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Werbung
Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
04.12.2020
Lesedauer
4 Minuten
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Chanel enthüllt Métiers d’Art-Kollektion im Schloss Chenonceau

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
04.12.2020

Am Donnerstagabend reichten sich Caterina de’ Medici und Coco Chanel im Schloss Chenonceau im übertragenen Sinne die Hand – nicht zu einer Krönungszeremonie, sondern auf dem Laufsteg bei der Enthüllung der jüngsten Métiers d’Art-Kollektion von Chanel.


Chanel - Métiers d'Art 2020-2021 - Photo: Chanel


Die Show im berühmtesten Schloss des Loiretals – Chenonceau – überzeugte mit einer Mischung aus Coco Chanels elegantem Stil und Caterina de’ Medicis unbestrittener Autorität.
 
Aufgrund der Pandemie wurde die Show im Wasserschloss Chenonceau unter Ausschluss der Öffentlichkeit organisiert. Das am Ufer des Flusses Cher errichtete monumentale Gebäude mit gotischen und Renaissance-Einflüssen verfügt über eine Galerie, die den Fluss überbrückt.

Rund 50 Models marschierten über die schwarz-weißen Fliesen der langen, schmale Galerie. Gut die Hälfte der Kollektion war ganz in Schwarz gehalten, als Anspielung auf die einzige Farbe, die Caterina trug, nachdem ihr Ehemann Heinrich II. 1559 unerwartet in einem Zweikampf starb. Sie wurde zur ersten und einzigen Frau, die Frankreich als Königin regierte. Ihre Regentschaft dauerte drei Jahrzehnte, während derer drei ihrer Söhne die Regierung des Landes übernahmen.

Ihre Vorliebe für Oberteile mit Netzmuster, mehrschichtige anthrazitgraue Umhänge, umfangreiche Kleider und Hahnenfedern flossen in die beeindruckende Kollektion ein. Zwei einflussreiche zeitgenössische Ikoninnen eröffneten und schlossen die Show. Zum Finale verneigte sich Cocos bislang letzte Nachfolgerin Virginie Viard leise in Matrosenhosen und einer Reißverschlussjacke. Auch die aktuelle Königin von Hollywood, Kristen Stewart, machte einen Auftritt ganz in Schwarz gekleidet, mit nietenbesetzten Gauchohosen, einem Pullover und einer mehrsträngigen Perlenkette mit Nelken, wie Coco sie zu tragen pflegte.


Chanel - Métiers d'Art 2020-2021 - Photo: Chanel


 
Und Viard machte ihrer Funktion alle Ehren: Sie präsentierte lederne Biker-Jacken mit Kristallärmeln und Perlenketten, die ebenso zu einer Kurtisane aus dem 16. Jahrhundert wie auf den roten Teppich in Kalifornien passen würden.

Coco Chanel war schon immer fasziniert von Caterina de’ Medici, sie bewunderte ihre Macht, ihre Willensstärke und die Tatsache, dass sie, wie auch Coco, ein Waisenmädchen war, denn noch vor dem ersten Monat von Caterina starben sowohl ihr Vater als auch ihre Mutter. Cocos Schwiegerfamilie umfasste mehrere erfolgreiche Markthändler, Caterina hingegen konnte mit einem Großonkel punkten, der Papst war.

König Heinrich II. wollte Chenonceau eigentlich seiner langjährigen Mätresse Diana von Poitiers zusprechen, doch nach seinem tragischen Tod wurde diese von Caterina vertrieben. Das Schloss wurde zu ihrem Lieblings-Aufenthaltsort. In der Kollektion war mit Leggings, die mit langen Mänteln und klassischen Chanel-Jacken mit vier Taschen kombiniert wurden, auch eine pikante Note spürbar.

Zu sehen war außerdem viel offenes, zerzaustes Haar mit perlenbestückten Mähnen, wie chassidische Peyoten. Es ist davon auszugehen, dass Diana die Kollektion ebenso geschätzt hätte wie Caterina. Doch hätte sich die Adlige italienischen Ursprungs wohl mehr über die Verwendung des klassischen Doppel-C-Logos gefreut. Denn das Wappen der Königin, das am Schloss prangt, ähnelt dem Chanel-Logo sehr – nur mit einer Krone darüber.

Mit dieser Kollektion wurde die 19. Ausgabe der Métiers d’Art-Kollektion präsentiert. Das Konzept für die 2002 eingeführte Kollektion wurde vom verstorbenen Modeschöpfer Karl Lagerfeld erarbeitet.



Chanel - Métiers d'Art 2020-2021 - Photo: Chanel


Das Haus beschreibt die Kollektion als Hommage an das französische kunsthandwerkliche Know-how und als ständigen Dialog zwischen Chanel und einer kleinen Armee an Kunsthandwerkern, die für mehrere Dutzend Zulieferer arbeiten. Unter der Chanel-Tochter Paraffection sind die verschiedenen Métiers zusammengefasst: Sticker, Federmacher, Paruriers, Plisseebrenner, Schuhmacher, Hutmacher und Handschuhmacher in Frankreich, Schottland und Italien, deren Arbeit in die Kleidungsstücke und Accessories der Kollektion einfließt. Daraus entstand eine verführerische und zeitgenössische Kollektion, die auf geschickte Weise nicht ins Sprichwörtliche verfiel.

Die Métiers d’Art-Kollektionen werden jeweils Anfang Dezember enthüllt und bieten einen ganz besonderen Modemoment, abseits der üblichen Kalender – generell als letzte Veranstaltung des Jahres. Sie widmen sich jeweils einer Destination oder einer historischen Persönlichkeit – Von Königin Theodora von Ravenna zu einer Mary Stuart-Punk-Rock-Show in Edinburgh.

Paraffection beschäftigt über 6600 Mitarbeiter, die nicht nur für die kreativen Abteilungen von Chanel tätig sind, sondern viele berühmte Modehäuser in Frankreich und darüber hinaus beliefern. Im nächsten Jahr werden 11 Maisons d’Art in das riesige 19M-Gebäude umziehen, das im Norden von Paris eingerichtet wurde. Hier finden 600 Kunsthandwerker auf 25’500 Quadratmetern in einem modernistischen Gebäude von Rudy Ricciotti Platz.

Ein Projekt, das Caterina, als Humanistin, Kunstsammlerin, und Architektur-Liebhaberin sicherlich gutgeheißen hätte.
 

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