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Chanel präsentiert "Balade en Méditerranée" Cruise Collection online

Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
08.06.2020
Lesedauer
4 Minuten
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Chanel inszenierte seine jüngste Resort-Kollektion – allerdings ohne wirklich irgendwohin zu reisen – mit einem Online-Video, das in einem Pariser Studio gedreht wurde und – zumindest virtuell – zu einer Reise nach Capri einlädt. Am Montag wurde das Video in den sozialen Medien enthüllt.


Ein Look aus Chanels 2020/2021 Cruise Collection - Instagram


Unter dem Titel "Balade en Méditerranée" oder "Eine Reise um das Mittelmeer" präsentierte diese Cruise Collection 2020/21 viele Klassiker im Chanel-Look, wenn auch mit der jugendlicheren und romantischeren Note, die die Kreativdirektorin Virginie Viard bevorzugt. Die Kollektion war die erste eines großen Modehauses, die im Internet präsentiert wurde, seit Europa im März infolge der Coronavirus-Pandemie einen Lockdown verhängte.

In dem siebenminütigen Video, das von Julien Pujol gedreht wurde, sind die vier Models Camille Hurel, Karly Loyce, Cris Herrmann und Mica Argañaraz zu sehen, die – in einem Pariser Studio aufgenommen und dann in eine angenehme Landschaft der Mittelmeerküste integriert – auf der Terrasse eines Luxushotels oder an einem felsigen Ufer, am Fuße der Klippen der Vulkaninsel Capri posieren; im fernen Hintergrund die Bucht von Neapel und die antike Villa des Kaisers Tiberius.

"Eigentlich hatte ich Capri als Location für die Show im Sinn, aber am Ende kam es wegen des Lockdowns nicht dazu", sagte Virginie Viard, "also mussten wir uns anpassen: Wir entschieden uns nicht nur dafür, Stoffe zu verwenden, die wir bereits hatten, sondern die Kollektion entwickelte sich ganz allgemein zu einer Reise rund um das Mittelmeer... Die Inseln, der Duft des Eukalyptus, die rosa Töne der Bougainvillea".

Chanel - Cruise Collection 2020/21


Vor der Präsentation hatte Chanel eine Reihe Fotos von Karim Sadli enthüllt: ein Lookbook mit dem argentinischen Model Mica Argañaraz und der Französin Camille Hurel. Rosa Tweed-Anzüge aus Bouclé-Wolle, getragen mit Bolero-Jacken über paillettenbesetzten BHs; ausgestellte Karohosen mit passenden Tank-Tops; rosa Strickjacken, die zu Hotpants getragen werden. All diese Elemente fangen den "freien und lässigen Look ein, der von den legendären Schauspielerinnen der 60er Jahre inspiriert wurde", die an der französischen und italienischen Riviera Urlaub machten.

Zur Cocktailstunde lachsrosa Lederhosen mit Crossover-Jacken oder Wickelkleider aus feinem transparentem Lamé. Für den Abend halbdurchsichtige schwarze Chiffonfledermauskleider, wiederum über paillettenbesetzten Oberteilen und durchsichtige Mantelkleider gepaart mit schwarzen BHs.

Abgerundet wird die Kollektion mit raffiniert gesteppten Taschen aus Denim oder Bast, bezaubernden neuen mini-Taschen, Perlenohrringen mit doppelten CC und Kettengürteln, die mit Kristallen verziert sind und auf den gebräunten Bäuchen der Models funkeln.


Looks aus Chanels 2020/2021 Cruise Collection - Chanel


"Eine Garderobe, die in einem kleinen Koffer, einem Shopper und einer bestickten Handtasche untergebracht werden kann", fügte Viard über diese vielseitig einsetzbare Auswahl an leicht verwandelbaren Looks hinzu.

Das eigentliche Video zeigte auch das in Brasilien geborene Model Herrmann und das aus Martinique stammende dunkelhäutige Model Karly Loyce, die ihre charakteristische Corn-Row-Frisur trägt. Das Video enthielt jedoch weder Hinweise auf die Pandemie noch auf die weltweiten Proteste, die seit dem Tod von George Floyd aufgeflammt sind, nachdem ein Polizist in Minneapolis über acht Minuten lang auf ihm gekniet hatte.

Am Ende des Videos heißt es: "Ab November 2020 in den Boutiquen erhältlich". Mit anderen Worten: Chanels Strategie bleibt Lichtjahre vom "See Now Buy Now"-Konzept entfernt. Das Modehaus behält auch weiterhin seine sechs Kollektionen pro Jahr bei: zwei Couture-Kollektionen, zwei Prêt-à-porter-Kollektionen, eine Métiers d'art-Kollektion und natürlich die Resort-Kollektion.

Die Modenschau war ursprünglich für den 7. Mai auf der magischen Mittelmeerinsel geplant. Wie andere große Häuser – Christian Dior, Gucci, Giorgi Armani, Prada und Max Mara – musste Chanel seine Cruise Show wegen der Pandemie absagen. Es wäre zudem die erste Show außerhalb Frankreichs für Kreativdirektorin Virginie Viard gewesen, die nach dem Tod von Karl Lagerfeld im Februar 2019 dessen Nachfolge antrat.

Alles in allem war es eine hochkompetente Darstellung raffinierter Urlaubsmode, untermalt von einem Soundtrack, der den venezolanischen DJ Arca und einen alten französischen Favoriten bei Chanel, Sébastien Tellier, vereinte. Letztendlich erinnerte das Video jedoch daran, was für eine bescheidene Alternative Videoclips im Vergleich zu einer tatsächlichen Live-Modenschau sind. Vor allem einer von Chanel, dessen gewaltige Spektakel im Grand Palais in Paris oder historische Ereignisse auf den Inseln in Dubai, auf den Straßen von Havanna oder in abgelegenen schottischen Schlössern Modegeschichte schrieben. 

Am Wochenende veröffentlichte Chanel einen Video-Teaser der Kollektion – einen 18-Sekunden-Film, der sich auf eine fünftägige Reise Lagerfelds auf die Insel im Jahr 1997 bezog, als er Casa Malaparte fotografierte. Der von Massimiliano Bomba gedrehte Kurzfilm zeigt felsige Strände, brechende Wellen, Möwen und Capris wilde, ungezähmte Westküste und die ikonische Villa. Berühmt für seine umgekehrte pyramidenförmige Treppe, war die Casa Malaparte 1963 Schauplatz von Jean Luc Godards Filmklassiker "Le Mépris", mit Bridgit Bardot und dem kürzlich verstorbenen Michel Piccoli in den Hauptrollen, in dem es um die wachsende Verachtung einer schönen Frau für die mangelnde Kraft ihres willensschwachen Mannes geht.

In diesem Frühjahr haben alle großen Modehauptstädte Europas – Florenz, London, Mailand und Paris – ihre Runway-Saison abgesagt. Stattdessen planen sie nun in den kommenden sechs Wochen digitale Fashion Weeks. Nächstes Wochenende startet die erste digitale Londoner Modewoche ihre dreitägige Online-Saison ab Samstag, dem 13. Juni.

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