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Christian Diors geheimer Garten

Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
today 24.09.2019
Lesedauer
access_time 4 Minuten
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Sie war eine einzigartige Schwester, Gärtnerin, eine Frau von großer Eleganz und sogar Mitglied der Résistance. Am Dienstag verzeichnete Catherine Dior in Paris eine weitere Errungenschaft – sie war die Inspiration für eine prächtige Frühlingskollektion für das Modehaus, das ihr großer Bruder Christian gründete.

Christian Dior - Frühjahr/Sommer 2020 - Womenswear - Paris - © PixelFormula


Das zentrale Leitmotiv war dabei der Garten – ein Element, das die gesamte Dior-Narrative durchzieht. Monsieur Dior lehrte sich selbst die lateinischen Namen der Blumen und zeichnete sie als kleiner Junge. Zusammen mit seiner kleinen Schwester haben sie in Grandville an der normannischen Küste einen besonderen Garten angelegt. Als die Familie bei dem Great Crash viel von ihrem Vermögen verlor, waren sie gezwungen, ihre Villa zu verkaufen und in ein Bauernhaus in Callian in der Provence zu ziehen, wo sie einen einzigartigen Rosengarten schuf. Catherine war die ursprüngliche Miss Dior und gab ihren Namen einem prächtigen Kleid aus den 1949er Jahren mit Hunderten von Stoffblüten und schließlich einem der berühmtesten Parfums des Hauses. Später erwarb Christian das Schloss Colle Noire in der Nähe, um noch einen weiteren zweiten Garten zu entwerfen.
 
Auf der größten Rennbahn Frankreichs inszeniert, huldigte die Kulisse dem Garten, jedoch mit einem nachhaltigen Touch. Chiuri schloss sich den Stadtplanern an, mit Coloco, das sie im Planetarischen Garten beim Kunst-Event Manifesto 12 in Palermo entdeckte. Coloco schuf eine geheimnisvollen Atmosphäre mit 164 Bäumen, alle in ihren Pflanzbeuteln. Kaum hatten die 1.200 Gäste die Veranstaltung verlassen, begannen die Arbeiter, den Mini-Wald in die Umgebung des Großraums Paris zu verlegen. Ein Teil der Bäume aus diesem ephemeren Wald wurde zur Foundation Good Planet von Yann Arthus-Bertrand gebracht.

Wie Monsieur mag auch Maria-Grazia einen Garten mit englischem Einfluss. Darin sahen wir raffinierte gemusterte Kleider, die unter der Taille aufgeweitet und mit gestreiften Blazern im Cricket-Stil getragen werden.

Christian Dior - Frühjahr/Sommer 2020 - Womenswear - Paris - © PixelFormula


Wunderschöne gestrickte Mieder und Korsetts aus Raffia und Rohseide mit zarter Stickerei. Alle werden unter Jacken aus wilder Seide und Raffia-Jacquard getragen. Oder eine Serie von Mini-Jacken und kurzen Faltenröcken – schmeichelhafte Combos und ideal für die selbstbewussten Kunden, die jetzt zu Tausenden bei Dior einfallen werden.
 
Doch diese Mädchen waren keine Mauerblümchen. Sie waren gekleidet in strapazierfähige, schicke Netzstiefel, ausgefallene, farbenfrohe Steinketten oder Game of Thrones Knuckle-Ringe. Fast alle Models trugen Kopfbedeckungen aus Raffiabast; oder klobige, durchsichtige Mesh-Lederstiefeln – kommerziell und cool zugleich.
 
Für den Abend begeisterte die italienische Designerin mit wunderbar fließenden Chiffonkleidern, die mit Mustern bestickt waren, die Maria Grazia bei ihren Recherchen im L'herbier de Paris entdeckt hatte, und die in kühnen wissenschaftlichen Illustrationen von Pflanzen, Zweigen, Wurzeln und Ästen zu halbtransparenten Netzgewändern und Kleidern von Couture-Qualität verwoben waren.
 
Sogar die Espadrilles und eine neue Lady Dior-Tasche wurden bestickt; außerdem bot das Haus schicke neue Totebags an – sicherlich die erfolgreichste High-Fashion-Tasche der letzten Saisons.

Christian Dior - Frühjahr/Sommer 2020 - Womenswear - Paris - © PixelFormula


Wie so oft bei Chiuri reichten die Inspirationen durch die gesamte europäische Kultur: Vita Sackville West in Sissinghurst bis hin zu Josef Beuys und Gerhard Richter. Inmitten der Verstrickung von Ideen brach die Show etwas in der Mitte ein und fühlte sich ein wenig repetitiv an, besonders das ganze Netz. Dennoch war dies ein wirklich sicheres Modestatement – von einer Designerin und einem Modehaus, die wissen, wie es geht.
 
"Es ist die Eleganz von Christian Dior und die Haltung von Catherine", erklärte Maria Grazia, die mit dieser Show Christian Diors Femme Fleur zur Jardinière, oder Gärtnerin, machte. Gärten waren sicherlich ein wichtiger Weg, um beiden zu helfen, sich von der Tragödie des Zweiten Weltkriegs zu erholen. Catherine schloss sich mutig der Résistance an, wofür sie in ein Konzentrationslager gebracht wurde. Bemerkenswert ist, dass sie überlebte. Am Ende des Krieges traf Christian seine abgemagerte Schwester auf einem Pariser Bahnhof in einem Zug von Überlebenden. Er half, sie wieder gesund zu pflegen. Sie war eine der ersten Frauen in Frankreich, die ihr eigenes Blumenunternehmen gründete. Sie starb 2008 und überlebte ihren großen Bruder somit um ein halbes Jahrhundert.
 
"Ich denke, Monsieur hätte stolz sein können (auf diese Show). Catherine war sehr inspirierend für ihn und seinen Stil. [...] Sie muss eine sehr mutige Frau gewesen sein. Sie hat nie geheiratet, hatte aber ihr eigenes Geschäft. Was nicht häufig vorkommt, wenn wir über die 50er Jahre sprechen", erklärte Maria Grazia.

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