Chanel hat eine digitale Zukunft



Chanels aktuelle Webseite verweist nur auf Boutiquen, in denen die aktuellen Kollektionen geführt werden
„Digitale Verkäufe sind ‚das nächste China’“, so die Meinung einiger Luxus-Branchenexperten. Auch wenn die meisten Käufe im hochpreisigen Luxus-Genre nach wie vor in den edlen Boutiquen erfolgen werden, entwickelt sich bei einer bestimmten Klientel der Trend, Luxusgüter online zu ordern. Das weiß auch Bruno Pavlovsky, Chanel President of Fashion. Er erklärte der WWD jüngst, dass Chanel sein eigenes eCommerce-Business Ende 2016 starten werde. Es sei ein Ansatz, um die Kunden noch besser bedienen zu können. Angesprochen sollen insbesondere die Kundinnen, die schon genau wüssten, welches Produkt sie kaufen wollten. Der Schritt sei in seinen Augen daher mehr eService und weniger eCommerce. Zu weiteren Details und konkreten Produktkategorien schwieg er. Bislang hatte das Pariser Modehaus nur den Onlineverkauf seiner Kosmetik- und Parfumprodukte erlaubt. Auch Céline, Dior oder Givenchy hatten sich bislang standhaft zur „eCommercalisierung“ gezeigt.
Pavlovsky verriet allerdings, dass im Zuge der weiteren Digitalisierung von Chanel, auch einige der zum Tochterunternehmen Paraffection gehörenden europäischen Atelier-Marken eine verbesserte Online-Distributionspolitik verordnet bekommen sollen. Konkret handelt es sich um den Handschuhmacher Causse, Hutmacherei Maison Michel und den schottische Kaschmirspezialisten Barrie Knitwear, deren Produkte verstärkt online vermarktet werden sollen.

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