Chanel bekräftigt seine Unabhängigkeit mit steigendem Umsatz und Gewinn

Der Luxusmodekonzern Chanel, dessen Stardesigner Karl Lagerfeld Anfang des Jahres verstarb, meldete am Montag höhere Jahresumsätze und Gewinne und bestätigte erneut seine Unabhängigkeit, indem es betonte, dass er nicht zum Verkauf stehe.

Show ansehen
Chanel - Cruise Collection 2020 - Womenswear - Paris

Chanel teilte mit, dass seine Einnahmen 2018 um 12,5 % auf 11,12 Milliarden US-Dollar stiegen, während der Reingewinn um 16,4 % auf 2,17 Milliarden US-Dollar zulegte.

Das französische Modehaus, das für seine Tweed-Anzüge und gesteppten Handtaschen bekannt ist, verzeichnete in allen seinen Märkten ein Wachstum, wobei Asien-Pazifik mit einem Anstieg des Jahresumsatzes von 19,9 % führend war, verglichen mit einem Anstieg von 7,8 % in Europa und 7,4 % in der Region Amerika.

Der Schritt des Labels im vergangenen Jahr, seine finanziellen Ergebnisse zum ersten Mal seit seiner Gründung 1910 durch Coco Chanel zu veröffentlichen, beflügelte die Spekulationen, dass sich die Gruppe trotz ihrer konsequenten Dementi auf einen Verkauf vorbereite.

Finanzvorstand Philippe Blondiaux sagte Reuters jedoch erneut, dass das Unternehmen nicht zum Verkauf stehe und keinen Börsengang plane.

"Wir müssen damit leben, dass wir eine der begehrtesten Marken auf dem Markt sind. Diese Gerüchte werden leider immer wieder auftauchen", sagte Blondiaux.

"Chanel muss unabhängig bleiben, um die Freiheit zu haben, Entscheidungen zu treffen, die gegen den Strom gehen, wie z.B. keine exotischen Tierhäute mehr zu verwenden oder die Preise zu harmonisieren", fügte er hinzu.

Im Mai lieferte Chanels neue Kreativchefin Virginie Viard ihre erste Solo-Kollektion für die Marke nach Lagerfelds Tod, und Blondiaux bestätigte, Chanel sehe Viard langfristig bei Chanel.

Übersetzt von Felicia Enderes

© Thomson Reuters 2019 All rights reserved.

Luxus - VerschiedenesBusiness
NEWSLETTER ABONNIEREN