Marke lediglich auf "den großen Erfolg der von Hedi Slimane entworfenen Prêt-à-Porter-Linien und der Lederwaren", sowie auf die "hervorragende Reaktion auf die Parfüm-Kollektionen". Im vergangenen Oktober betonte LVMH anlässlich der Präsentation der Quartalsergebnisse erneut das "starke Wachstum im Prêt-à-Porter" und den "Erfolg der neuen hochwertigen Lederwarenlinie".

Doch was steckt hinter diesen Erklärungen? Der Konzern gibt sich hinsichtlich der genauen Umsatzzahlen von Celine sehr zurückhaltend. Analysten gehen jedoch davon aus, dass das Modehaus pro Jahr weit über eine Milliarde Euro umsetzt. FashionNetwork.com konnte nun die jüngsten Ergebnisse der französischen Geschäftseinheit Celine S.A. einsehen, die nicht die gesamte Geschäftstätigkeit des Hauses umfassen. Die Zahlen bestätigen den Erfolg des Projekts von Hedi Slimane seit seiner Ankunft bei Celine und ein ungebrochenes Wachstum seit 2018 – mit Ausnahme eines Rückgangs im Jahr 2020, der mit der Corona-19-Pandemie verbunden ist. Besonders der Umsatz von EUR 728 Millionen im Jahr 2021 zeugt von dieser starken Dynamik, wie FashionNetwork.com in Erfahrung brachte. Obwohl der Designer mit seinem aufreizenden und rockigen Stil – im starken Kontrast zu seiner Vorgängerin Phoebe Philo – für seine ersten Schauen heftige Kritik erntete, gelang es ihm, seinen Kurs zu berichtigen. Der Pariser Boho-Chic-Einschlag, den er seinen Kollektionen seither einflößt, besänftigte die Kundschaft, die durch Slimanes einfache und begehrenswerte Teile immer jünger wurde.

Neugestaltung von Celine

Der Couturier hat die visuelle Identität der Marke vollständig erneuert, vom Logo bis zum Namen – dem er den Akzent wegnahm. Auch in den sozialen Netzwerken und in den meist von Slimane selbst abgelichteten Werbekampagnen tritt Celine gänzlich neu auf. Weiter überarbeitete der Designer das Erscheinungsbild der Verkaufsstellen und eröffnete zahlreiche neue Läden. Insgesamt überblickt die Marke weltweit 175 Verkaufsstellen, darunter direkt verwaltete Läden, Shop-in-Shops und Corner-Stores, sowie 10 Stores in Paris. Der Personalbestand des Unternehmens stieg innerhalb von vier Jahren von 404 Personen (2017) auf 675 (2021) an.

Außerdem erweiterte Slimane das Angebot deutlich, so durch die Einführung der ersten Menswear-Linie von Celine, die bei den Händlern auf umgehenden Erfolg stieß. Deren Freude, wieder auf Hedis Menswear zu stoßen, war groß, nicht zuletzt da die Herrengarderobe schon immer eine besonders starke Seite des Designers war. Um das Markenimage von Celine weiter in Richtung Ultra-Premium-Segment anzuheben und das Angebot zu erweitern, wurden zudem eine Haute Parfumerie-Duftkollektion und eine "Haute Maroquinerie"-Linie eingeführt. Letztere verbindet das kunsthandwerkliche Know-how der Marke mit der kreativen Vision des Designers.


Hedi Slimane an einer seiner ersten Modenschauen für Celine - © PixelFormula

 
Bei Slimanes Ernennung erklärte der Mutterkonzern das Ziel, den Umsatz von Celine in Fünfjahresfrist zu verdoppeln. Die Pandemie hat diesem ehrgeizigen Projekt einen Strich durch die Rechnung gemacht, doch weit davon entfernt ist das Unternehmen – zumindest der französische Arm – nicht. Vor Hedi Slimanes Zeit erzielte Celine S.A. einen Umsatz von gut EUR 400 Millionen (2017: 441,3 Millionen, 2016: 429,5 Millionen). 2018 näherte sich dieser Wert mit EUR 494 Millionen einer halben Milliarde. 2019 ergab sich dann ein Total von 611 Millionen, bevor der Wert im Corona-Jahr 2020 auf EUR 409 absank.
 
2021 erwirtschaftete das in Paris ansässige Unternehmen Celine S.A. EUR 728 Millionen, ein Anstieg um 78 Prozent im Vergleich zum Jahr 2020. Zur Erinnerung: Im vergangenen Jahr verzeichnete die Abteilung Mode und Lederwaren von LVMH mit EUR 30,9 Milliarden ein Wachstum von 42 Prozent, insgesamt verbuchte der gesamte Konzern EUR 64 Milliarden. Der Anstieg beträgt gemessen am Vor-Corona-Jahr 2019 19 Prozent. Der Gewinn beläuft sich auf EUR 122 Millionen, verglichen mit einem Verlust von EUR 93,5 Millionen 2020 und einem Gewinn von EUR 26,1 Millionen im investitionsreichen Jahr 2019. 2018 betrug der Gewinn EUR 114 Millionen.

Im Export erzielte das Unternehmen EUR 564,5 Millionen, was einem Plus von 81 Prozent entspricht. Im französischen Markt setzte Celine S.A. EUR 162,9 Millionen um (+67 Prozent). Nach Kanal aufgeschlüsselt legte der stationäre Einzelhandel 2021 um 21 Prozent auf EUR 74,3 Millionen zu. Im Onlinehandel ergab sich ein Anstieg um 143 Prozent auf EUR 40,3 Millionen. Angesichts der bisherigen Entwicklung der Geschäftstätigkeit wäre es somit kaum erstaunlich, würde Celine 2022 das beste Geschäftsjahr seiner Geschichte vorlegen.

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