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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
19.03.2020
Lesedauer
2 Minuten
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Chanel schließt Produktionsstätten in Frankreich, Italien und der Schweiz

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
19.03.2020

Wie das Modehaus am Donnerstag informierte, wurden die Produktionsstätten von Chanel in drei westeuropäischen Ländern – Frankreich, Italien und der Schweiz – teilweise oder ganz geschlossen.

Der zukünftige Fertigungsstandort von Chanel in Verneuil-en-Halatte - Chanel


"Chanel hat sich in Übereinstimmung mit den jüngsten Regierungsanordnungen, dazu entschieden, in den kommenden zwei Wochen alle Produktionsstätten in Frankreich, Italien und der Schweiz (Uhrenherstellung) schrittweise zu schließen. Dies umfasst auch die Haute-Couture-Werkstätten und die Ateliers, in denen Ready-to-Wear, Accessoires und Schmuck hergestellt werden", erklärte das Pariser Modehaus in einer Mitteilung, die FashionNetwork.com zugesendet wurde.

Das Haus erklärte, es handle sich in ein paar Fällen nur um Teilschließungen, da einige Standorte aus Sicherheitsgründen eine Mindestpräsenz erfordern. "Die Produktion wurde angehalten. Einige Vertriebsstandorte arbeiten mit einem stark reduzierten Personalaufkommen, um die Geschäftskontinuität aufrechtzuerhalten, wo dies zwingend notwendig ist. In diesen Fällen werden kleine Teams eingesetzt, die von verstärkten Sicherheitsmaßnahmen profitieren, durch die ihre Gesundheit und Sicherheit geschützt werden. Sie wurden angewiesen, die Vorschriften zum Abstandhalten einzuhalten, physische Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren und alle Barrieregesten anzuwenden", erklärte das Modehaus.

Chanel hatte bereits alle Stores in Frankreich und Italien geschlossen, da die Regierung in beiden Ländern Ausgangssperren verhängte. Am Montag wurde nun auch in Frankreich ein zweiwöchiger Lockdown angeordnet. Während dieser Zeit ist es den Einwohnern nur erlaubt, ihr zu Hause zu verlassen, wenn sie über eine schriftliche Erklärung des Zwecks ihrer Abwesenheit verfügen, wobei es sich nur um den Einkauf von Lebensmitteln, Medikamenten, oder Zeitungen handeln kann.

"Die Telearbeit wurde für alle Angestellten generalisiert, sei es nun für Bürostellen oder in den Produktionsstätten. Chanel ist bestrebt, das Gehalt aller Angestellten in dieser Zeit weiter auszuzahlen, zusätzlich zu den von der Regierung eingeführten Regelungen", erklärte Chanel.

In Frankreich haben bereits Tausende Unternehmen arbeitsrechtliche Regelungen genutzt, um Angestellte in Teilzeit von zu Hause aus beschäftigen zu können. Dadurch können Arbeitgeber die finanzielle Unterstützung der Regierung beantragen und während der Baisse von deutlich reduzierten Soziallasten profitieren.

Auch Hermès International soll Berichten der Presseagentur Agence France Presses zufolge die Produktionsstätten in Frankreich geschlossen haben. Das Luxushaus lehnte jedoch eine Stellungnahme ab.

Chanel erklärte, das Unternehmen "überlege sich, wie die Bemühungen zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie bestmöglich unterstützt werden können, um einen Beitrag zur nationalen Solidarität zu leisten, besonders durch die Unterstützung von Ärzten und Pflegeangestellten in diesem besonders schwierigen Kontext".

Andere französische Luxusmarken haben ihre Produktionspläne in ihren Fabriken angepasst, um die Bestrebungen zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie zu unterstützen. Der Luxuskonzern LVMH hat in Produktionsstätten von drei Konzerntöchtern mit der Produktion von Händedesinfektionsmittel begonnen – Parfums Christian Dior, Guerlain und Parfums Givenchy – und stellt das dieses den örtlichen Gesundheitsbehörden kostenlos zur Verfügung.
 

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